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Militärrevolte in Guinea

Die seit Tagen andauernden Spannungen innerhalb der Armee in Guinea spitzen sich immer mehr zu. Verschiedene Quellen berichten von ersten Toten unter den Soldaten und der Zivilbevölkerung.

Nur wenige Wochen nach dem Ende des Generalstreiks in Guinea der zur Absetzung der Regierung und zur Ernennung eines neuen Premierministers und einer neuen Regierung geführt hat, revoltieren seit Tagen Soldaten in verschiedenen Standorten in der Hauptstadt Conakry sowie im Landesinnern.

Seit Tagen versetzen Schüsse aus automatischen Waffen die Bevölkerung in Panik, es gibt auch Berichte über Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung.

Heute haben Soldaten die Brücke des 8. November in Conakry besetzt und damit das auf der Halbinsel Kaloum gelegene Stadtzentrum abgeschnitten. Die in Kaloum festsitzenden Bewohner und Berufstätigen sitzen damit in der Falle einer immer enthemmter auftretenden Soldateska.

Ein Hauptgrund für die Revolte von einem Großteil des Militärs sind ausstehende Lohnzahlungen sowie seit Jahren geforderte Bevörderungen.

Gestern und heute wurden verschiedene Villen von Generälen geplündert und teilweise zerstört.

Befürchtet wird eine ähnliche Entwicklung wie 1996 als Soldaten den diktatorisch regierenden General Conté in seinem Regierungssitz stundenlang beschossen haben und ihn dann nach seiner gefangennahme zu umfangreichen Zugeständnissen zwangen. Nur wenige Tage nach seiner Freilassung, rächte sich Conté damals mit drakonischen Haftstrafen und umfangreichen Represseionen. In der Folge der Unruhen von 1996 gab es viele Tote und Verletzte und viele Geschäfte und Privathäuser, insbesondere der libanesischen Minderheit wurden geplündert und zerstört.

Bonne chance a la Guinée!
www.guineenews.org

Kommentar: Und trotz dieser Situation ist der Abschiebestopp nach Guinea, den Hamburg für kurze Zeit erlassen hatte, wieder aufgehoben worden, und Guinea nimmt auch aus andern Ländern (u.a. von den Kanaren und von Schiffen vor der westafrikanischen Küste) Flüchtlinge zurück - für Geld von der EU, mit dem der korrupte Präsident Lansana Conté sein Militär bezahlen kann, damit es ihn nicht auch noch im Stich lässt und sein von der Mehrheit der Bevölkerung geforderter Rücktritt unvermeidlich wird.

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