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Alain Nkurunziza - Prozeß wegen Residenzpflicht 10.12. in Braunschweig

By rafa, 25 November, 2012

https://thecaravan.org/node/3580

Aufruf zur öffentlichen Prozessbeobachtung

Montag, 10. Dezember 2012 (UN-Menschenrechtstag)
Landgericht Braunschweig, Münzstrasse 17, 38100 Braunschweig
Treffpunkt: Landgericht 10.30 Uhr Prozessbeginn 11.00 Uhr

Alain Nkurunziza, Kriegsflüchtling aus Burundi, wehrt sich gegen die Strafverfolgung wegen sogenannten Verstoß gegen die Residenzpflicht.
150 Euro Strafe plus 60 Euro Verwaltungsgebühren soll Herr Nkurunziza an die Staatskasse bezahlen, weil er ohne Passierschein der Ausländerbehörde Wolfsburg im April 2011 in Frankfurt am Main kontrolliert wurde – eine der typischen rassistischen Kontrollen in Deutschland, wobei das äußere Erscheinungsbild Auswahlkriterium ist.

Alain Nkurunziza legte Widerspruch ein und erklärte vor dem Amtsgericht Wolfsburg, dass die Beschränkung der Bewegungsfreiheit mittels der Residenzpflicht nicht richtig ist, und dass er keine Strafe für sein Recht auf Bewegungsfreiheit annehmen kann. Er versuchte auch zu erklären, dass die Ausländerbehörde manchmal Genehmigungen zum vorrübergehenden Verlassen des Landkreises erteilt und manchmal nicht. Bei der besagten Kontrolle in Frankfurt hatte er eine Genehmigung, die schon einige Tage abgelaufen war. Aufgrund einer Erkrankung war er länger in Frankfurt geblieben, erklärte er dem Gericht. Das Gericht hielt den Strafbefehl aufrecht, Alain Nkurunziza widersprach und der Fall findet jetzt vor dem Landgericht Braunschweig statt.

Hintergrund:
Alain Nkurunziza ist als Jugendlicher Opfer des Kriegs in seiner Heimat geworden. Er hat seine Familie verloren. Er selbst wurde entführt und zu militärischen Hilfsdiensten gezwungen. Er war inhaftiert und konnte schließlich fliehen. Neunzehn Jahre alt war er, als er schwer traumatisiert nach Deutschland kam. Dort wurde sein Asylgesuch als offensichtlich unbegründet umgehend vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt und die zweite Traumatisierung begann. Alain Nkurunziza lebt seit 2007 in Lagern in Niedersachsen, aktuell in Fallersleben/Wolfsburg, mit dem Status der Duldung unter der Drohung der Abschiebung. Alain Nkurunziza ist aktiv in einer professionellen Trommelgruppe aus Burundi, deren Mitglieder verstreut über Deutschland leben. Um an der kulturellen Arbeit teilzunehmen, muss er häufig quer durch Deutschland reisen. Die Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben seiner Comunity sind aktuell der einzige Schutz vor dem Wahnsinn und der Depression im deutschen Lager-System.

Wir rufen zur öffentlichen Prozessbeobachtung und zur Solidarität auf.
Bewegungsfreiheit ist Menschenrecht – Residenzpflicht verletzt unsere naturgegebenen Rechte – Abschaffung der rassistischen Sondergesetze

Kontakt: 0176-303 66 55 9

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen Hamburg
c/o Brigittenstrasse 5, 20359 Hamburg
Tel: +49-40-43 18 90 37
Fax: +49-40-43 18 90 38
@: free2move nadir.org
www.thecaravan.org

 

Call for public trial observation

Monday, 10th of December 2012 (UN-Human Right Day)
Regional Court of Braunschweig, Münzstrasse 17, 38100 Braunschweig
Meeting point: in front of the court 10.30 a.m. - Trial starts at 11°° a.m.

Alain Nkurunziza, a war refugee from Burundi, defends himself against the prosecution of the so-called breach of the Residence Obligation.

Mr. Nkurunziza has to pay a 150 euro fine plus 60 euro administrative fees to the Treasury, because he was checked in Frankfort am Main without having a permit of the immigration office of Wolfsburg - one of the typical racist controls in Germany, where the appearance is a selection criterion.

Alain Nkurunziza introduced an objection and told the Wolfsburg District Court that the restriction on freedom of movement by means of the Residence Obligation is incorrect, and that he cannot accept punishment for his right to freedom of movement. He tried to explain that the immigration authorities sometimes granted permits for temporarily leaving the county and sometimes not. When being checked in Frankfurt he had a permit that had already expired for a few days. Due to health problems he had stayed longer in Frankfurt, he told the court. The court upheld the penalty, Alain Nkurunziza disagreed and the case is now taking place before the Regional Court of Braunschweig.
Background:
Alain Nkurunziza has become as a young victim of the war in his homeland. He has lost his family. He was kidnapped and forced into military support services. He was imprisoned and eventually escaped. He was nineteen years old when he came to Germany traumatized. There his asylum application was immediately rejected as obviously unfounded by the Federal Office for Migration and Refugees, and a second trauma began. Alain Nkurunziza has lived since 2007 in Lagers in Lower Saxony, currently in Fallersleben / Wolfsburg, with the status of toleration under the threat of deportation. Alain Nkurunziza is active in a professional drum group from Burundi, whose members are scattered across Germany. To participate in the cultural work, he often has to cross travel through Germany. Participation in cultural and social life of his community are currently the only way to escape the madness and depression in the German Lager-System.

We call out for public trial observation and solidarity.

Freedom of movement is a human right – Residence Obligation violates our natural rights - abolition of racist special laws

Contact: 0176-303 66 55 9
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen Hamburg
c/o Brigittenstrasse 5, 20359 Hamburg
Tel: +49-40-43 18 90 37
Fax: +49-40-43 18 90 38
@: free2move nadir.org
www.thecaravan.org
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Position Artikel: Die KARAWANE und The VOICE zu Residenzpflicht

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