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Solidarität mit Herrn Hari Dhatt Batt - Verhindert seine Abschiebung nach Nepal!

breaking news!!! Uns erreichte heute die gute Nachricht, dass Hari aus Büren entlassen wurde, nun frei und auf dem Weg nach Remscheid ist. Es findet am Montag keine Abschiebung nach Kathmandu statt. Danke an alle, die bereits interveniert haben!
Wuppertal, 11. März 2011

Liebe Freundinnen und Freunde:

Wie wir soeben erfuhren, wird die Ausländerbehörde Remscheid wegen des politischen Drucks auf die Abschiebung verzichten, solange das Klageverfahren noch läuft.

HARI WIRD IN DIESEN MOMENTEN AUS DER ABSCHIEBEHAFT ENTLASSEN!!!!

Ihr braucht also erstmal keine weiteren Protestfaxe zu schicken oder - Anrufe zu machen.

Wir sind sehr froh und erleichtert, weil es Hari in der Haft sehr schlecht ging.

VIELEN DANK AN EUCH ALLE; DIE IHR DIE PROTESTKAMPAGNE GEGEN DIE ABSCHIEBUNG UNTERSTÜTZT HABT!!!

SOLIDARITY IS A WEAPON!

Hintergrundinfo
und Musterfax als pdf-download

Protestbrief Flüchtlingsrat Hamburg

Protestbrief LINKE NRW als pdf

Herr Harri Datt Batt soll am Montag, den 14. März 2011 von Abschiebegefängnis Büren aus nach Kathmandu abgeschoben werden. Setzen Sie sich für den Stopp der Abschiebung von Herrn Hari Dhatt Batt ein!

Hari Datt Bbhatt

Herr Datt Bhatt, Flüchtling aus Nepal, wurde am Montag, den 7. März 2011 bei der Ausländerbehörde Remscheid festgenommen, wo er seine Duldung verlängern wollte. Die Ausländerbehörde informierte sofort den Hausmeister des Flüchtlingsheims in der Schwelmer Strasse. Dieser ist in Herrn Datt Bhatts Zimmer und hat seine Sachen geräumt. Etwa eine Stunde später fuhr ein Abschiebewagen der Ausländerbehörde zum Flüchtlingsheim. Herr Datt Bhatt musste im Auto bleiben. Eine Beamtin ist in das Heim und hat die vom Hausmeister gepackten Sachen mitgenommen. Anschließend wurde Herr Datt Bhatt zum Amtsgericht nach Wuppertal und hiernach nach Büren gebracht. Am Montag, den 14.03.2011 soll Herr Datt Batt nach Kathmandu abgeschoben werden.

mehr Info zu
Remscheider Flüchtlingspolitik

Als der Bürgerkrieg in Nepal noch im vollen Gange war, ist Herr Datt Bhatt nach Deutschland gekommen und hat hier Asyl gesucht. Er wurde damals von den konkurrierenden und verfeindeten Gruppen erpresst. Es ging um Spenden, die für den Krieg gebraucht wurden. Sein Asylantrag wurde - wie die meisten Asylanträge der Flüchtlinge aus Nepal - abgelehnt. Nach der Entmachtung des nepalesischen Königs und nachdem am 26. Mai 2006 in Nepal Friedensgespräche zwischen der Regierung und der maoistischen Gruppen aufgenommen worden, hat Herr Datt Bhatt entschieden, wieder nach Nepal zurück zu gehen und es dort zu versuchen. Er ging zurück und versuchte dort, wieder seinem normalen Leben nachzugehen. Aber die Feindschaften waren noch nicht zu Ende, und bis heute gibt es keinen wirklichen Schutz der Bürger und Bürgerinnen. Immer noch bedrohen bewaffnete Einzelgruppen und lokale Milizen das Leben von Menschen. Einige Mitglieder der Kongresspartei, dessen Mitglied Herr Datt Bhatt ist, wurden sogar ermordet. Herr Datt Bhatt wurde wieder bedroht, so dass er sich entschied, das Land wieder zu verlassen.

Herr Datt Bhatt kam wieder nach Deutschland und suchte ein zweites Mal Asyl. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Die Klage gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge läuft noch und soll bis Mai 2011 vor Gericht entschieden werden. Die Ausländerbehörde Remscheid bereitet ungeachtet dessen die Abschiebung von Herrn Datt Bhatt vor. Sie besorgt die Ausreisepapiere, nimmt Herrn Datt Bhatt am Rosenmontag fest und bringt ihn nach Büren.

Solidarisieren Sie sich mit Herrn Datt Bhatt, der sich während seines Aufenthaltes hier in Deutschland ständig für die Rechte der Flüchtlinge und für seine Mitmenschen eingesetzt hat. Herr Datt Bhatt ein sehr solidarischer Mensch, der trotz seiner gesundheitlichen Leiden lange Reisen auf sich genommen hat und Flüchtlinge in Isolationslager besucht und sich mit ihnen solidarisiert, sei es in Meinersen bei Hannover, in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen.
In Meinersen hat sich ein anderer nepalesischer Flüchtling am 28. Februar 2011 vor einem fahrenden Zug gelegt und starb, weil ihn höchstwahrscheinlich die Angst vor der bevorstehenden Abschiebung packte.

Solidarisieren Sie sich mit Herrn Datt Bhatt und protestieren Sie gegen seine Abschiebung, in dem Sie Protestschreiben an die Ausländerbehörde Remscheid schicken. Ein Musterfax finden Sie weiter unten.

