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Wuppertal - institutionalisierte Ausgrenzung am Beispiel des Lagers in Katzhütte - Informations- und Diskussionsveranstaltung

Wednesday, June 4, 2008 - 19:00 to 21:00
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INSTITUTIONALISIERTE AUSGRENZUNG
das LAGERSYSTEM am Beispiel von KATZHÜTTE

Mittwoch 4. Juni 2008 um 19:00 Uhr
Information- und Diskussionsveranstaltung
AStA-Ebene der Bergischen Universität Wuppertal

Was ist das Lagersystem und warum wird es gegen Flüchtlinge angewandt? Wie funktioniert die Ausgrenzung und Ausschluss von Menschen und welcher Logik folgt sie? Diese Fragen werden durch ReferentInnen der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen diskutiert und am Beispiel des Flüchtlingswiderstands in Katzhütte oder der Unterbringung der Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften in Remscheid dargestellt.

Der Protest der Flüchtlinge aus Katzhütte für die Schließung des abgelegenen und maroden Barackenlagers treibt Thüringer Behörden zu blindwütigen Bestrafungsaktionen. Insbesondere auf Mohammed Sbaih haben es die zuständigen Behörden abgesehen. Dieser wurde von den protestierenden Flüchtlingen als Sprecher benannt und hatte das Anliegen der Flüchtlinge in der Öffentlichkeit vertreten. Das Landratsamt Saalfeld versucht, die katastrophalen Bedingungen im Barackenlager Katzhütte herunterzuspielen, kann aber nicht leugnen, dass es wissentlich die Menschen dort, darunter auch Kinder, in von Schwarzschimmel befallenen Zimmern hat wohnen lassen.

Mittlerweile wird die Strategie der Behörden auf den Protest der betroffenen Flüchtlinge deutlich. Während der aufmerksam gewordenen Öffentlichkeit kleine Versäumnisse eingestanden werden und zur Beruhigung sinnlose oberflächliche Renovierungen begonnen werden, werden die Flüchtlinge, die an der einzig sinnvollen Lösung nämlich der Schließung des Barackenlagers festhalten, massiv bedroht.

Für die Unterstützung unserer Kampagne gegen Isolationslager in Deutschland rufen wir euch zur Teilnahme und Beteiligung auf, damit wir gemeinsam Wege und Lösungsansätze suchen, die Ursachen und Gründe der Ausgrenzung zu überwinden.

weitere Infos zu Katzhütte unter: http://thevoiceforum.org

Wer aus Wuppertal und Umgebung den Widerstand der Flüchtlinge vor Ort durch seine Anwesenheit unterstützen will, soll sich wegen Mitfahrgelegenheit mit der unten angegebenen Telefonnummer in Verbindung setzen.

Veranstalter:
AStA der Bergischen Universität Wuppertal
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
c/o AZ Wuppertal, Markopmannenstr. 3, 42105 Wuppertal
Tel. 0160 27 42 424
e-mail: wuppkarawane@yahoo.de
weitere Infos unter: thecaravan.org

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"Jedes Mal, wenn du die Behörden um etwas bittest, machen sie deine Situation nur noch schlimmer."
Mrs Claudia Omoroghomwan wohnhaft im Wald bei Posseck (Sachsen)

Wenn du bei den Behörden eine Anfrage machst, bestätigt sie das nur in ihrem Drang, Druck auf dich auszuüben. Es bedeutet auch, ihnen die Hinweise darauf zu geben, wo sie dich am meisten treffen können. Sie können sehr freundlich mit dir sein – aber du musst dir darüber im Klaren sein, dass sie im Kopf eine vollkommen andere Position haben. Ihre Absicht ist es, dich zu ruinieren – aber sie werden dir immer sagen, dass sie für dein Leid keine Verantwortung tragen. Das ist ihre Berufsethik. Das einzige Hilfsmittel für uns als direkte Opfer ist es, gemeinsam eine konkrete Strategie zu untwerfen, die dieser faschistoiden Verwaltungsstruktur entgegenstehen kann, die diesem System gegen die Flüchtlinge hier eingepflanzt worden ist.

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Location:
AStA-Ebene der Bergischen Universität Wuppertal, zu erreichen mit Buslinie 615 und 635, Haltestelle Universität
Campaign: