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Updated: 4 days 7 hours ago

UNO-Wirtschaftskommission lobt Sozialpolitik in Kuba und Venezuela

Tue, 02/07/2012 - 14:03

Havanna. Die UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) hat die Erfolge der Politik gegen Armut und soziale Ungleichheit in Kuba und Venezuela hervorgehoben. "Lateinamerika muss viel von Kuba lernen", sagte die Direktionssekretärin der Kommission, Alicia Bárcena, auf einer Konferenz in Havanna. Das Land weise neben Uruguay die geringste soziale Ungleichheit vor. In den zwei Jahrzehnten vor der 2008 ausgebrochenen Finanzkrise sei die Ungleichheit in der Region gestiegen. Die Krise habe jedoch "die Kontinuität des Modells gebrochen, dass dachte, dass der Markt alles erledigen könnte". Dies habe gezeigt, dass eine "fortschreitende und fortschrittliche" Politik gegen die Armut notwendig sei, so Bárcenas. Man lebe mit dem "Gräuel", die Region mit der größten Ungleichheit weltweit zu sein. In diesem Bereich sei aber die Entwicklung Venezuelas hervorzuheben.

Kurzmeldung | Kuba | Venezuela | Soziales

Logbuch: amerika21.de strukturiert sich um

Tue, 02/07/2012 - 06:45
Amerika21.de mit neuer Seitenaufteilung

Wenn Sie diesen Text lesen, liebe Leserinnen und Leser, dann haben Sie ihn gefunden und vermutlich bereits eines bemerkt. Der Blog, vormals Presseblog, steht nun auf der linken Seite unserer Startseite. Bereits seit Dezember heißt er auch nicht mehr "Presseblog", wiewohl wir natürlich weiterhin auf fehlende Recherchen, tendenziöse Berichte und ähnliches aus der Mainstreampresse hinweisen wollen. Aber hier soll auch Platz für Texte wie diesen sein, mit dem wir auf ein paar Änderungen auf amerika21.de hinweisen wollen. Denn wie Sie vielleicht schon gesehen haben, steht nicht nur der Blog jetzt auf der linken, sondern der Kasten mit den aktuellen Texten zu "Hintergrund und Analyse" auf der rechten Seite.

Blogeintrag | Deutschland

ALBA-Bündnis begrüßt neue Mitglieder

Tue, 02/07/2012 - 01:34
Allianz um Venezuela und Kuba will gemeinsamen Wirtschaftsraum vorantreiben. Eigener Verteidigungsrat in der Diskussion

Caracas. Das lateinamerikanische Staatenbündnis ALBA hat auf seinem XI. Gipfeltreffen am Sonntag drei neue Mitglieder aufgenommen.

Nachricht | ALBA-Länder | Politik

ALBA-Staaten sprechen sich für friedliche Lösung in Syrien-Konflikt aus

Mon, 02/06/2012 - 09:27

Caracas. Das linksgerichtete lateinamerikanische Staatenbündnis ALBA hat am Sonntag bei einem Gipfeltreffen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas die Gewalt in Syrien verurteilt und zu einer politischen Lösung des Konfliktes aufgerufen. Die Mitgliedstaaten der Bolivarianischen Allianz für Amerika verurteilten die "Gewalttaten von bewaffneten Gruppen, die von ausländischen Mächten unterstützt werden und eine Destabilisierung des Landes anstreben". In einem Kommuniqué des elften Treffens der Staats- und Regierungschefs der ALBA wiesen diese zudem eine "systematische Politik der Einmischung und Destabilisierung" westlicher Staaten in Syrien zurück.

Kurzmeldung | ALBA-Länder | Syrien | Militär | Politik

Linkes ALBA-Bündnis engagiert sich verstärkt in Haiti

Mon, 02/06/2012 - 01:10

Caracas. Auf dem XI. Gipfeltreffen der Bolivarianischen Allianz für Amerika (ALBA) haben die Mitgliedsstaaten am Sonntag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas beschlossen, zunehmende Anstrengen für den Wiederaufbau Haitis zu unternehmen. Das Land leidet nach wie vor unter den Folgen eines verheerenden Erdbebens im Januar 2010.

