*«Der Lagerkomplex« lässt Menschen erzählen, was Lagerleben bedeutet.
Betrachtet von innen und außen; von Flüchlingen selbst und von Personen aus Wissenschaft, Medizin, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Dabei zeichnet sich ein Bild ab, bei dem der Ausnahmezustand die Normalität beschreibt.
Am 29. September werden die Anti-Lager-Aktionstage in Blankenburg beginnen.
Wir wollen drei Tage vor den Toren der Stadt Oldenburg unsere Solidarität mit den Flüchtlingen demonstrieren. 5 km außerhalb der Stadt Oldenburg ist das Lager Blankenburg. Hier werden Flüchtlinge interniert, die einen Asylantrag gestellt haben.
In Lagern sind Flüchtlinge und MigrantInnen menschenunwürdigen und konfliktgeladenen
Lebenssituationen ausgesetzt. Sie sind weitgehend entrechtet, werden von der übrigen Bevölkerung isoliert und stigmatisiert. Sie erhalten eine total reduzierte medizinische Versorgung, einseitiges vitaminarmes Kantinenessen und unterliegen der Residenzpflicht (das heißt, sie dürfen den Landkreis nicht ohne Genehmigung verlassen).
Der Zweck der Lager ist es, die Menschen permanent kontrollieren zu können, sie
zu demütigen und sie durch das Lagerleben jeglicher Perspektiven zu berauben und sie damit zur Ausreise zu zwingen. Wir wollen mit den Anti-Lager Aktionstagen die unmenschlichen Zustände im Lager Blankenburg und die repressive Flüchtlingspolitik, die durch das Lagersystem charakterisiert ist, aufgreifen und sichtbar machen. Wir werden drei Tage vor dem Lager campen, zusammen mit den Flüchtlingen diskutieren und Perspektiven des gemeinsamen Widerstandes suchen.
Am Samstag, den 30. September wird es eine gemeinsame Demonstration in der oldenburger Innenstadt gegen die Lagerpolitik geben. Desweiteren werden im Camp verschiedene Workshops stattfinden, Filme gezeigt, Spiele veranstaltet und Mitmach-Circus angeboten. Ihr seid zu den Anti-Lager Aktionstagen herzlich eingeladen, bringt FreundInnen, MitstreiterInnen und GenossInnen mit.
Bremen - Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12