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In Gedenken an Dominique Koumadio und Oury Jalloh, Informations- und Mobilisierungsveranstaltung in Dortmund

Friday, March 14, 2008 - 18:00 to 20:00
description:

Ort: YAKEV Verein für Kulturarbeit, Kesselstr. 62, Dortmund
Datum: 14. März 2008
Beginn: 19:00 Uhr

Brecht das Schweigen! Mobilisiert für
Demonstration und Tribunal gegen rassistische Polizeibrutalität in Gedenken an Dominique Koumadio und Oury Jalloh am 12. April 2008

DOMINIQUE KOUMADIO
Niedergestreckt mit zwei Schüssen am 14. April 2006 in Dortmund
Notwehr oder Mord?

OURY JALLOH
festgenommen – gefesselt – verbrannt !
Unterlassene Hilfe?...Totschlag?...oder Mord?

Oury Jalloh verbrannte auf einer feuerfesten Matratze an Händen und Füßen gefesselt in einer leeren Zelle im Dessauer Polizeirevier. Nur aufgrund unermüdlicher und massiver öffentlicher Proteste der bundesweiten „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh – Break the Silence -“ wurde nach 2 Jahren ein Prozess gegen zwei beteiligte Polizeibeamte eröffnet. Die Anklage lautet „unterlassene Hilfeleistung und fahrlässige Tötung“. Um einen Mordanklage zu verhindern, musste ein nicht existierendes Feuerzeug (laut Aussage des Polizeibeamten, der Oury Jalloh durchsuchte) herhalten um eine (laut Aussage des Reinigungspersonals intakte) nach Auffassung des Staatsanwalts möglicherweise beschädigte feuerfeste Matratze zu entzünden. Der Täter soll das Opfer sein, das an Händen und Füssen an Eisenringen festgekettet war.
Ein Ende des vor dem Dessauer Landgericht laufenden Prozess wird in diesem Sommer erwartet. Die absurde These der Staatsanwaltschaft selbst sorgt für immer tiefere Widersprüche. Ein allgemeines öffentliches Interesse ist kaum noch sichtbar, die Initiative kämpft für eine unabhängige Untersuchung, die auch andere Handlungsabläufe ernsthaft in Betracht.
Am 14. April 2006 starb Dominique Koumadio durch zwei Schüsse der Polizei in Dortmund. Laut Aussagen der Staatsanwaltschaft handelten die Polizisten in Notwehr. Nach dem Tod Dominiques bleiben viele ungeklärte Fragen:

  • Warum schossen die Polizisten, bevor sie versuchten Dominique gemeinsam zu überwältigen?
  • Warum gaben sie zwei Schüsse ab?
  • Warum machten sie keinen Gebrauch von anderen Mitteln, wie Reizgas oder Schlagstöcken, die beide mit sich führten?
  • Warum können zwei professionelle Polizisten, die für solche Situationen ausgebildet sind, einen 1,60m großen Jungen nicht bewältigen und schießen ihm direkt ins Herz?
  • Warum stuft die Staatsanwaltschaft die Erschießung als Notwehr ein, obwohl aus den Zeugenaussagen keine eindeutige Gefahr für die Polizisten abzuleiten ist?
  • Ist der Tod Dominiques durch die rassistische Grundeinstellung der Polizisten zu erklären?
  • Bestärkt die Rückendeckung der Staatsanwaltschaft und der Gesetzgebung in allen Fällen von Polizeiübergriffen gegen MigrantInnen in Deutschland die Polizisten darin, weiterhin Menschen zu erschießen, sie bei Abschiebungen zu erwürgen, oder sie in Polizeizellen zu verbrennen?

Die Staatsanwaltschaft ordnete trotz aller obigen Fragen die Tat der Polizisten jedoch sofort als Notwehr ein. Der Widerspruch der Schwester von Dominique gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft wurde abgelehnt. Vertreten durch ihre Anwälte forderte sie die Eröffnung eines Gerichtverfahrens. Der Antrag wurde Ende November abgelehnt.

Bei der Veranstaltung am Freitag, den 14. März wollen wir über die neuesten Entwicklungen im Fall Oury Jalloh berichten und informieren über die bisherigen Planungen für das Tribunal gegen rassistische Polizeibrutalität in Gedenken an Dominique Koumadio am 12. April, zwei Tage vor seinem 2. Todestag.

Brecht das Schweigen!
Kein Vergeben! Kein Vergessen!
Für Aufklärung und Gerechtigkeit!

Location:
YAKEV Verein für Kulturarbeit, Kesselstr. 62, Dortmund
Local group: 

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