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Menschenkette gegen die Abschiebung der afghanischen Flüchtlinge

By azadi, 18 February, 2007
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Aufruf zum Download


Hamburger Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer

und Eltern rufen auf zur

Menschenkette um die Binnenalster

am Montag, den 19. Februar, um 15.00 Uhr

Treffpunkt am Jungfernstieg, Alsteranleger

Wir stehen zusammen gegen die Abschiebung

der afghanischen Flüchtlinge!

Während die Bundesregierung beschließt,

Kampfflugzeuge nach Afghanistan zu schicken,

hält der Innensenator Udo Nagel trotz der kritischen

und unsicheren Lage an den Abschiebeplänen

für über 100 Familien nach Afghanistan

fest. Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, mangelnde

Gesundheitsversorgung, Hunger und Bürgerkrieg

erwarten die Familien in Afghanistan, die

hier in Hamburg seit mehreren Jahren leben und

integriert sind.

Der Innensenator Udo Nagel und Ole von Beust

als Verantwortlicher für die Hamburger Politik

haben bisher die breiten Proteste von Schülerinnen

und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern

und Eltern ignoriert, die in Petitionen, Briefen,

Unterschriftenaktionen und Demonstrationen ihre

Forderung nach einem Abschiebestopp und Bleiberecht

für die afghanischen Flüchtlinge deutlich

gemacht haben.

Wenn Udo Nagel und Ole von Beust an der Abschiebung

festhalten, machen sie sich mitschuldig

an der Zerstörung der Zukunftsperspektiven

der Kinder und Jugendlichen, die viele Jahre

hier in Hamburg aufgewachsen und teilweise

hier geboren sind!

Udo Nagel und Ole von Beust müssen das Urteil

des Hamburger Verwaltungsgericht vom 16.

Januar 2007 zur Kenntnis nehmen, das die

Hamburger Behörde auffordert, die Abschiebung

einer afghanischen Familie auszusetzen

aufgrund der „extremen Gefahrenlage wegen

Mangel an Wohnraum, Nahrungsmitteln und Gesundheitsversorgung“ (21 AE 1119/06)!

Mit dieser Menschenkette möchten wir deutlich

machen, dass wir eine Abschiebung unserer

Mitschülerinnen und Mitschüler, unserer

Freundinnen und Freunde, unserer Nachbarn,

Kolleginnen und Kollegen nicht hinnehmen.

„Wir sollen nun wieder in das Land zurück, das

keinerlei Sicherheit bietet, in ein Land, das für

uns nichts anderes als den Tod bietet.“, erklärte

der Schüler Omid Sadeghi. „Seit Tagen kann

keiner in unserer Familie ruhig schlafen. Die

Angst, wieder dem Elend in Afghanistan gegenüber

zu stehen, lässt uns keine Minute in Ruhe.

Über uns wird einfach so entschieden, als wären

wir ein Haufen Nichts.“

Wir möchten, dass die Hoffnungen und Wünsche

von Omid, die er stellvertretend für alle Betroffenen

äußert, wahr werden.

“Die Heimat eines Menschen ist dort, wo er sich

am wohlsten fühlt, dort, wo er etwas zu seiner

Gesellschaft beitragen kann. Unsere Freunde,

Lehrer und Mitmenschen gaben uns mit ihrer

Hilfsbereitschaft das Gefühl, dass unsere Heimat

genau hier in Hamburg liegt. Unsere Zukunft

liegt hier und wir möchten auch zu denen gehören,

die uns dieses Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit

und Menschlichkeit gegeben haben. Wir

hoffen, dass die letzten fünf Jahre nicht ein

Traum waren, sondern weiter gehen“

Veranstalter: GEW-Bleiberechtsausschuss

Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg , bleiberecht-gewhh@gmx.de ViSdP: Karin Haas u. Marie-D. Vernhes

Location:
Hamburg Jungfernstieg, Alsteranleger
Local group
Hamburg

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