+ + + + + Musterfax + + + + +

Absender: _____________________________________

Strasse: _____________________________________

Stadt: _____________________________________

An:
Stadt Remscheid, Ausländerbehörde
Elberfelder Str. 36, 42853 Remscheid
Telefon: (0 21 91) 16 - 38 23
Telefax: (0 21 91) 16 - 32 32
Email: auslaenderamt@str.de

Kopie an:
Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen
Telefax +49 (0) 211-871-3355
E-Mail poststelle@mik.nrw.de

Abschiebung von Herrn Datt Bhatt stoppen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe über die bevorstehende Abschiebung von Herrn Datt Bhatt erfahren und bin betroffen. Es wird zur Zeit sehr viel über die Revolten in den arabischen Staaten berichtet und in diesem Zusammenhang auch über die Flüchtlinge, die Schutz suchen. Ich habe ebenfalls erfahren, dass am 28. Februar 2011 ein nepalesischer Flüchtling aus Meinersen sich aus Angst vor der drohenden Abschiebung selbst tötete. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der Genfer Konvention für den Schutz von schutzsuchenden Menschen verpflichtet. Als Bürger in dieser Gesellschaft fordere ich Sie auf, Herrn Datt Bhatt den notwendigen Schutz zu erteilen. Herr Datt Bhatt befindet sich seit Montag, den 7. März 2011, im Bürener Abschiebegefängnis. Er soll am Montag, den 14. März 2011 abgeschoben werden.
Herr Hari Dhatt Batt wurde am 29. März 1965 in Nepal geboren. Hier war er in der nepalesischen „Congress Party“ aktiv. Er hat in seinem ersten Asylantrag erklärt, dass sein Leben bedroht wird. Nach dem Abgang des damaligen nepalesischen Königs und nach der Aufnahme der Friedensgespräche mit den maoistischen Rebellen, entschied sich Herr Datt Bhatt nach Nepal zurück zu gehen und dort wieder ein normales Leben aufzubauen und am sich am Wiederaufbau des Landes aktiv zu beteiligen. Die Bedrohung seines Lebens setzte sich fort, so dass Herrn Datt Bhatt keine andere Wahl blieb und er das Land verlassen musste. Er kam wieder nach Deutschland und suchte ein zweites Mal Asyl. Sein Asylantrag wurde abgelehnt.
Die Klage gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ist noch anhängig.

Ich fordere Sie auf, die Abschiebung von Herrn Datt Bhatt zu stoppen und die Entscheidung über die Klage abzuwarten. Er hat vor seiner Rückkehr nach Nepal Angst, weil dort sein Leben in Gefahr ist. Herr Datt Bhatts Gesundheit ist angeschlagen. Ich verurteile die Abschiebung von Herrn Hari Dhatt Batt nach Nepal.

Mit freundlichen Grüßen

______________________________

+ + + + + Protestbrief Flüchtlingsrat Hamburg + + + + +

flüchtlingsrat hamburg
Offenes Plenum für antirassistische Arbeit
Flüchtlingsrat Hamburg e.V.

Nernstweg 32-34, 3. Stock, 22765 Hamburg
Tel: (040) 43 15 87, Fax: (040) 430 44 90
info ät fluechtlingsrat-hamburg.de

An:
Stadt Remscheid, Ausländerbehörde
Elberfelder Str. 36, 42853 Remscheid
Telefon: (0 21 91) 16 - 38 23
Telefax: (0 21 91) 16 - 32 32
Email: auslaenderamt@str.de

Kopie an:
Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen
Telefax +49 (0) 211-871-3355
E-Mail poststelle@mik.nrw.de

Abschiebung von Herrn Datt Bhatt stoppen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben von der bevorstehenden Abschiebung von Herrn Datt Bhatt erfahren und sind betroffen. Es wird zur Zeit sehr viel über die Revolten in den arabischen Staaten berichtet und in diesem Zusammenhang auch über die Flüchtlinge, die Schutz suchen. Wir haben ebenfalls erfahren, dass am 28. Februar 2011 ein nepalesischer Flüchtling aus Meinersen sich aus Angst vor der drohenden Abschiebung selbst tötete. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der Genfer Konvention für den Schutz von schutzsuchenden Menschen verpflichtet. Als Bürger in dieser Gesellschaft fordern wir Sie auf, Herrn Datt Bhatt den notwendigen Schutz zu erteilen. Herr Datt Bhatt befindet sich seit Montag, den 7. März 2011, im Bürener Abschiebegefängnis. Er soll am Montag, den 14. März 2011 abgeschoben werden.

Herr Hari Dhatt Batt wurde am 29. März 1965 in Nepal geboren. Hier war er in der nepalesischen „Congress Party“ aktiv. Er hat in seinem ersten Asylantrag erklärt, dass sein Leben bedroht wird. Nach dem Abgang des damaligen nepalesischen Königs und nach der Aufnahme der Friedensgespräche mit den maoistischen Rebellen, entschied sich Herr Datt Bhatt nach Nepal zurück zu gehen und dort wieder ein normales Leben aufzubauen und am sich am Wiederaufbau des Landes aktiv zu beteiligen. Die Bedrohung seines Lebens setzte sich fort, so dass Herrn Datt Bhatt keine andere Wahl blieb und er das Land verlassen musste. Er kam wieder nach Deutschland und suchte ein zweites Mal Asyl. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Die Klage gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ist noch anhängig.

Wir fordern Sie auf, die Abschiebung von Herrn Datt Bhatt zu stoppen und die Entscheidung über die Klage abzuwarten. Er hat vor seiner Rückkehr nach Nepal Angst, weil dort sein Leben in Gefahr ist. Herr Datt Bhatts Gesundheit ist angeschlagen. Wir verurteilen die Abschiebung von Herrn Hari Dhatt Batt nach Nepal.

Mit freundlichen Grüßen

Flüchtlingsrat Hamburg
i.A. Hermann Hardt

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