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Dezentrale Unterbringung in Wittenberg anstelle von Renovierung in Möhlau!

Die Flüchtlingsinitiative Möhlau-Wittenberg bedauert die Entscheidung und ist enttäuscht von dem Resultat der Abstimmung im Kreistag Wittenberg betreffend die dezentralisierte Unterbringung von Flüchtlingen in billigere und normale Wohnungen, was eine Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge bewirken würde. Dieser Vorschlag des Landrats wurde von der Mehrheit der Abgeordneten des Kreistages am 11.04.2011 in Wittenberg abgelehnt, und dies ungeachtet der zahlreichen Publikationen und Demonstrationen, die auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam gemacht haben.

Das zeigt das Level der diskriminierenden und ausschließenden Mentalität des Landkreises, die hier schon für viele Jahre an unschuldigen Flüchtlingen ausgelebt wurde, trotz der Tatsache, dass sich die Anzahl der Flüchtlinge im Landkreis Wittenberg auf dem niedrigsten Stand, seit die Statistik zählt, befindet.

Es ist inakzeptabel, das Argument der Kosten gegen die Würde der Menschen und ihre Perspektive ins Feld zu führen. Die Flüchtlinge werden gezwungen isoliert zu leben, während sie einstimmig eine Verbesserung ihrer Lebensumstände und der Integration durch verschiedene offene Briefe und Demonstrationen fordern.

Die Logik, die hinter der Idee steckt, Kosten der Neuunterbringung mit den Renovierungskosten von Möhlau aufzuwiegen, ist nicht hinnehmbar: Das Lager liegt vollkommen isoliert. Die Flüchtlinge wollen keine Renovierung, stattdessen könnte das Geld sinnvoller genutzt werden, um die Flüchtlinge in kostengünstigere und private Häuser unterzubringen.

Das Landesaufnahmegesetz Sachsen-Anhalt verpflichtet Flüchtlinge weder in einem völlig isolierten Gebiet zu leben, noch in großen Lagern untergebracht zu sein.

Die Flüchtlingsinitiative Möhlau-Wittenberg wird nicht still sein und zusehen, wie die Leben und die Perspektive in Isolation und Ausschluss im Namen des Gesetzes zerstört werden. Der Kreistag hat sich nicht genug Gedanken um die Würde der Menschen gemacht und um ihre Verantwortung ihren Leben gegenüber.

Die Flüchtlinge in Möhlau sollten nicht für viele Jahre ohne Arbeitserlaubnis in Isolation verharren müssen. Trotzdem werden sie ohne Arbeitserlaubnis und unter der sogenannten Residenzpflicht der Perspektivlosigkeit überlassen. Dadurch wurden Leben systematisch zerstört.

Aufgrund des zuvor Gesagten wird die Flüchtlingsinitiative Möhlau-Wittenberg weiterhin Veränderung fordern. Eine Veränderung, die dazu beitragen würde, die Leben unschuldiger Flüchtlinge zu bewahren.

Dezentrale Unterbringung anstelle von Renovierung!

Kundgebungen und Demonstrationen werden stattfinden, solange Flüchtlinge ununterbrochen leiden in der Isolation Möhlaus.

Wir wollen jetzt Veränderung!

Hört auf unsere Leben zu zerstören im Namen des Geldes!

Ihr alle wollte ein normales Leben leben wie andere auch.

Stoppt die Ungerechtigkeit jetzt!

Möhlau, 12.04.2011

Kontakt:

Flüchtlingsinitiative Möhlau Wittenberg
The caravan for the right of refugees and migrant
The voice refugee forum
No lager halle

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