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Tent Action

Aufruf zur Prozessbeobachtung im Strafverfahren in Luxemburg am 27.2.2018 gegen Aktivist*innen des March for Freedom

Refugee strike in Berlin - Tue, 02/20/2018 - 10:12
Dienstag, 27. Februar um 15 Uhr, Appelationsgerichtshof Luxemburg, Gebäude des Obersten Gerichtshof, Plateu du Saint Esprit, Sitzungsraum CR.0.19

Fast vier Jahre nach dem europaweiten March for Freedom, welcher anlässlich der Europawahlen 2014 gegen die mörderischen Asyl- und Migrationspolitiken der EU organisiert wurde, sind immer noch 4 Aktivist*innen in Luxemburg-Stadt auf der Anklagebank.

Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxemburg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister*innen zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“ Am besagten Tag hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der Innenministerkonferenz gebeten. Daraufhin kam es zu einem massiven Polizeieinsatz mit Reizgas, Schlagstöcken und Hunden ohne Maulkorb. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Verhaftete wurden auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land. Auf Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhafteten wenige Stunden später entlassen. Luxemburger Jurist*innen kritisierten in der Presse den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

Beim selbstorganisierten March for Freedom liefen ca. 100 Aktivst*innen – mit und ohne Aufenthalt – von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel und forderten ein Recht auf Bewegungungsfreiheit für alle. Sie überquerten gemeinsam als Akt des zivilen Ungehorsam sechs EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten, sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, bei dem mehr als 1000 Menschen europaweit für gemeinsame direkte Aktionen zusammen kamen.

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom of migrants, Brussels, Belgium, June 20, 2014.

2016 und 2017 – also 2 1/2 Jahre nach der Aktion und kurz vor Ende (!) der Verjährungsfrist– wurden sechs der Verhafteten in Luxemburg vorgeladen. Ihnen wird gemeinschaftlich Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (bewaffnete Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand. Dabei wurden vier Aktivist*innen aufgrund der Anklage wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, 1000,- EUR Strafe und insgesamt 4500,- EUR Entschädigungszahlung an die Polizei verurteilt. Drei der Aktivist*innen, gegen die sich das Urteil richtet, leben in Berlin und sind immer noch aktiv in antirassistischen Zusammenhängen. Die Anwält*innen der Angeklagten haben Einspruch eingelegt.

Der Prozess in Luxemburg ist ein regelrechter Schauprozess! Die von luxemburgischen Medien und Politik für die Gewalteskalation scharf kritisierten Sicherheitsbehörden wollen sich nun wieder reinwaschen – denn trotz der schwachen Beweislage sind die Anklagen sehr massiv. Die Prozess findet auch im Kontext immer härter werdender Repression gegen (politisch aktive) Menschen mit Migrations-, Flucht oder Diasporageschichte sowie antirassistische Bewegungen insgesamt statt.

So sitzt Ahmed H. , der im Sommer 2015 in Ungarn bei Geflüchtetenprotesten im Rahmen der Fluchtbewegungen durch den Balkan festgenommen wurde, immer noch im Knast mit der Forderung nach 10 (!!) Jahren Haft, weil er für den „Rädelsführer“ der vermeidlichen Gewaltausbrüche gegen die ungarische Polizei gehalten wird. An beiden Verfahren ist klar zu sehen, dass jeglicher Protest gegen die Festung Europa, gegen den europaweiten Rechtsruck, und die Miliatrisierung der Grenz-, Asyl und Migrationspolitiken mit diesen Schauprozessen abgeschreckt und unterdrückt werden soll. Der Asylantrag von einem der Angeklagten aus Berlin wurde vor einigen Monaten abgelehnt und er fürchtet nun weitere Konsequenzen aufgrund des Strafverfahrens in Luxemburg und seiner politischen Aktivitäten in Deutschland.

Wir wollen die Repression und Zerschlagung unserer Kämpfe nicht einfach so hinnehmen und rufen euch dazu auf, solidarisch mit den Aktivist*innen des March for Freedom zu sein und zum Prozess nach Luxemburg zu kommen!

Wir rufen auch zum Spenden für Fahrt- und Anwaltskosten auf! Wir brauchen 14,000€!
Unsere Solidarität und kritische Öffentlichkeit gegen ihre rassistische und faschistische Repression!

