No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Kundgebung vor der Malischen Botschaft gegen die Kollaboration mit dem Abschiebe-Regime

Tuesday, January 31, 2017 - 14:00 to 16:45

Wir sind Malier_innen!!! Wir sind Afrikaner_innen !!!!!!
Schluss mit der Abschiebung unserer Brüder und Schwestern und mit der Unterzeichnung von Reisedokumenten für Abschiebungen!!!

Kundgebung am 31.01.2017,
ab 14 Uhr vor der Botschaft von Mali in Berlin,
Kurfürstendamm 72 / Adenauerplatz

Liebe Freundinnen und Freunde,
die Verhältnisse zwingen uns dazu, unser Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, ohne die Politiker_innen, die nur an ihren eigenen Kopf und ihre Brieftasche denken. Sie haben mit unaufhörlichen Lügen unser Vertrauen missbraucht. Unsere malische Staatsführung, der Präsident, der Minister und der Botschafter, sie alle haben uns betrogen. Unser Leben und unsere Ansichten zählen überhaupt nichts für diese Leute. Das einzige, was zählt ist Geld. Sie nutzen uns aus, um ihre eigenen Interessen zu befriedigen. Angesichts von all dem, was in unserem Land passiert, sehen wir uns verpflichtet, uns gegen diese korrupten Führungspersonen zu erheben, die sich „Patriot_innen“ nennen.

Wir rufen alle malischen und afrikanischen Brüder und Schwestern auf zu einer Demonstration am 31. Januar vor der malischen Botschaft.

Die wichtigsten Ziele dieser Demo sind:

– Schluss mit Menschenhandel.

-Rücktritt des Botschafters, ohne wenn und aber!! Schluss mit Abschiebungen!!

Die Gründe sind gerechtfertigt:

1- Sie arbeiten mit den deutschen Behörden zusammen, indem sie Reisedokumente unterschreiben für die Abschiebung unserer Schwestern und Brüder und indem sie Identifizierungen von Personen durchführen, manchmal nur per Telefon. Das alles machen sie für Geld.

2- Wir fordern außerdem vom Regierungschef, dass keine Beamt_innen mehr geschickt werden, die Malier_innen identifizieren, um sie nach Mali abschieben zu können.

3- Wir haben Beweise für die Korruption und die Lügen unserer Staatsführung (Telefonmitschnitte und Zeug_innenaussagen), wir haben auch immer wieder Briefe geschrieben, auf die keine Antwort kam.

4-Wir wollen die Freilassung unserer Brüder und Schwestern, die überall in Deutschland in Gefängnissen sitzen.

5- Wie kann es gehen, dass ein und derselbe Mann gleichzeitig als Botschafter in 11 Ländern eingesetzt ist?

6- Der Botschafter ist nie da für seine Landsleute, die Probleme haben. Nie können wir mit ihm reden, weil er ständig abwesend ist, und er behauptet, er wäre für uns da.

Uns reicht es mit korrupten Führungspersonen, wir wollen Leute, die das Rückgrat haben, NEIN zu den Europäer_innen zu sagen, statt sie anzubetteln. Wir wollen malische Lösungen für malische Probleme.

Die doppelzüngige Politik Deutschlands zeigt sich darin, dass die Regierung einerseits beschlossen hat, noch mehr Soldat_innen für die Militärmission in Mali zu schicken – und gleichzeitig schiebt sie Geflüchtete dorthin ab!

Wir fordern die sofortige Beendigung jeglichen Versuchs, Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und Mali, sowie anderen afrikanischen Ländern, abzuschließen, die sofortige Beendigung des „Valetta-Prozesses“ und Schluss mit Abschiebungen!

Nein zum Menschenhandel mit Migrant_innen!

Was zu viel ist, ist zu viel!!

Die Gruppe Djekafo

Aufruf des transnationalen Netzwerks Afrique-Europe Interact:
Unterstützt die Demo vor der malischen Botschaft am 31. Januar!

Sagen wir NEIN zu Abschiebungen, NEIN zu Rückübernahmeabkommen, NEIN zum
„Valetta-Prozess“!

