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Auf dem Oranienplatz ist Krieg ausgebrochen

Berlin, 25.8.2014
ein Bericht von Turgay Ulu

Heute gab es Kämpfe auf dem Oranienplatz. Sie begannen am Nachmittag und setzten sich bis in die späten Abendstunden fort. Etwa 15 Personen wurden festgenommen.

Die meisten von uns haben irgendwo am Körper Verletzungen davongetragen, einige unserer Freunde bluteten am Kopf.

Die heutigen Kämpfe waren das Ergebnis der Lügen des Senats. Die Maske des Senats und seiner Verbündeten, die zuerst Toleranz zeigte und positive Entwicklungen versprachen, ist heut gefallen. Alle Flüchtlinge haben eine negative Antwort erhalten: die Orte, wo sie derzeit wohnen, müssen geräumt werden. Gemäß diesem Plan, werden die Flüchtlinge nun auf unterschiedliche Flüchtlingscamps aufgeteilt und von dort abgeschoben.

Nach Erhalt der Briefe beschlossen wir in einem Treffen uns dem zu widersetzen. Wir trafen uns am Oranienplatz. Einer der Flüchtlinge äußerte sogar die Idee Benzin über sich zu gießen und sich anzünden.

Wir besetzten die Hauptstraße vor dem Park. Dort wurden wir von der Polizei angegriffen. Danach begannen wir auf dem Oranienplatz wieder Zelte aufzubauen. Eines der Zelte öffneten wir und setzten uns hinein. Die Polizei wartete eine halbe Stunde, bereitete alles vor und griff uns dann mit aller Härte an. Sie schleppte uns weg und riss die Zelte wieder ab. Wir klammerten uns Arm an Arm. Wir kämpften lange um jeden, der festgenommen werden sollte. Sie begannen mit Tritten und Faustschlägen unsere Körper zu attackieren. Sehr harte Schläge trafen uns.WIr alle wurden an unterschiedlichen Stellen verletzt. Die Bürger, die gegen die Angriffe protestierten, wurden ebenfalls angegriffen.

Bis in die Abendstunden gab es überall am Oranienplatz Kämpfe. Wir demonstrierten gegen die Festnahmen und die Angriffe. Die Demonstration wurde mit Pfefferspray angegriffen.
Alle Dinge, die wir seit dem ersten Treffen mit dem Senat vermuten, werden eins nach dem anderen wahr.

Wir haben gesagt, dass diese Toleranz-Taktik eigentlich ein Abschiebe-Projekt sei. Dass es das Ziel sei, zuererst den Ort unseres Widerstandes zu räumen und nach einiger Zeit die Abschiebung der Flüchtlinge zu organisieren. All das hat sich als wahr herausgestellt.
Die Gruppe derer, die die Abmachung mit dem Senat unterschrieben hatten, sollten abgeschoben werden und kehrten an den Oranienplatz zurück, um mit uns weiter zu protestieren. Die Unterkünfte, die den Flüchtlingen übergangsweise gegeben wurden, werden heute und morgen geräumt. Wir werden unseren Wiederstand am Oranienplatz und in der besetzten Schule fortsetzen, den Abschiebungen zum Trotz.

In Amerika sind unzählige Menschen auf der Straße, weil ein Mensch getötet wurde. Die diskriminierenden Angriffe gegen Flüchlinge aus der Türkei und Syrien nehmen zu, die Angriffe in den anderen Ländern Europas halten an. Sie passieren aus dem selben Grund, wie das Blutvergießen in Gaza und Sindschar. Der Widerstand dagegen wird andauern.

Die Straße ist der einzige Ort, an dem wir diese Probleme lösen können.

Andere Orten werden uns nicht gelassen um zu leben und frei zu sein.

Auf den Straßen, den Bergen und in den Fabriken wird der Widerstand weitergehen.

Es lebe die Menschlichkeit und der kollektive Kampf

25.8.2014
Turgay ulu
Berlin

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
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: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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