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Demo gegen türkische Nationalisten und Kriegshetze in Duisburg

Saturday, November 3, 2007 - 10:00 to 15:29
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Duisburger Netzwerk gegen Rechts
c/o Jugend- und Kulturverein
Kaiser-Wilhelm-Str. 284
47169 Duisburg
E-Mail: info(at)netzwerk-gegen-rechts.org

Demo gegen türkische Nationalisten und Kriegshetze am Samstag , den 3.11. ab 11 Uhr am Domplatz! Kommt zahlreich!
Solidarität ist unsere Stärke!

Türkische Nationalisten dürfen marschieren
Duisburger Netzwerk gegen Rechts kritisiert Polizeieinsatz
Rechte Stimmungsmache bei weiteren Aktivitäten eine Absage erteilen

Etwa 300 militante Nationalisten durften am gestrigen Sonntag durch Marxloh marschieren, obwohl sie anfangs keine Genehmigung hatten. Nach ein paar Durchsagen der Polizei und einem etwa einstündigen Kessel durch zahlreiche Beamte durfte sich ein Demonstrationszug formieren und Parolen gegen „Vaterlandsverräter“, für die Todesstrafe für den PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan, sowie allerlei wüste Beschimpfungen skandiert werden.

Der „spontane“ Anmelder dieses rechten Spektakels, Mustafa Kücük, Ex-CDU Ratsherr in Dinslaken und Mitglied der Marxloher DITIB Gemeinde, wurde mit einem Polizeifahrzeug inklusive des eingebauten Megaphons bedacht, worüber er seine Durchsagen tätigen konnte.

Das Duisburger Netzwerk gegen Rechts kritisiert den Polizeieinsatz und die völlig unverständliche Kulanz gegenüber militanten Nationalisten und ihrem aggressiven Auftreten.
Es liegt nahe, sich auszumalen, was wohl passiert wäre, wenn kurdische Jugendliche lautstark in dieser Form und ohne Genehmigung gegen die Militäroperationen in den kurdischen Gebieten oder die türkeiweiten Angriffe auf Oppositionelle und ihre Einrichtungen demonstriert hätten.

Auch die ansonsten in der Öffentlichkeit so um moderates Auftreten bemühte DITIB Gemeinde, hat damit gezeigt, wo sie steht. Das auf ihrem Gelände angebrachte Transparent mit dem Schriftzug: „Wir trauern um unsere Soldaten“ passt hervorragend ins Bild und ergänzt die ohnehin schon aufgebrachte Stimmung im Sinne des rechten Aufzugs.
Das es nicht zu einer Eskalation gekommen ist, liegt in unseren Augen vor allem an dem besonnenen Verhalten der zahlreich anwesenden Antifaschisten verschiedener Nationalität, die auf einen eigenen Demonstrationszug verzichtet und sich größtenteils nur vor den progressiven türkischen und kurdischen Einrichtungen getroffen haben, um diese mit ihrer Präsenz vor Angriffen zu schützen.

Das Duisburger Netzwerk gegen Rechts dankt allen Anwesenden für dieses klare Zeichen gegen rechte Stimmungsmache in Duisburg-Marxloh.

Wir wünschen uns in Zukunft noch stärkere Zusammenarbeit gegen rechtes Gedankengut und Kriegshetze und für ein solidarisches, interkulturelles Duisburg.

Duisburger Netzwerk gegen Rechts
29.10.07

Location:
Duisburg, Domplatz
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