Spendenkonto:

“Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

kontakt:
media@oplatz.net

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You can’t evict a movement! – Les exilé.e.s occupy a building of university Paris 8

Refugee strike in Berlin - Mon, 02/19/2018 - 20:10

This year, Paris is seeing one of its coldest winters in decades. The masses of snow have caused traffic and public transport chaos and have left thousands of people sleeping rough —many of them migrants— in life-endangering conditions. At the same time, the Macron administration is planning a further neoliberalization of France’s universities and keeps tightening French asylum laws and criminalizing supporters. Recently, in Nantes, Grenoble, and Lyon, refugees, students, and people in solidarity have started occupying university buildings converging these struggles. At the end of January, students protesting planned changes to university access and migrants fighting for a right to stay, housing and an end to the Dublin regulations have also joined forces and occupied building A of university Paris 8/Saint Denis.

These are their demands:

“Communiqué des exilé-e-s de P8”

To the French people, to the students, to those sleeping in the street, to people in solidarity, to people tortured by the Dublin regulation.

We are migrants from all over the world, Dublinned asylum seekers, recognized refugees living rough.
We have been refused asylum, have just crossed the sea, are undocumented minors. We have been occupying Paris 8 University since 30 January 2018. Why have we had to do this?

In the last months, France has deported many people. Many have committed suicide. Three months ago, a friend, depressed because of his Dublin status, lay down on the railway tracks and was run over by a train. Ten days ago in Calais, the police beat and gassed refugees sleeping rough. A young man had half of his face shot off by the police. A friend was arrested when he went to his appointment at the prefecture, then placed in an administrative detention centre (CRA) before being deported back to Italy. The French police have flashing lights, sirens and tear gas and are beyond the law.
The French immigration system only wants our fingerprints, not us. OFPRA, CNDA and the prefecture dish out daily arbitrariness and randomness. At the end of these procedures, without any logic whatsoever some of us are denied asylum, others dublinned for indefinite lengths of time, placed under house arrest and deported.

Our demands are:

  • documents for everyone
  • decent, permanent housing
  • to be allowed to learn French and continue our studies
  • an end to the non-recognition of unaccompanied minors (DEMIE)
  • an immediate halt to deportations to all countries, European and abroad

We want migrants across France to join us in fighting against oppression and injustice and against police violence in the streets. To the French people, you who carried out the revolution we study in history books, take it up again! We appreciate your support, which, unlike your government, shows real solidarity.
The university administration is negotiating with carrot and stick. First they propose to house us somewhere on the campus and then try to intimidate us with thinly veiled threats of calling in the police. We are asking Paris 8 students and faculty to support us in our demands. We thank you and ask you to remain loyal until end of our struggle. We are joining the undocumented student movement on campus.

To our friends who died crossing the sea,
To our friends who have committed suicide,
To our friends who died because of borders,
To our friends who died in the desert,
To our friends raped in Libya,
We will not forget you.

THE MIGRANTS AT PARIS 8

 

Français
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Farsi
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Arabic
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Amharic
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English
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More information:

https://www.facebook.com/Les-Exilées-Occupent-P8-2029107890678871
https://twitter.com/ExileesOccupP8

Petition: https://www.change.org/p/pr%C3%A9sidence-de-l-universit%C3%A9-paris-8-soutien-aux-exil%C3%A9-e-s-occupant-l-universit%C3%A9-paris-8

Photo: https://paris-luttes.info/communique-des-occupant-e-s-de-9558?lang=fr

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Still marching for freedom – Ein Gespräch mit Aktivist*innen

Refugee strike in Berlin - Sun, 02/18/2018 - 23:31

von No Border Frankfurt

“Still marching for freedom” – Transnationaler Kampf für globale Bewegungsfreiheit und gegen Repression

Wann: Samstag, 24. Februar 18:30 – 20:30 Uhr

Wo: Klapperfeld Ex-Gefängnis, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt am Main

Im Jahr 2014 organisierten verschiedene Gruppen aus der refugee-Bewegung den march for freedom von Straßburg nach Brüssel. Damit wurde der Kampf für Bleiberecht und gegen das europäische Grenzregime auf eine neue Ebene gehoben und Bewegungsfreiheit konkret durchgesetzt.
Während dem Protest gegen ein EU-Innenministertreffen in Luxemburg zum Thema illegalisierte Migration kam es jedoch zu massiven Polizeiübergriffen.

