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Die Nigerianische Mutter Frau Claudia Omoroghomwan kämpft weiter gegen den Vogtlandkreis

The VOICE (Refugee) Forum Berlin
Berlin, den 31.01.2011

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Pressermitteilung des THE VOICE Refugee Forum

Die Nigerianische Mutter Frau Claudia Omoroghomwan kämpft weiter gegen den Vogtlandkreis

Wir rufen auf zur Solidarität und zur Prozessbeobachtung im Landgericht Zwickau, Platz der Deutschen Einheit 1, Raum 241 (erste Etage) am Donnerstag den 03.02.2011 um 13.00 Uhr.

Noch ein weiteres Mal muss die nigerianische Mutter, Frau Claudia Omoroghomwan, sich vor einen Richter stellen. Dieses Mal wie in den anderen Fällen, um gegen ihre Kriminalisierung zu kämpfen. Im Oktober 2010 wurde vom Amtsgericht Auerbach eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten gegen sie verhängt, weil das Jugendamt behauptete, sie habe ihren Neffen, Kelvin, entführen wollen (siehe Bericht: http://www.thevoiceforum.org/node/1738). Der Neffe und Bruder dreier bei ihr lebenden Mädchen, für die sie seit dem Tod der Eltern sorgt, lebt in einem Kinderheim im Vogtlandkreis. Die Möglichkeit, ihn in Ruhe zu besuchen, war ihr in den letzten Jahren durch das Jugendamt vereitelt worden. Von Anfang an begegnete man Frau Omoroghomwan, die sich aufgrund der verwandtschaftlichen Beziehung für Kelvin verantwortlich fühlte, mit Misstrauen und Unterstellungen.

In der Urteilsbegründung vom Oktober wurde eine Reihe von Vorstrafen als strafverschärfend angeführt – offensichtlich um Frau Omoroghomwans „Hang zur Kriminalität“ zu belegen. Es handelt sich dabei durchwegs um Strafen, die mit ihrem Status als Ausländerin oder Flüchtling zur tun haben, darunter auch Verurteilungen wegen Verstößen gegen das diskriminierende und rassistische Residenzpflichtgesetz – Delikte also, die Deutsche gar nicht begehen könnten. Frau Omoroghomwan legte Widerspruch gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Auerbach beim Landgericht Zwickau ein. Am 03.02.2011 wird der Berufungsprozess stattfinden.

Ein andere Gefängnisstrafe von 7 Monaten wurde wiederum vor kurzem gegen die Familienmutter verhängt - dieses Mal, weil das Jugendamt behauptete sie habe Körperverletzung bei einem ihrer Kinder begangen. Das betroffene Kind bestreitet diese Anschuldigung gegen die Mutter, auch vor einem Richter. Dieses Kind ist eines der Kinder, die im Mai 2008 von der deutschen Polizei brutalisiert und vom Jugendamt gegen ihren Willen und den ihrer Mutter in ein Kinderheim eingesperrt wurden (siehe: http://thevoiceforum.org/node/819 und http://thevoiceforum.org/node/949).

All dies zielt darauf ab, Frau Omoroghomwam zu kriminalisieren und eine Möglichkeit zu schaffen, ihr die Kinder zu entziehen - mit der Begründung, dass sie nicht in der Lage sei, sich um sie zu kümmern. Das Jugendamt versucht den Kindern das Gefühl der Unsicherheit zu geben, wenn sie bei ihr seien. Ihr Neffe hatte bereits geäußert, dass er enttäuscht ist, da sie ihn nicht beschützen könne.
Zudem zeugt sowohl das Verhalten des Jugendamts gegenüber der Familie als auch des Gerichts von Ignoranz gegenüber anderen Auffassungen der Bedeutung von Familie bei einem anderen kulturellen Hintergrund. Darüber hinaus scheint es dem Jugendamt darum zu gehen, Kelvin nicht nur von der Familie abzuschirmen und zu entfremden, sondern auch von seinen afrikanischen Wurzeln. Das Verhalten der Behörden des Vogtlandkreises gegenüber seinen Schwestern im Jahr 2008 sprach eine ähnliche Sprache.

Wir rufen auf zur Solidarität und zur Prozessbeobachtung im Landgericht Zwickau, Platz der Deutschen Einheit 1, Zimmer 241 (erste Etage) am Donnerstag den 03.02.2011 um 13.00 Uhr.

In Solidarität mit der Familie Omoroghomwan fordern wir:

1. Ein Ende der Kriminalisierung Claudia Omoroghomwans
2. Die Anerkennung der Rolle der verwandtschaftlichen Beziehungen.
3. Claudia Omoroghomwan das volle Sorgerecht für die bei ihr lebenden Kinder durch das Plauener Gericht zuzusprechen.
4. Die Möglichkeit der Wahrnehmung öffentlicher und sozialer Fürsorge ohne Diskriminierung und Kontrolle.
5. Die Freiheit sich überall niederzulassen wie jeder deutsche Bürger.
6. Das Bleiberecht für Claudia Omoroghomwan, welches durch die deutsche Staatsbürgerschaft ihres Sohns begründet ist, der am 6. November 2008 in Plauen geboren ist.

Für mehr Info:

Kontakt: Mbolo Yufanyi: The VOICE Berlin: +49(0)170/8788124

Weitere Informationen über Claudia Omoroghomwan unter:
http://thevoiceforum.org/search/node/Claudia+Omoroghomwan

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The VOICE (Refugee) Forum Berlin
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Handy:+49 (0)170/8788124
E- mail: the_voice_berlin@gmx.de
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