Neben einem Plan zur engeren Zusammenarbeit zwischen dem ALBA-Bündnis und Haiti habe man am Sonntag ein Arbeitstreffen am 2. und 3. März in Port-au-Prince beschlossen, zitiert die staatliche venezolanische Nachrichtenagentur AVN den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez.

Haitis Präsident Michel Martelly bedankte sich am Ende des Treffens in Caracas für die Unterstützung der ALBA-Staaten: "Dieser Aktionsplan wird besonders jenen helfen, die in extremer Armut leben."

Kurzmeldung | ALBA-Länder | Haiti | Politik | Soziales

Unklarheit über Urheber von Anschlägen in Kolumbien

Mon, 02/06/2012 - 01:09

Bogotá. Nach einer Reihe von Anschlägen im Südwesten Kolumbiens Ende letzter Woche sieht die Regierung in Bogotá weiterhin die linksgerichtete FARC-Guerilla als Urheber an. Am Mittwoch und Donnerstag der vergangenen Woche griffen Unbekannte nach Angaben der Regierung mehrere Polizeistationen und ein Hotel mit Explosivstoffen an. Die Anschläge haben demnach 19 Todesopfer und mehr als 100 Verletzte gefordert, unter ihnen viele Zivilisten.

Kurzmeldung | Kolumbien | Politik

Südamerika baut Internet-Infrastruktur aus

Mon, 02/06/2012 - 01:01
"Optischer Ring" soll Verbindungsgeschwindigkeit verbessern und Kosten senken. Mehr Unabhängigkeit von den USA. Regionales Mediennetz geplant

Asunción. Die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) plant die Infrastruktur des Internets auf dem Subkontinent deutlich auszubauen. Bei ihrem Treffen in der paraguayischen Hauptstadt Asunción beschlossen die für Telekommunikation zuständigen Minister der Mitgliedstaaten die Errichtung eines "optischen Rings" in Südamerika, der die Verbindungsgeschwindigkeit verbessern und die Kosten für die Internetnutzung senken soll. Bei der Versammlung des Rats für Infrastruktur und Planung (Cosiplan) der UNASUR bot Brasilien seine bestehende Infrastruktur als Basis des Projekts an.

Nachricht | Südamerika | Medien

ALBA erwägt in Disput mit Argentinien Sanktionen gegen Großbritannien

Sun, 02/05/2012 - 11:48

Caracas. Die Mitglieder des Staatenbündnisses ALBA (Bolivarianische Allianz für Amerika) haben am heutigen Sonntag während eines Gipfeltreffens in Caracas ihre Position zum Konflikt zwischen Großbritannien und Argentinien um die Malwinen (Falkland-Inseln) beraten. Dabei erwogen die ALBA-Mitgliedstaaten auch Sanktionen gegen Großbritannien, sollte sich die Regierung von Premierminister David Cameron nicht zu Gesprächen mit Argentinien bereit erklären. Zugleich einigten sie sich darauf, den sogenannten Amerika-Gipfel der USA zu boykottieren, sofern das sozialistische Kuba von diesem Treffen ausgeschlossen bleibt, berichtet der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur.

Ecuadors Staatschef Rafael Correa schlug indes die Gründung einer gemeinsamen Wirtschafts- und Zollunion vor, die binnen zwei Jahren in Kraft treten soll. Die Initiative wurde von den anwesenden Staatsvertretern gutgeheißen.

