Übersetzung von einem Brief eines afrikanischen Einwanderers an die spanische Gesellschaft:
Damen und Herren der spanischen Gesellschaft, Worte könnten nicht vermitteln, was ich in diesem Moment empfinde, indem man mich mit Gewalt gezwungen hat dahin zurück zu kehren, von wo ich gekommen bin ! Es hat mir noch nicht mal möglich gemacht Ihnen zu sagen, was mich bewogen hat diese lange und mühevolle Reise anzutreten, in der viele meiner Unglückskameraden gestorben sind.
Übersetzung der Mitteilung des Nationalen Sekretariats von Annahj Addimocrati (Demokratischer Weg), Rabat, vom 5.10.2005 zu den jüngsten Ereignissen betreffend Menschen von südlich der Sahara in Ceuta und Melilla (aus dem Französischen)
- Wir wehren uns dagegen, dass unser Land in einen Söldnerstaat verwandelt wird.
- Wir zeigen an und beklagen den Tod von 12 Menschen südlich der Sahara, die vor kurzem vom Norden Marokkos in die Wüste von Béchar abgeschoben wurden.
• „Seit Jahrzehnten gehören…Körperverletzung und Tod durch rassistische Angriffe der Polizei und Neonazis, zum Alltag der MigrantInnen und Flüchtlingen in Deutschland.“
• „Wir haben es satt, ständig auf die unerträglichen Zustände, die Kontinuitäten des Kolonialismus aufweisen, hinzuweisen“.
“Amerikanischen Panzerverbände haben deutlich mehr Geschmack bewiesen!“
Detmold. Unter dem Motto: "Abschiebungen stoppen!“ haben am 3. Oktober über 60 Angehörige aus Flüchtlingsinitiativen das Hermannsdenkmal "symbolisch besetzt". Gegen 14 Uhr entrollten sie ein 15 Meter langes Transparent über den Sockel des Denkmals.
Das "Bündnis gegen Abschiebungen OWL", das zu der Aktion aufgerufen hatte, nahm in einem an die zahlreichen BesucherInnen verteilten Flugblatt auf das Datum der "symbolischen Besetzung" Bezug: "Der 3. Oktober - der Tag der deutschen Einheit - ist zu einem verhängnisvollen Tag für die Menschen ohne deutschen Pass geworden. Sie sind von dieser Einheit ausgeschlossen. Seit Öffnung der innerdeutschen Grenze werden die Außengrenzen für Flüchtlinge abgeschottet", heißt es dort.
Pressemitteilung - Über 80 Schüler, Lehrer und Eltern protestieren im Weseler Rathaus gegen die Abschiebeandrohung der kurdischen Familie Erkil
Offener Brief an die Verantwortlichen der Stadt Wesel
Protestaktionen des Initiativkreises in Planung
Gegen 15 Uhr versammelten sich heute über 80 Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Lehrerinnen, um gegen die am 12.09.05 schriftlich erfolgte Abschiebeandrohung an die kurdische Familie Erkil durch die Kreisausländerbehörde zu protestieren.
Der folgende Text gibt den Schluß des Artikels wieder.
In diesen Tagen der Artikelfertigstellung wird weltweit bekannt, dass in Niger eine akute Hungersnot gewaltigen Ausmaßes herrscht. Sie hatte sich seit langem angebahnt, aber es heißt, die Öffentlichkeit habe sie vorher nicht wahrnehmen wollen. Deswegen laufen erst jetzt die ersten internationalen Hilfsmaßnahmen an, wo es für viele Tausende, vor allem Kleinkinder, bereits zu spät ist. Seit spätestens 2003 bereisen den Niger und andere angrenzenden Staaten Fact-Finding-Missions, Experten und Vertreter Internationaler Organisationen. Ihr explizites Ziel ist es, die Ursachen von Flucht und Migration zu erkunden und Mittel zur Eindämmung der ”irregulären” Wegwanderung zu empfehlen. Der zunehmende Hunger im Niger kann ihnen nicht entgangen sein. Doch in den flüchtlingspolitischen Strategiepapieren der letzten drei Jahre findet man dazu kein Wort. Auch dass Niger das Land ist, dessen Uran-Vorkommen weltweit an dritter Stelle stehen, wird bislang nicht in diesem Kontext diskutiert.
19 verschiedene Flüchtlings-, MigrantInnen- und deutsche antirassistische Gruppen haben zu einem Aktionstag am 9.9. gegen die drastisch ansteigende Zahl von Abschiebungen aufgerufen. Die Proteste vor den Parteizentralen der CDU, SPD, PDS und den Grünen waren erfolgreich und haben eine klare Botschaft an diejenigen, die die Macht haben, ausgesandt: Stopp, Stopp, Stopp!
Flüchtlinge aus Neuburg haben genug von Lageralltag, Entmündigung und Abschiebungen. Am Samstag den 24.9. demonstrierten sie zusammen mit der Karawane München und dem Bayerischen Flüchtlingsrat für „Gerechtigkeit und Fairness“. Anlässlich der Aktionstour gegen Lager kam es in weiteren Städten zu Aktionen gegen das Lagersystem. Ca. 100 Menschen nahmen an der Demonstration teil.
Nach etwas müdem Auftakt vor dem Lager wurde es immer lauter und emotionaler als die Innenstadt der bayrischen Kleinstadt erreicht wurde. Während die Frequenz der „Lager – Abschaffen“ - Rufe höher wurde, erhielten die NeuburgerInnen die erste Ausagabe der „Neubürger Nachrichten“ – sowohl in dem Lokalzeitungsfake als auch in Reden machten die Asylsuchenden der Unterkunft Donauwörthstraße auf ihre Probleme aufmerksam.