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Tausende Studierende demonstrieren an den iranischen Hochschulen

Tausende Studierende demonstrierten am 6. und 7. Dezember in vier Städten des Landes in Gedenken an die Ermordung von drei Studenten bei der Demonstation gegen den Besuch von Präsident Nixon im Jahre 1953 im Iran. Es war der Antrittsbesuch bei dem blutrünstigen Schah von Persien, den die USA an die Macht gebracht hatten, nachdem der erste demokratische Präsident des Landes vom CIA umgebracht wurde. (Hintergrundinfo hier)

'keyhan landan' von mazdak
Bild aus http://www.kayhanlondon.com/main_page.html.

Die Demonstrationen innerhalb des Campus der Universitäten zeigen, dass die Studierenden trotz des Terrors der Mullahs und der Propaganda duch die USA die toten von 1953 nicht vergessen haben. Mit roten Plakaten demonstrieren sie für eine alternative zu der Islamischen Republik und zu dem US-Imperialismus. Auf den Transparenten skandalisierten sie die Situation der Universitäten: "3 Selbstmorde, 2 Tote, 1 Mord - das ist die Situation der Unis in Teheran!" (Plakat ganz rechts)oder "Die Studentenbewegung kämpft solidarisch mit der ArbeiterInnenbewegung und mit der Frauenbewegung" (3. Plakat von links) oder "Feiheit - Gleichheit" (2. Plakat von rechts).

'Teheran 7. Dezember 2006' von azadi

'Teheran 7. Dezember 2006' von azadi
'ahmadinijad' von azadi

Sie protestierten gegen den "hohen" Besuch mit den Parolen "Lügner - hau ab!", "Studenten sterben - aber sie unterwerfen sich nicht!", "Mahmood Ahmadinedschad - Ursache der Korruption und Ausgrenzung", "Miliz verschwinde!" und "Tod dem Diktator!".

Mehr Bilder und Informationen in Farsi und auf der Internseite der Zeitungen Nimrooz und Keyhan (London)

'nimrooz' von mazdak
Bild aus aus http://www.nimrooz.com/pdf/01.pdf

Hintergrund:

Im Jahre 1951 wurde Dr. Mohammad Mossadegh vom iraischen Volk zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Tatsache, dass eine seiner ersten Regierungshandlungen die Enteignung, bzw. Verstaatlichung der AIOC (Anglo-Iranian-Oil-Company) war, welche zu dieser Zeit lediglich eine obligatorische Konzessionsgebühr von 8 % ihres Umsatzes an das Kaiserhaus des damaligen Iran zahlte und zu dieser Zeit 259.000 QKM Erdölfläche mit rund 300 Erdölförderanlagen in Betrieb hatte und unter anderem die damals weltweit größte Ölraffinerie in Abadan am Persischen Golf mit einer eigenen Polizeitruppe kontrollierte, war wohl der Hauptgrund dafür, dass der imperialistische Staatsstreich nicht lange auf sich warten ließ. Die AIOC förderte in der Zeit von 1914-1950 324 Mio. Tonnen Erdöl und erzielte einen Nettogewinn von $ 5 Mrd. Die iranischen Arbeiter bekamen dagegen bei einem 16 Stunden Arbeitstag ein Entgelt von 21 Rial, das noch nicht mal ausreichte um die eigenen Nahrungskosten zu decken.

Durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Analysen wurde nachgewiesen, dass der amerikanische Geheimdienst CIA für den Putsch verantwortlich war. Die Absetzung des Ministerpräsidenten Dr. Mossadegh sollte eine der ersten Erfahrungen der CIA in Sachen Coup d'etats und der Interventionen in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen anderer Länder sein. Nach dem Sturz von Dr. Mohammad Mossadeghs Regierung, sowie der blutigen Niederschlagung des Volkswiderstands und der erneuten Installierung der Pahlavi - Dynastie, vertreten durch Schah Mohammad Reza Pahlavi, besuchte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Richard Nixon 1953 den Iran um die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu beweisen. Es sollte explizit demonstriert werden, wer hinter dem jungen Schah Mohammad Reza Pahlavi und seinen Kumpanen steht.

Diese eindeutige Demütigung der iranischen Menschen, nahmen die StudentInnen der Teheraner Universität zum Anlass, eine Großdemonstration am 6. Dezember 1953, ausgehend vom Campus der größten Universität der Hauptstadt in den Straßen von Teheran zu organisieren. Es gelang den StudentInnen auch andere Gesellschaftsschichten zu mobilisieren um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen.

Die Polizeikräfte drangen daraufhin in das Universitätsgelände ein und attackierten die StudentInnen. Dabei wurden mehrere Menschen schwer verletzt und drei junge Männer von Polizeikugeln getötet. Seither wurden von allen Generationen der StudentInnen Teheraner Universitäten alljährlich Gedenkfeiern zum 6. Dezember organisiert.

Auch nach den Ereignissen des 6. Dezember 1953, blieben die Universitäten des Iran eine Quelle der Gesellschaftskritik. Kontinuierlich beobachteten, dokumentierten und analysierten StudentInnen in Kooperation mit den unterschiedlichen fortschrittlichen Kräften des Landes, die systematische Ausbeutung der Menschen und des Reichtums des Landes. Ungeachtet der Risiken für ihr eigenes Leben, angetrieben von dem Verlangen gesellschaftliche Gerechtigkeit für alle Teile der iranischen Gesellschaft zu erkämpfen organisierten sie sich im Untergrund und nutzten jede Gelegenheit ihre Erkenntnisse zu verbreiten.

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