Sechs Aktivisten wurden anschließend wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” angeklagt und im April ’17 ohne konkreten Tatnachweis pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die anfallenden Verfahrenskosten liegen insgesamt bei 30 000€.

Ein Großteil der Verurteilten befinden sich weiterhin im Asylverfahren und ist durch das Urteil akut von Abschiebung bedroht. Ende Februar 2018 wird der Revision-Antrag verhandelt.

Bei der Veranstaltung werden die Aktivist_innen auf das Verfahren gegen sie eingehen und die Bedeutung des march for freedom.

Es wird aber insbesondere auch um die aktuelle Geflüchteten-Bewegung gehen, vom Widerstand gegen Abschiebungen nach Afghanistan bis zum Einfordern von gleichen Rechten für Alle in solidarity cities.

Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall.
No border lasts forever.

Texte von den Angeklagten:
https://oplatz.net/?s=luxemburg

https://twitter.com/hashtag/luxtrial?src=hash
March for freedom: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

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Solidarity with the Strike in Donauwörth, 12th of Feb. 2018

Refugee strike in Berlin - Sun, 02/18/2018 - 23:15

by Refugee Struggle for Freedom

Donauwörth means deprivation of freedom and exploitation – for those who live there, or have to live there. In Donauwörth, the administrative district Donau-Ries, there is a reception center/ “Erstaufnahmeeinrichtung” (EA). According to the law, people have to stay there for up to two years. They are systematically deprived of all rights in order to force them to leave the country. Officially, it’s called “voluntary return.” No freedom of movement: Residence obligation (1). No freedom over the choice of daily food: canteen food. Massive exploitation through 80 cent jobs in the reception center. Deprivation of the right to work, instead: Reduced or canceled pocket money. Deprivation of the right to education. Deprivation of the right on health care, instead completely inadequate medical care.

Strike of the 80 cent job – the alleged aid organization Malteser reacts to this with threatening to reduce the pocket money. This means, on the one hand, that the right to strike is not accepted and on the other hand, that the pocket money, independent from the sallery, will be reduced.

People from Gambia from the reception center packed their stuff to go to Italy by train. Voluntary return? This is a cynical expression of the meticulously planned German racist system, that is supposed to force people to leave the country as quickly as possible.

The journey to Italy has been stopped. As far as Germany wants to throw people from the Global South out of the country, it is also forbidden to let them go. The Germanwide monopol for trains, “Deutsche Bahn” stopped the traffic around Donauwörth. Racist reactions, that it would have been the fault of the refugees, followed.

It is not their fault if they are on strike with the unworthy working conditions with a “sallery” of 80 cents per hour (2). It is the necessary consequence in the fight for an end of racism and thus the right to stay. It is not their fault that “Deutsche Bahn” stops the traffic. It seems more like a last attempt to exercise power, to prepare the ground for hatespeech against refugees and to avoid a scandal. Wouldn’t it been scandalous if people had traveled against the European Dublin law, under the eyes of German policewo*men?

Detained in a camp until the deportation is “allowed”. At the same time leaving the administrated district is prohibited. Working for 80 cents an hour. Canteen food. Poor medical care. Characteristics that are strongly linked to conditions in prisons. Waiting two years until Italy and Germany agreed on deportation to Italy. Loosing two years from your own life.
The strikers from Donauwörth announce that they will take action again, unless positive changes occur in the forthcoming talks with the authorities. Also last week they went on protest and sit ins.

******

(1) German law (§ 56 AsylG, § 61 (1) AufenthG) that forces asylum seekers to stay inside the district of the foreigners’ registration office.

(2) The Bavarian integration law created these working conditions for non-citizens, apart of the minimum wage for citizens.