Kurzmeldung | Argentinien | Großbritannien | Politik

Neues Bergbaugesetz in Honduras geplant

Sun, 02/05/2012 - 08:00
Tagebau soll wahrscheinlich wieder erlaubt werden. Soziale Organisationen protestieren

Tegucigalpa. Der honduranische Kongress wird in den kommenden Wochen über ein neues Bergbaugesetz beraten. Der dafür notwendige Gesetzentwurf, der in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufregung und Proteste sorgte, wurde Ende Dezember 2011 fertiggestellt. Dies sagte der Abgeordnete Donaldo Reyes Avelar, der der für den Gesetzesentwurf verantwortlichen Kommission für Bergbau angehört. Der honduranische Staat will durch eine schnelle Verabschiedung des Gesetzes und die damit verbunden Steuereinnahmen sein Haushaltsloch stopfen. Regierungsvertreter rechnen mit Steuereinnahmen durch den Bergbau in Höhe von 330 Millionen US-Dollar, wenn das Gesetz verabschiedet wird.

Nachricht | Honduras | Umwelt

Erneutes Attentat gegen Menschenrechtsverteidigerin in Mexiko

Sun, 02/05/2012 - 07:36

Mexiko-Stadt. Die Menschenrechtsverteidigerin Norma Esther Andrade ist in Mexiko-Stadt erneut Opfer eines Attentats geworden. Ein Unbekannter klopfte am Freitagmorgen (Ortszeit) an ihre Haustür, griff die Menschenrechtsaktivistin mit einem Messer an und fügte ihr eine Verletzung am Hals zu. Andrade ist Mitbegründerin und Vizepräsidentin der Menschenrechtsorganisation "Unsere Töchter sollen nach Hause zurückkehren" (NHCR). Die Organisation kämpft in Ciudad Juárez gegen Frauenmorde. Die Aktivistin, die sich bei der Messerattacke heftig wehrte, ist in einem Krankenhaus in Behandlung. Laut Angaben der Sprecherin von NHCR ist sie bei Bewusstsein und kann sprechen.

Kurzmeldung | Mexiko | Menschenrechte

Ein schwarzer Tag für Haitis Justiz

Sun, 02/05/2012 - 01:00
Gegen den Ex-Diktator Duvalier wird lediglich wegen Korruption ermittelt

Das Verhalten des Präsidenten Martelly und seiner Regierung spottet eigentlich jeder Beschreibung. Dennoch gibt es ein Attribut, das ihm wohl em ehesten gerecht wird: obszön. Als Bühnen-Kasper, der seine Popularität unter anderem einem Auftritt verdankt, bei dem er einer johlenden Menge sein entblößtes Gesäß zeigte, wurde er unter äußerst fragwürdigen Bedingungen vor einem knappen Jahr zum Präsidenten gewählt. Journalisten, die es wagten, seine Eignung für dieses Amt zur Debatte zu stellen, drohte er unverhohlen mit einer Tracht Prügel. Ein missliebiger Abgeordneter wurde trotz parlamentarischer Immunität bei seiner Ankunft von einer Auslandsreise aus dem Flugzeug heraus ohne richterliche Anordnung vermutlich auf Geheiß des Präsidenten festgesetzt und musste 24 Stunden im Gefängnis verbringen.Und eben dieser Präsident begibt sich unablässig auf Auslandsreisen, "um das schlechte Image des ärmsten Landes der westlichen Hemisphäre aufzubessern".

Hintergrund & Analyse | Haiti | Menschenrechte

Peru: Protestmarsch gegen Bergbau und für Wasserressourcen

Sat, 02/04/2012 - 15:06

Lima. Mehrere tausend Aktivisten aus Basisorganisationen beteiligen sich in Peru derzeit an einem landesweiten Protestmarsch gegen negative Auswirkungen des Bergbaus auf die Umwelt. Besonders die Verwendung von Trinkwasserressourcen treffen auf Widerstand. Vor allem in der nördlichen Region Cajamarca demonstrieren die Menschen seit mehreren Monaten gegen ein Bergbauprojekt des US-amerikanischen Konzerns Newmont.

Die Bewohner sowie Umwelt- und Sozialorganisationen befürchten eine Verschmutzung des Grund- und Trinkwassers durch den Bergbau. Protestzüge aus mehreren Landesteilen wollen in der Hauptstadt Lima zu einer Großdemonstration zusammenkommen.

