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Zwischen Oujda und Dakar - Das europäische Grenzregime in Nord-und Westafrika und der Widerstand dagegen

By azadi, 8 December, 2010

Film & Diskussion
*
Sa 18.Dezember | 19.30 Uhr | Haus Eckstein*
Burgstraße 1-3, Nürnberg

*So 19.Dezember | 19 Uhr | Bayerischer Flüchtlingsrat*
Augsburgerstraße 13, München

mit Miriam Edding und Hans Georg Eberl

Die europäische Flüchtlingspolitik verfolgt seit mehreren Jahren ein
neues Ziel: MigrantInnen sollen schon in den Transitländern wie Marokko und dem Senegal aufgehalten werden, ohne je die EU-Außengrenzen zu erreichen. Mit unserer Veranstaltung beleuchten wir die dramatische Situation von MigrantInnen in Nord- und Westafrika, die Verantwortung der europäischen Länder dafür und den Widerstand dagegen.

Zum Einstieg zeigen wir den Kurzfilm "Ein Traum von Europa" von Steffen Weber. Es folgen zwei Vorträge.

*
Die Situation Subsaharischer MigrantInnen in Marokko*
mit Miriam Edding

Derzeit werden Verhandlungen über ein Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und Marokko geführt.Vor dem Hintergrund der Situation in Marokko ein Skandal: Deportationen von MigrantInnen in algerische Grenzgebiete, Razzien, Verhaftungen, Rechtlosigkeit und Polizeigewalt sind in Marokko bitterer Flüchtlingsalltag. Mitverantwortlich dafür ist die europäische Abschottungspolitik. Im Herbst 2005 waren beim Ansturm mehrerer hundert MigrantInnen auf die spanischen Exklaven mindestens 11 Menschen getötet worden. Die Auswirkungen der EU-Migrationspolitik, die aktuelle Situation von Flüchtlingen und der Widerstand in Marokko sind Thema des Vortrags.

*
Das WSF und der migrantische Widerstand in Nord- und Westafrika*
mit Hans-Georg Eberl

Vom 6. bis zum 11. Februar 2011 findet in Dakar (Senegal) das zehnte
Weltsozialforum (WSF) statt.Der Fokus dieses WSF liegt auf dem Thema
Migration. Das europäische Grenzregime wirkt sich bis in den Senegal
aus: durch Verträge mit nord und westafrikanischen Staaten wird die
EU-Außengrenze immer weiter nach Süden verschoben, so dass viele
Menschen bereits im Nordsenegal ein Boot mit Ziel Europa besteigen
müssen. Doch es regt sich Widerstand: Von Marokko über Mauretanien bis zum Senegal organisieren sich MigrantInnen.
Abschiebeabkommen mit der EU konnten so verhindert werden. Die Proteste werden sich Anfang 2011 in einer Tour für Flüchtlingsrechte von Yaounde (Kamerun) über Bamako (Mali) bis nach Dakar zum WSF bündeln.

Wir freuen uns daher sehr, dass wir Miriam Edding und Hans-Georg-Eberl als ReferentInnen gewinnen konnten und freuen uns auf einen anregenden Abend.

*Miriam Edding*
arbeitet für die Stiftung :do seit Jahren eng mit der marokkanischen Menschenrechtsorganisation ABCDS zusammen und wird als Teilnehmerin der internationalen Konferenz "5 Jahre Ceuta und Melilla, 5 Jahre Frontex", die im Oktober in Oujda (Marokko) stattfand, Bilanz ziehen.

*Hans Georg Eberl*
ist langjähriger Aktivist der Karawane München http://www.carava.net
und berichtet von der migrantischen Selbstorganisation in Nord- und Westafrika und der Tour zum Weltsozialforum, an deren Vorbereitung er beteiligt ist.

*
**Veranstaltet von:*
KARWANE, Bayerischer Flüchtlingsrat & HINTERLAND REDAKTION

www.carava.net
www.fluechtlingsrat-bayern.de

www.hinterland-magazin.de

*In Kooperation mit:*
Petra Kelly Stiftung
Bayerisches Bildungswerk für Demokratie und Ökologie in der
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

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