Noch immer bombardiert das türkische Militär kurdische Siedlungsgebiete, zwingt das Volk zu Flucht und Migration, zündet Wälder an, nutzt im Kampf gegen die kurdischen Guerilla-Einheiten chemische Waffen und exekutiert Menschen.
Noch immer schänden türkische militaristische Kräfte die Gräber von Kurden, töten Kinder, lassen unschuldige Menschen in Kerkern vor sich hinvegetieren, verfolgen gewählte kurdische Politiker und ermorden kurdische und türkische Intellektuelle.
Noch immer verbündet sich die türkische Regierung mit antidemokratischen Kräften im Mittleren Osten und trägt so zu der Niederstechung der mittelöstlichen Völker bei, führt ihre schmutzigen Spiele fort, damit ihr oligarchischer und theokratischer Verwaltungsstab entgegen jeglicher Freiheits- und Demokratiealternativen auf den Beinen bleibt.
Noch immer treten internationale Kräfte, die diese imperiale und zerstörerische Politik des türkischen Staats unterstützen, universelles Recht, Demokratie und Freiheiten, vor allem die Meinungsfreiheit, mit Füßen.
Der türkische Staat beharrt auf Krieg!
Die Türkei behaart auch 2007 noch auf ihrem schmutzigen Krieg gegen das kurdische Volk. Obwohl auf Seiten der Kurdinnen der kurdische Volkskongress Kongra-Gel einen einseitigen Waffenstillstand erklärt hat, um den Frieden eine weitere Chance zu geben, führt der türkische Staat seine militärischen Operationen mit mehreren Hunderttausend Streitkräften ununterbrochen fort. Indem das türkische Militär Todeszüge in die von Kurdinnen bewohnten Gebiete der Türkei unternimmt und die Prinzipien von Demokratie und Geschwisterlichkeit bis zum Ende mit Füßen tritt, zeigt es der Weltöffentlichkeit ein weiteres Mal, dass es auf dem Krieg beharrt.
Deutschland und Frankreich müssen ihre Operationen gegen Kurden stoppen!
Eine Türkei, die kein Problem damit hat, internationale Menschenrechtsabkommen mit Füßen zu treten, zu unterstützen und polizeiliche Operationen gegen Kurdinnen zu führen, bedeutet zugleich auch eine Unterstützung für Massenmörder und Henker von Kurdinnen.
Frankreich und Deutschland haben mit einer neuen Verfolgungswelle kurdische Politiker nach Razzien verhaftet, welche in ihrer Heimat keinerlei Sicherheit besitzen und auf systematische Weise Unterdrückung, Verfolgung und Folter ausgesetzt worden sind. Frankreich und Deutschland haben bei dieser neuen Repressionswelle gar eigenes Recht verletzt.
Deutschland und Frankreich sollten sich von derartigen Verfolgungspraktiken distanzieren. Die inhaftierten kurdischen Politiker müssen sofort freigelassen werden. Universelle Menschenrechte, Gesetze und Normen sowie Gerechtigkeit müssen auch für Kurdinnen gelten.
Die Kurdinnen als größtes Volk ohne eigenen Staat wollen Gerechtigkeit!
Frankreich und Deutschland sollten nicht für Krieg, sondern für Frieden agieren. Diese beiden europäischen Staaten sollten darauf verzichten, die innerhalb ihrer Grenzen lebenden Kurdinnen zu kriminalisieren und deren gerechte Sache für Frieden und Gerechtigkeit zu beschmutzen.
YEK-KOM e.V.
Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland
Februar 2007 Düsseldorf
Düsseldorfer HBF
24. Februar 2007 - 14:00Uhr
Düsseldorf - HBF