No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Thüringen: Schwerst traumatisierter Togolese von Abschiebung bedroht

Wir fordern Atikpasso Latevi Lawssons sofortige Freilassung. Faxkampagne/Protestbrief für Attikpasso Latevi Lawsson und Kurzversion zum Verteilen als Flugblatt

02.02.2006

Wegen Folterung und illegaler Festnahme in seiner Heimat reiste der Togolese Attikpasso Latevi Lawsson im Herbst 1998 nach Deutschland ein. Er stellte einen Asylantrag. Der aktive Künstler hatte sich mit seinen Werken aktiv gegen die Diktatur Eyademas in Togo gewandt. In einigen seiner in Deutschland entstandenen und ausgestellten Werken setzte er sich immer wieder mit dem Thema Menschenrechte auseinander. Man glaubte seinen Angaben nicht. Im Jahre 2002 wurde der Asylantrag abgelehnt.
Aufgrund seiner schweren psychischen Probleme wurde im Jahr 2002 durch die Technische Universität Dresden ein Gutachten für Attikpasso Latevi Lawsson erstellt. Das Gutachten kam bereits damals zu dem Ergebnis, daß Attikpasso Latevi Lawsson unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Er sei dringend therapiebedürftig und es bestünde die Gefahr einer Chronifizierung.

Bereits dieses Gutachten kam zu dem Schluß, daß die beschriebenen Folterungen mit den Aussagen zum Asylantrag übereinstimmen. Eine Therapie konnte er jedoch aufgrund fehlender Verfügbarkeit nicht absolvieren.
In den folgenden Jahren wurde diese Diagnose unter anderem durch das Zentrum für Folteropfer in Berlin bestätigt und widerum auf dringenden Handlungsbedarf hingewiesen! Ein auf Antrag des Gerichtes Gera erstelltes Gutachten einer Kölner Firma und der als Zeuge geladene Sachverständige überzeugten ebenfalls vom Vorliegen der Krankheit. Trotzdem erkannte das Gericht keine Abschiebungshindernisse an.
Die Angst vor der Abschiebung nach Togo und seine Erkrankung machten Attikpasso Lawsson in den folgenden Monaten schwer zu schaffen. Im März 2006 verfaßte er einen psychotischen Drohbrief an das Verwaltungsgericht Gera. Daraufhin wurde er verhaftet und wegen seiner Erkrankung in den Maßregelvollzug nach Stadtroda verbracht. Aufgrund seiner Ungefährlichkeit jedoch mußte er entlassen werden ? direkt in die Abschiebehaftanstalt.
Ich befürchte das Schlimmste bei einer möglichen Abschiebung in die jetzt herrschende Diktatur Togos ......? (Sandra Jesse). Die schweren Menschenrechtsverletzung in Togo führten in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Abschiebestopp. Auch Thüringen sollte Bereitschaft zum Nachdenken in solch gravierenden Einzelfällen zeigen.

Für Rückfragen erreichen Sie Sandra Jesse von 8-15 Uhr unter 0361-2172720. Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
Warsbergstraße 1, 99092 Erfurt
Telefon: 0361-21727-20
Telefax: 0361-21727-27
info@fluechtlingsrat-thr.de
www.fluechtlingsrat-thr.de

++++++
Internationale Kampagne gegen die Diktatur in Togo anderen afrikanischen Ländern: http://thecaravan.org/node/449

Language: 
Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate