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Kundgebung zur Unterstützung der Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen in Köln

Friday, October 26, 2012 - 17:00 to 19:00

Kundgebung am 26.10.2012
Bahnhofsvorplatz in Köln
17.00-19.00 Uhr

Seit dem 12. September befinden sich die politischen Gefangenen in den
türkischen Gefängnissen, die aufgrund der PKK und PJAK- Verfahren inhaftiert
sind und deren Forderungen u.a. die Aufhebung der erschwerten Isolationshaft
von A.Öcalan (seit 457 Tagen) sowie seine Freiheit, als auch die Aufhebung
des illegitimen muttersprachlichen Verbots (kurdisch) in der Türkei sind, im
ununterbrochenen Hungerstreik (45 Tage). Seit Beginn des Protests wurde der
Hungerstreik in 38 Gefängnissen von anfangs 63 PKK und PJAK Inhaftierten
begonnen und in derzeit allen Gefängnissen ausgeweitet, in denen PKK, PJAK
Gefangene inhaftiert sind. Unter den inhaftierten Hungerstreikenden befinden
sich u.a. auch Abgeordnete, JournalistInnen, inhaftierte Kinder, schwer
Kranke, Bürgermeister und Friedensmütter, deren Protest auch eine breite
Unterstützung in der Öffentlichkeit erfährt.

In den meisten Gefängnissen wird die lebensnotwendige Verabreichung von
Vitamin B1 nicht gestattet, so dass die Hungerstreikenden durch die
willkürliche Praxis der Gefängnisleitungen dauerhafte Schäden davontragen
und letztendlich dem Tode ausgesetzt werden. In einigen Gefängnissen sind
die Hungerstreikenden sogar der Isolationshaft in Einzelzellen ausgesetzt.
Nach der öffentlichen Erklärung des Justizministeriums und den folgenden
Wortlauten: "...Wir werden erst dann intervenieren, wenn die
Hungerstreikenden kein waches Bewusstsein mehr haben...", duldet und
plädiert das Justizministerium somit für ein Davontragen von Dauerschäden.
So lösten die massenhaften Hungerstreiks in den Jahren 1996 und 2000
Dauerschäden wie das Wernicke Korsakow- Syndrom aus, welchen die
Hungerstreikenden heute auch ausgesetzt sind. Insbesondere bei 63
Inhaftierten, die als erstere den Hungerstreik begannen, zeichnen sich jetzt
schon die erste gesundheitliche Einschränkungen und Symptome wie
Nasenbluten, sensible Geräuschempfängnis, Vergesslichkeit und Verlust des
Bewusstseins aus.

Die AKP-Regierung, die unter eines Demokratisierungsvorschubs eine
"Zwei-Gesichter Politik" anstrebt, macht mit ihren tagtäglichen Praktiken
alle gesellschaftlichen oppositionellen Kräfte, darunter auch insbesondere
die Alewiten und Kurden, zur Zielscheibe ihrer Willkürpolitik. Die Bilanz
der AKP-Politik seit dem 32. Jahrestag des Militärputsches von 1980, beläuft
sich wie folgt: 130.000 Inhaftierte, zahlreiche Folterverbrechen,
Isolationshaft in F-Typ Gefängnissen (u.a. in Imrali), ca. 100 inhaftierte
JournalistInnen, ca. 67 inhaftierte GewerkschaftlerInnen in den türkischen
Gefängnissen und ständige Unterdrückung von ArbeitnehmerInnen in diversen
Arbeitssektoren.

Wir, die unten aufgeführten UnterzeichnerInnen, unterstützen und
solidarisieren uns mit dem politischen Protest der hungerstreikenden
Inhaftierten. In diesem Sinne muss den Forderungen der Hungerstreikenden
nachgekommen werden und der Hungerstreik beendet werden. Wir rufen alle
zivilgesellschaftlichen Kräfte dazu auf, die Hungerstreikenden in ihren
Forderungen zu unterstützen.

Für eine Beendigung der Isolationshaft und Gewährung der Sicherheit,
Gesundheit und des freien Besuchsrechtes! Für die Anerkennung des
muttersprachlichen Verteidigungsrechtes! Für die Freiheit der politischen
Gefangenen!

UnterstützerInnen: Europäischer Friedensrat, Yasanacak Dünya,
TÜDAY-Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V., Alevitische Gemeinde
Köln, ATIF-Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa,
Yekkom-Föderation kurdischer Vereine in Deutschland, Bildungs- und
Kulturzentrum Bergisch Gladbach e.V., YXK-Dachverband der Studierenden aus
Kurdistan, AGIF-Föderation der ArbeitsmigrantInnen in Deutschland e.V., ÖDA-
Freiheit und Solidarität Deutschland, FEK - Föderation Ezidischer Kurden
e.V., Armenische Gemeinde Köln, Verein der Griechen aus Pontos in Köln e.V.

Local group: 

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