We are refugees, not prisoners! Bamberg AEO camp demonstration 17th Jan 2018

deutsch

Solidarität mit dem Streik in Donauwörth, 12.02.2018

Donauwörth bedeutet für viele Menschen, die dort leben, d.h. leben müssen, Freiheitsberaubung und Ausbeutung.
In Donauwörth, Landkreis Donau-Ries, steht eine Erstaufnahmeeinrichtung (EA). Laut Gesetzt müssen Menschen dort bis zu 2 Jahre ausharren. Sie werden systematisch sämtlichen Freiheiten beraubt, um so eine Ausreise zu erzwingen. Offiziell heißt das dann “Frewillige Rückkehr”.

Keine Freiheit über das tägliche Essen: Kantinenessen
Keine Bewegungsfreiheit: Residenzpflicht (1)
Massive Ausbeutung durch 80 Cent Jobs in den EA’s
Beraubung des Rechts auf Arbeit, stattdessen: Gekürztes oder gestrichenes Taschengeld
Beraubung des Rechts auf Bildung
Beraubung des Rechts auf Gesundheit, stattdessen vollkommen unzureichende medizininische “Versorgung”

Streik des 80 Cent Jobs – Das vermeintliche Hilfswerk Malteser reagiert hierauf mit einer heute ausgesprochenen Drohung zur Kürzung des Taschengeldes. D.h. zum einen werden weder Streikrechte gehalten, zum anderen wird das davon unabhägige Taschengeld gekürzt.

Menschen aus Gambia aus der EA in Donauwörth, packten ihre Sachen, um mit dem Zug nach Italien zu fahren. Freiwillige Rückkehr? Das ist ein zynischer Ausdruck für das penibel geplante deutsche, rassistische System, welches Menschen zur schnellstmöglichen Ausreise zwingen soll.

Die Fahrt nach Italien wurde gestoppt. Sowie Deutschland Personen aus dem Globalen Süden aus dem Land schmeißen will, verbietet es ebenso die Bürokratie sie gehen zu lassen.

Die Deutsche Bahn lies den Verkehr auf Gleisen um Donauwörth einstellen. Rassistische Reaktionen, dass es die Schuld der Geflüchteten sei, folgten hierauf.

Es ist nicht ihre Schuld, wenn sie unwürdige Arbeitsbedingungen bei einer “Entlohnung” von 80 Cent pro Stunde (2) bestreiken. Es ist die notwendige Konsequenz im Kampf um ein Ende von Rassismus und damit Bleiberecht.

Es ist nicht ihre Schuld, dass die Deutsche Bahn den Verkehr einstellt. Es scheint, eher wie ein letzter Versuch Macht auszuüben, Hetze gegen Geflüchteten den Boden zu bereiten sowie einen Skandal zu vermeiden. Wäre es doch skandalös, wenn Menschen entgegen dem europäischen Dublin-Gesetz ausgereist wären, unter den Augen von deutschen Polizisten.

Festgehalten in einem Lager, bis die Abschiebung “erlaubt” ist, sowie gleichzeitig die Ausreise und das Verlassen des Landkreises verboten sind. Arbeiten für 80 Cent. Kantinenessen. Schlechte medizinische Versorgung. Eigenschaften, die stark an Bedingungen in Gefängnissen, anknüpfen. Zwei Jahre warten bis Italien und Deutschland der Abschiebung nach Italien zustimmen. Zwei Jahre vom eigenen Leben verlieren.

Die Streikenden aus Donauwörth kündigen an wieder in Aktion zu treten, sofern nach den vergangenen sowie in den kommenden Gesprächen mit den Autoritäten keine positiven Veränderungen eintreten. Bereits letzte Woche fanden Proteste und Sitzstreiks in Donauwörth statt.

1 Residenzpflicht = § 56 AsylG, § 61 (1) AufenthG “Die Aufenthaltsgestattung ist räumlich auf den Bezirk der Ausländerbehörde
beschränkt, in dem die für die Aufnahme des Ausländers zuständige Aufnahmeeinrichtung liegt.”

2 Das bayerische Integrationsgesetzt unter Nahles und de Maizière schaffte diese Arbeitsbedingungen für Nicht-Bürger*innen, abseits des Mindestlohnes für Bürger*innen.

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PM zu Gedenk-Kundgebung für die 2014 von der spanischen Grenzpolizei ermordeten Migrant*innen am 6.2.