Afrique-Europe Interact lädt euch ein, die von malischen Aktivist_innen
initiierte Demonstration zu unterstützen:

Kundgebung am 31.01.2017,
ab 14 Uhr vor der Botschaft von Mali in Berlin,
Kurfürstendamm 72 / Adenauerplatz

Die Gründe: Seit Sommer 2016 wurden immer mehr Migrant_innen und
Geflüchtete aus Mali von Deutschland und anderen europäischen Ländern
abgeschoben. Bei diesen Abschiebungen kam es zu mehreren Fällen schwerer
Misshandlung von abgeschobenen Personen durch die Polizei. Am 6. Januar
setzten die deutschen Behörden sogar einen Mini-Charterflug ein, um zwei
Männer um jeden Preis nach Mali abzuschieben. All diese Abschiebungen
geschehen mit aktiver Beteiligung der malischen Botschaften, die dafür
Reisedokumente ausstellen. Der malische Staat entsendet sogar
Beamt_innen, die in Europa malische Staatsbürger_innen identifizieren,
um sie abschieben zu können.

All diese Maßnahmen, die eine schwere Bedrohung für in Europa lebende
malische Staatsbürger_innen darstellen, geschehen im Kontext des
sogenannten Valetta-Prozesses, der mit zunehmender Brutalität
vorangetrieben wird – nicht nur, um die Reisewege von afrikanischen
Geflüchteten und Migrant_innen zu schließen, sondern auch, um
Abschiebungen aus Europa massiv zu forcieren.

In diesem Rahmen wurde am 11. Dezember in Bamako ein gemeinsames
Kommuniqué von Abdoulaye Diop, Außenminister Malis, und seinem
niederländischen Amtskollegen Bert Koenders, der als EU-Vertreter in
Mali war, unterzeichnet. Darin bekräftigte die malische Regierung ihre
Bereitschaft, mit der EU in Fragen der Migrationskontrolle und auch bei
Abschiebungen zu kollaborieren. Das Ziel der EU: Gegenüber Mali, ebenso
wie gegenüber anderen afrikanischen Staaten, die Unterzeichnung von
Rückübernahmeabkommen durchzusetzen, die die Abschiebung von
Geflüchteten und Migrant_innen nochmals massiv erleichtern und
beschleunigen werden.

Gegen diese Politik müssen wir auf die Straße gehen – jetzt sofort und
mit vielen Menschen! Sagen wir NEIN zu einer Politik, die die Reisewege
der Migration schließen möchte und die Menschen in der Wüste und im Meer
sterben lässt! Sagen wir NEIN zum Abschiebe-Terror! Sagen wir NEIN zum
Krieg gegen Geflüchtete und Migrant_innen!

Unser Ziel ist es, die Bewegungsfreiheit von Meschen auf der Welt zu
verteidigen. Ebenso wenden wir uns gegen eine Politik, die vorgibt
„Fluchtursachen zu bekämpfen“, aber weiterhin Afrika ausplündert und
rekolonisiert. In diesem Sinne wenden wir uns auch dagegen, dass
sogenannte „Entwicklungshilfe“ für afrikanische Länder immer mehr an die
Bedingung geknüpft wird, die Migrationspolitik der EU aktiv zu
unterstützen.

Stattdessen wollen wir eine gerechte und nachhaltige Entwicklung. Wir
wollen eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Grenzen, wo alle Menschen eine
wirkliche Freiheit haben, zu bleiben oder zu gehen.

In Mali, in Frankreich und auch in Deutschland: Malische Aktivist_innen
und Communities, gemeinsam mit solidarischen Menschen, erheben sich
gegen die Politik der malischen Regierung die sich von der EU erpressen
und korrumpieren lässt. Der Widerstand wächst!

In diesem Sinne wollen wir am 31. Januar gemeinsam vor der Botschaft von
Mali demonstrieren – gegen eine Abschiebepolitik, die nicht nur Mali
alleine betrifft, sondern alle afrikanischen Länder.

www.afrique-europe-interact.net

Local group: 
Language: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Upcoming Events

Events

M T W T F S S
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate