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Togo: die Macht bleibt vermutlich in der Familie

By markus, 21 April, 2005

Am Sonntag den 24. April finden in Togo Wahlen statt:

Presseerklärung der Norddeutschen Mission zur aktuellen Situation zum Download

Artikel aus Der Standard: 19. April 2005 15:00

Analyse: Die Macht bleibt vermutlich in der Familie
Kritiker halten Sieg des Sohnes des früheren Präsidenten für ausgemacht -
Blutiger Wahlkampf

Lomé/Togo - Es gibt nicht viele Staaten, die keine Monarchien sind, aber dennoch erst den Vater und dann den Sohn zum Präsidenten haben. Die USA und Kongo gehören dazu, und vermutlich schon bald auch Togo.
Die Wahl am Sonntag (24. April) ist für den kleinen
westafrikanischen Staat ein großes Ereignis, denn er wurde fast vier Jahrzehnte lang vom selben Herrscher regiert. Einen Machtwechsel wird es sicher geben, denn der Interimspräsident zählt nicht zu den Kandidaten - aber viele halten es für ausgemacht, dass die Macht zumindest in der Familie des gestorbenen Präsidenten
Gnassingbé Eyadéma bleibt.

Selbstverständlich ist es nicht, dass es überhaupt eine Wahl geben wird. Denn gleich nach dem Tod Eyadémas versuchte das ihm ergebene Militär die Machtübernahme durch dessen Sohn Fauré Gnassingbé zu inszenieren. Die Namen klingen verwirrend, aber es kommt in Afrika häufig vor, dass der Sohn den Vornamen des Vaters als Nachnamen hat. Mit Hilfe eines französischen Strippenziehers wurde die Verfassung schnell zurechtgebogen, um den Wechsel von Vater zu Sohn
nachträglich zu legitimieren.

Putsch

Das war der Afrikanischen Union dann doch zu viel. Sie nannte das Ganze einen Putsch und forderte unter Androhung von Sanktionen, dass es Wahlen geben müsse. Mit Erfolg. Zum ersten Mal seit seiner Gründung
schien es dem afrikanischen Staatenbund gelungen, einen
Staatsstreich auf dem Kontinent wieder rückgängig zu machen.

Kritiker meinen allerdings, dass die anstehende Wahl kaum mehr als ein demokratisches Feigenblatt für die faktisch längst besiegelte Machtübernahme durch Gnassingbé junior sei. In den Straßen der Hauptstadt
Lomé sind fast ausschließlich Plakate zu sehen, die den
gedrungenen 38-Jährigen zeigen, der Wirtschaft studiert hat und zuletzt Minister in der Regierung seines Vaters war. Der staatliche Rundfunk berichtete seit Wochen über ihn, als sei er nicht nur Kandidat, sondern längst Wahlsieger, und auch die private Präsidentenmaschine stand ihm weiter zur Verfügung.

Sohn des "Alten"

Die Oppositionsführer sind während der langen Amtszeit von Eyadema alt und grau geworden. Der charismatische Parteichef Gilchrist Olympio, Sohn des ersten Präsidenten, darf nicht antreten, weil er im Exil
lebt. Also einigten sich mehrere Parteien auf Bob
Akitani, einen Veteranen weit über 70. Das macht es der Regierungspartei noch etwas leichter, denn so kann sie den Sohn des "Alten", wie Eyadéma in Togo genannt wird, als die junge, moderne Alternative empfehlen.

Viele Togoleser sehen die Wahl mit Skepsis - Wahlfälschung hat in Togo schließlich Tradition. Schon am Wochenende vor der Wahl kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Unterstützern beider Seiten, bei denen mehrere Menschen getötet wurden. Die Europäische Union (EU) hat auf die Entsendung von Wahlbeobachtern verzichtet. (APA/dpa)

© derStandard.at

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