Refugee strike in Berlin - Sat, 02/10/2018 - 17:02

Der 6. Februar 2014 erinnert uns an einen Tag des Trauerns und des Zorns. Mehr als 30 Migrant*innen afrikanischer Herkunft wurden von der spanischen Grenzpolizei (Guardia Civil) getötet, als sie sich den Weg zu den europäischen Küsten erkämpften. Allerdings zählt die Polizei in ihrem Bericht nur 14 Tote und eine Vermisste.

Diese Handlungen verstoßen gegen die Genfer Konvention und die Internationale Menschenrechtskonvention, die die Freizügigkeit und die Gleichberechtigung für alle verkünden. Was wir heute anprangern, ist die Straffreiheit und die Verantwortungslosigkeit der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb.

Wir verurteilen auch die Gleichgültigkeit der europäischen Zivilgesellschaft gegenüber diesen Morden an den Grenzen und innerhalb des europäischen Territoriums.

Diese Gleichgültigkeit fördert rassistische Handlungen und fördert die Kontinuität dieser Ideologie in Europa.
Wir zitieren hier den Fall Oury Jalloh, wo das Magdeburger Gericht ein Verbrechen der deutschen Polizei anerkennt und gleichzeitig seine Straffreiheit gewährleistet!

Die Zahl der Todesfälle von Migrant*innen an den europäischen Grenzen nimmt zu, ebenso wie die Zahl der Angriffe auf die Menschen und Häuser von Migrant*innen. So ist die Sicherheit und das Leben der Migrant*innen, nachdem sie den Gefahren auf dem Weg überlebt haben, bei weitem nicht von den europäischen Staaten gewährleistet.

Wir fordern:

  • Stopp den Morden von Migrant*innen an den europäischen Grenzen durch die Polizei, die Armee und die Frontex-Agentur
  • Die politische und moralische Verantwortung der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb für die Verbrechen ihrer Polizei und Armee.
  • Stopp den Misshandlungen von Migrant*innen auf dem Weg nach Europa
  • Faire Visumerteilung an beiden Ufern des Mittelmeers: gleiche Visapolitik für afrikanische und europäische Bürger*innen.

Facebook Seite von NAFS

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African Film Abend and Soli Küche

Refugee strike in Berlin - Sat, 02/03/2018 - 20:47
As part of the African Food Kufa group, from now on, on our events we will show different subsaharian films. We are in Bethanien: Every first and third Monday of the month from 19:30h Monday 5.2 from 19:30h on, with the film "Ken Bugul (Niemand will sie)" about the senegalese writer Ken Bugul. The film will be OMU with German subtitles. and in Bandito Rosso: Every second and third Saturday of the month from 19:30h Saturday 10.2 from 19:30h we will show the film "President DIA(Senegal)" Also there will be an African Food Küfa, a refugee food project, where the spende will go for the people cooking (hopefully it will become a self-organised food cooperative) The Küfa (Kitchen for all) is a possibility for supporting, networking and exchanging. We would like to use the Küfa as a longterm possibility to support Asylumseeking Human-Beings financially. You are welcome to join us!
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Le regard  des femmes dans la protestation  du 9 juin 2017 contre le G20

Refugee strike in Berlin - Wed, 01/31/2018 - 16:21

Sous un soleil de 30ºC il était environ 15 heures quand une foule vertigineuse commence à occuper l’espace de la PotsdamerPlatz. Un endroit situé au cœur de la capitale Berlinoise, non loin de la Bundeskanzlerin… Ce lieu serait un référent au court des conflits historiques dont l’Allemagne a été impliqué.

Ici,  aujourd’hui et une fois encore, les sentiments s’entremêlent, on peut distinguer  différentes personnes de souches et d’horizons diverses, plus de la moitié des manifestants sont des femmes qui depuis ces dernières décennies occupent volontiers l’avant des luttes sociales pour une justice globale et l’égalité de sexe…

En effet, l’appel au rendez-vous est en rapport du sommet du Groupe des 20 pays puissants qui s’organisera du 07 au 08 Juillet à Hambourg. Une ville d’environ 1 800 000 habitants situe dans le Nord de l’Allemagne. Les mobiles de ce sommet des Géants de la politique internationale justifie clairement la représentation dominante des femmes immigrées et réfugiées présentes à la Potsdamer Platz.

 

Les débats sur le terrorisme et l’immigration continuent à dominer l’espace politique. