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Gegen Hameeds zwangsweise Abschiebung in den Irak

Protestiert bei den schwedischen Behörden gegen Hameeds Abschiebung!

Hameed spricht in Hamburg
Redebeitrag von Hameed in Hamburg
English text (contains some aditional information)
Hameed Abdulhameed Al-Obaidi ist ein langjähriger freund des Ak-Süd-Nord. Seit Irak 2003 überfallen und besetzt wurde, tat er für die befreiung seines landes, was in seinen möglichkeiten lag. Das brachte ihn schließlich in gefangenschaft der US-besatzer, die ihm durch folter die hörfähigkeit eines ohres schwer schädigten. Die situation im Irak wurde für ihn zunehmend gefährlich.

Er floh daraufhin nach Schweden und stellte einen asylantrag, der jedoch abgelehnt wurde. Die schwedischen behörden versuchten bereits einmal, ihn gegen seinen willen abzuschieben. Hameed protestierte, und die flugbesatzung weigerte sich daraufhin, ihn an bord zu nehmen. Nun steht ein neuer versuch einer abschiebung unmittelbar bevor.

Wegen seiner klaren politischen positionen gegen die doppel-besatzung und ihre kollaborateure droht Hameed große gefahr, wenn er nach Irak abgeschoben wird.

Die schwedischen behörden drohen Hameed in den nächsten tagen abzuschieben. Wir bitten euch daher, an folgende adressen zu schreiben:

Da dies internationale adressen sind, schreibt am besten in english (beispiele), aber deutsch und andere sprachen sind auch ok. Hauptsache, sie hören von uns!

Einige informationen über seinen ‘fall’:

Hameed wurde ein anwalt seines vertrauens verweigert. Mehrfach hatte er mündlich und schriftlich beantragt, den anwalt wechseln zu dürfen, der ihm von der Migrationsbehörde zugewiesen worden war. All seine diesbezüglichen anträge wurden abgelehnt. Er wollte sich selbst vor gericht vertreten dürfen, wurde aber nicht einmal über die gerichtstermine informiert.

Monatelang wurde er nicht über die gerichtsentscheidungen informiert, immer wieder belogen und getäuscht wenn er nach dem stand seines verfahrens fragte.

Zudem, daß er schon monatelang inhaftiert ist, ohne ein verbrechen begangen zu haben, wird er im gefängnis in demütigender weise behandelt. Tagelang wurde ihm verweigert, sich zu duschen oder zu rasieren. Da sein fall in den schwedischen medien einigen wirbel machte, suchen die schwedischen behörden ihn möglichst zu isolieren.

Hameed wird nicht freiwillig nach Irak zurückkehren solange Irak nicht von den besatzern und ihren irakischen marionetten befreit ist. Angesichts seiner politischen ansichten gegen die doppel-besatzung seines landes und die illegitimität der ‘irakischen obrigkeit’ (marionettenregierung), wird er in großer gefahr sein, wenn die schwedischen behörden ihn mit gewalt nach Irak abschieben.

Wer ist Hameed?

Hameed Abdulhameed ist Iraker. Seit beginn des überfalls im März 2003 und der folgenden besetzung des Irak kämpft er gegen die besatzer und ihre irakischen kollaborateure (die illegitime ‘irakische regierung’). Von den besatzern inhaftiert und gefoltert (er hört seitdem mit einem ohr schlecht), und angesichts der repression gegen seine familie, entschloß er sich zur flucht nach Schweden, um dort asyl zu beantragen.

Zur schwedischen politik gegenüber irakischen asylsuchenden

Nachdem in den ersten jahren der besatzung die schwedischen behörden zumindest fast jeden zweiten asylsuchenden Iraker eine aufenthaltserlaubnis in Schweden erteilten, änderten sie diese politik hatten jedoch grundlegend seit 2007. Der ‘Swedish Migration Court of Appeals’ entschied damals, das es keinen ‘internen bewaffneten konflikt’ in Irak gäbe. Nur vereinzelt wurden seitdem asylsuchende aus Irak von Schweden anerkannt. Die schwedische regierung erklärte 2009 zum ersten ‘jahr der rückkehr’ für irakische asylsuchende, und begann abgelehnte irakische asylsuchende zu internieren und zwangsweise abzuschieben.

Mehr informationen zur schwedischen asylpolitik gegenüber irakischen asylanten findet ihr hier:

Sofortige Freilassung und Asyl für Hameed!

Hameed Abdulhameed kam als asylsuchender ende 2008 nach Schweden. Zu spät für eine anerkennung. Er wurde in einem wohnheim für asylanten im norden Schwedens untergebracht, in der stadt Boden bei Luleå. Ihm wurde ein anwalt zugewiesen, von dem er sich nicht angemessen vertreten sah, und bald kein vertrauen mehr hatte. Mehrere anträge auf wechsel des anwalts wurden abgelehnt. In abwesenheit, und ohne anwaltliche vertretung, wurde sein ayslantrag auch in letzter instanz abgelehnt.

Hameed Abdulhameed suchte sich selbst so gut wie möglich vor den behörden und gerichten zu vertreten. Seine briefe und emails wegen seines einspruchs gegen die ablehnung seines asylantrages blieben jedoch von den schwedischen behörden unbeantwortet. Bei anrufen wurde er abgewimmelt. Selbst von der entgültigen ablehnung seines asylantrags wurde er monatelang nicht informiert.

Konfrontiert mit ausweisung nach Iraq und ohne hoffnung auf faire behandlung durch Schweden, wendete er sich an den European Court of Human Rights (29767/10 Hameed v. SWE).

Hameed Abdulhameed wird nicht ‘freiwillig’ nach Irak zurückkehren. Schweden muß ihn schon gewaltsam zwangsdeportieren. Gegen die zwangsdeportation, und für seine sofortige freilassung aus der haft und die wiedereröffnung seines asylverfahrens protestieren menschen wie hier in Luleå..

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