Kurzmeldung | Peru | Umwelt | Wirtschaft

Gipfel des ALBA-Bündnisses startet in Caracas

Sat, 02/04/2012 - 13:26

Caracas. Vor dem Gipfeltreffen des lateinamerikanischen Staatenbündnisses ALBA (Bolivarianische Allianz für Amerika) am Sonntag sind die ersten Staats- und Regierungschefs in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingetroffen. Nach einem Bericht des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur wurden bereits am Freitag die Präsidenten von Haiti, Michel Martelly, Antigua und Barbuda, Baldwin Spencer, und Kuba, Raúl Castro, in Caracas empfangen.

Die ersten Gäste werden am heutigen Samstag an den Gedenkfeierlichkeiten zum 20. Jahrestag eines Umsturzversuchs gegen die Regierung des damaligen venezolanischen Präsidenten Carlos Andrés Pérez am 4. Februar 1992 teilnehmen. Der Putschversuch unter Führung von Chávez scheiterte damals und wird heute als "zivil-militärische Rebellion" gefeiert.

Kurzmeldung | Venezuela | Politik

Kommission soll TIPNIS-Konflikt in Bolivien lösen

Sat, 02/04/2012 - 11:35
Vorsitzende der beiden Kammern des Parlaments beraten mit Indigenen. Opposition will altes Gesetz beibehalten

La Paz. Eine hochrangige Kommission soll den andauernden Streit um die Nationalstraße durch das "Indigene Territorium Isiboro Secure" beenden. Boliviens Vizepräsident Álvaro García Linera sagte, dass diese von den beiden Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses sowie des Senats geführt und die Parlamentskommission gemeinsam mit den Befürwortern und Gegnern der Straße ein neues Gesetz erarbeiten werde.

Nachricht | Bolivien | Soziale Bewegungen

Bolivien und das Lithium

Sat, 02/04/2012 - 10:33
In Bolivien lagert das meiste Lithium weltweit. Doch in der Vergangenheit wurde das Land nie reich durch seine Rohstoffe

Es steckt in Handys, Laptops, E-Bikes und ähnlichen elektrischen Geräten: das Lithium. Denn dafür braucht man Akkus und das ist heute meist der Lithium-Ionen-Akku. Lithium ist ein zentraler Rohstoff der Zukunft. Bolivien gilt als das Land, in dem die größten Lithiumvorkommen weltweit lagern. Doch Rohstoffvorkommen alleine machen ein Land noch nicht reich. Bolivien weiß das nur zu gut: Von seinen Silber- und Zinnvorkommen wanderte kaum etwas in den Staatssäckel, sondern trug eher zum industriellen Aufstieg Europas und der USA bei.

Beim Lithium soll das aber nun anders werden. Die von Evo Morales geführte Linksregierung möchte den wertvollen Rohstoff nicht an ausländische Konzerne verschleudern, sondern selbst fördern und zumindest teilweise im eigenen Land verarbeiten. Doch politische Postulate sind das eine, Realpolitik das andere. 

Audio | Bolivien | Wirtschaft

Ex-Präsident Betancourt soll sich wegen Massakers verantworten

Fri, 02/03/2012 - 10:30

Bogotá. Der Oberste Gerichtshof Kolumbiens hat den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gebeten, ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten des südamerikanischen Landes, Belisario Betancourt (1982-1986), einzuleiten. Geprüft werden soll nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Europa Press, ob Betancourt für eine blutige Militäraktion gegen die Guerillaorganisation M-19 verantwortlich zu machen ist. Bei der Erstürmung des von M-19-Aktivisten besetzten Justizpalastes in Bogotá waren im November 1985 alle Teilnehmer der politischen Aktion hingerichtet worden.

