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ALARM - 4.9. 2012 Sammelabschiebung nach Belgrad, ab Düsseldorf Airport

Tuesday, September 4, 2012 - 09:13 to 15:13

Der nächste vorraussichtliche Abschiebe-Termin ist der Dienstag, der 04.09. 2012 - warnt Betroffene, organisiert Widerstand und Protest und kommt an diesem Tag zu den Aktionen am Flughafen!

Trotz Rostock-Lichtenhagen: Sammelabschiebung von Roma

Rostock - Von Sonntagsreden, Abschaffung des Asylrechts und Abschiebungen

Während die Politiker_innen vor der Kamera ihre betroffenen Sonntagsreden zu den Progromen in Rostock halten, dabei das Wort Progrom nicht in den Mund nehmen wollen und sich vor Gedenktafeln fürchten, arbeiten sie hinter den Kameras unverblühmt weiter an ihren rassistischen Abschiebungen.

(Infos zu den Mahntafeln: http://www.foerdervereinroma.de/romaffm/rostock.htm
Infos zu Rostock: http://rassismus-toetet.de/)

In perfider Weise werden wieder Menschen aus ihrem Leben gerissen, manche leben seit genau jenen 20 Jahren in der BRD oder sind zu der Zeit der Progrome hier in Deutschland geboren worden. Trotzdem will die Politik sie gewaltsam in ein anderes Land schaffen - abschieben.

An der rassistischen Politik hat sich nichts geändert, sie ist höchstens leiser, unauffälliger von außen schwerer wahrnehmbar geworden. Die Progrome in Rostock, Hoyerswerda, Mölln und anderen Städten wurden unverblümt genutzt, um eine rassistische Gesetzesänderung durchzudrücken - die faktische Abschaffung des Asylrechts 1993. (http://www.mfh-bochum.de/Hintergrund/faktische-abschaffung-asylrecht.htm)

Damals wie heute werden die Betoffenen außen vor gelassen, nicht gefragt oder als eigentlich Schuldige dargestellt. Die ZAST (Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge) in Rostock-Lichtenhagen war damals schon überbelegt, statt einer Lösung wurden die Betroffenen, unter ihnen viele Roma aus Rumänien alleine gelassen, mussten ohne Zelte, Waschgelegenheiten oder Essen vor der ZAST kampieren. Politsch gewollte stereotype Bilder wurden produziert und anschließend für die Abschiebung der Menschen und die faktische Abschaffung des Asylrechts benutzt. Die Progrome kamen da wie gerufen.

Und die menschenverachtende Abschiebungsmaschine läuft weiter. Heute wie damals, von Verantwortung keine Spur. In einem kapitalistischen System braucht die Nation eine Spaltung der Gesellschaft, in die einen und die "Anderen". Während die einen angeblich dazu gehören, können die "Anderen" ausgegrenzt und stimatisiert werden. Um Menschen geht es hierbei nicht.

Widerstand der Roma:
Während dem NoborderCamp gab es eine starke Demonstration des Roma-Bündnis YAG BARI .http://alle-bleiben.info/news/info-news101.htm
http://alle-bleiben.info/news/info-news102.htm

Vielfältiger Protest - trotz Urlaubszeit ?!

Bisher gab es immer Proteste am Flughafen Düsseldorf. Aufgrund von Urlaub und Krankheit sieht es diesmal dünn aus. Aber ob am Flughafen, vor den lokalen Ausländerbehörden oder in der Innenstadt. Protest kann vielfältig sein und wer weiß, ob es nicht doch noch spontane Proteste geben wird?!

Seid kreativ, seid aktiv, organisiert euch in Bezugsgruppen und kommt selbstständig zum Flughafen oder tragt den Protest in euer Stadt,vielleicht habt ihr eigene Ankündigungen, die ihr machen wollt? Mailt uns!

Transparente an Brücken, Besuche bei Air Berlin, Beobachtung der lokalen Ausländerberhörde, es gibt viele Möglichkeiten.

Und natürlich freut sich bestimmt auch der Flughafen Düsseldorf immer wieder über lautstarke Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit bezüglich Abschiebungen.

Deshalb kommt auch diesemal und zeigt eure Wut und Trauer:

Der Flug startet voraussichtlich um ca. 12 Uhr, nicht einsehbar vom Gate "F",einem unscheinbaren Gebäude zwischen Feuerwehr und Tor 36 gelegen.
http://www.duesseldorf-international.de/dus/lageplaene

Im Abflugterminal B befinden sich die Urlaubsschalter von AirBerlin.

Am Flughafen Düsseldorf hat es immer wieder kleinere und auch größere Demonstrationen gegeben, Flughafenbetreiber und Polizei reagieren dabei von betont gelassen bis nervös, zuviel Öffentlichkeit ist ihnen gar nicht recht. Ebenso verhält es sich mit Air Berlin, eine der Hauptfluggesellschaften die derzeit Charterabschiebungen im Auftrag von FRONTEX durchführt.

Sollte es Berichte von Aktionen geben freuen wir uns über die links und setzen sie gerne auf die Homepage, schreibt an abschiebestop [at] riseup.net

Mit solidarischen abschiebefeindlichen Grüßen

abschiebestop! düsseldorf

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