Kurzmeldung | Kolumbien | Menschenrechte | Militär

Gemischte Bilanz der "Agrarrevolution" in Venezuela

Fri, 02/03/2012 - 08:48
Entwicklung landwirtschaftlicher Produktion variiert stark. Mission Agrovenezuela blieb hinter Zielen zurück. Neuer Minister soll Bodenreform beschleunigen

Barinas, Venezuela. Die venezolanische Regierung hat eine gemischte Bilanz aus der von ihr initiierten "Agrarrevolution" gezogen. Ein Jahr nach der Gründung eines Förderungsprogramms für die landwirtschaftliche Entwicklung seien zwar Produktionssteigerungen in manchen Bereichen zu verzeichnen, resümierte der Präsident Venezuelas in seiner sonntäglichen Fernsehsendung "Aló Presidente". In anderen Bereichen habe die Produktion im vergangenen Jahr jedoch unter jener des Jahres 2010 gelegen, so Hugo Chávez. Er selbst hatte im Januar 2011 die "Große Mission Agrovenezuela" eingerichtet, die vor allem durch Kredite an Kleinbauern die Produktion stimulieren sollte. Auch nach 13 Jahren "Bolivarischer Revolution" bleibt das Land jedoch stark von Lebensmittelimporten abhängig.

Nachricht | Venezuela | Wirtschaft

Drohungen gegen Familienmitglieder entführter Umweltschützer in Mexiko

Fri, 02/03/2012 - 07:47

Guerrero, Mexiko. Familienmitglieder der entführten Umweltaktivisten Eva Alarcón und Marcial Bautista haben zahlreiche Morddrohungen erhalten. Victoria Bautista Buena und Coral Rojas Alarcón, die Töchter der am 7. Dezember entführten Umweltschützer, wurden nach eigenen Angaben von Unbekannten mehrfach bedrängt. Die Organisation der beiden Verschwundenen (OCESPyCC) wertete die Bedrohungen als Reaktion auf eine Kampagne für die Entführten. Beim Besuch der Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams hatten Vertreter der Umweltorganisation den Fall angesprochen und sich beschwert. Ein anonymer Anrufer warnte sie davor, mit dem Fall fortzufahren und weiterhin Gerechtigkeit einzufordern.

Kurzmeldung | Mexiko | Menschenrechte | Umwelt

Iran gründet spanischsprachigen Fernsehsender

Thu, 02/02/2012 - 07:46

Teheran. Die iranische Regierung hat am Dienstag einen neuen spanischsprachigen Fernsehsender eingeweiht. Der Kanal mit dem Namen "Hispan TV" soll Nachrichten vor allem für Zuschauer in Lateinamerika, den USA und Spanien produzieren. Er wird staatlich finanziert und sendet nach eigenen Angaben rund um die Uhr aus der iranischen Hauptstadt Teheran.

Kurzmeldung | Iran | Lateinamerika | Medien

Venezuela beendet Rückführung der Goldreserven

Thu, 02/02/2012 - 07:45

Caracas. In Venezuela ist die letzte Ladung der Goldreserven des Landes eingetroffen. Die Regierung des südamerikanischen Landes hatte im Sommer 2011 beschlossen, einen Großteil der in europäischen und US-amerikanischen Banken lagernden Reserven zurück nach Venezuela zu holen. Die letzte Lieferung umfasste 14 Tonnen, die einen Gegenwert von 70 Millionen US-Dollar (etwa 53 Millionen Euro) haben. Sie wurden zuvor in Flugzeugen aus der Schweiz und aus England transportiert und erreichten am Montag Abend (Ortszeit) die Venezolanische Zentralbank (BCV) in Caracas.

Insgesamt seien in den vergangenen zwei Monaten 160 Tonnen Gold nach Venezuela gebracht worden, erklärte BCV-Präsident Nelson Merentes. Dies entspricht 59 Prozent der venezolanischen Goldreserven. Etwa 50 Tonnen bleiben jedoch weiterhin bei ausländischen Banken, um die dortigen Konten zu erhalten und Finanzgeschäfte abwickeln zu können.

Kurzmeldung | Venezuela | Wirtschaft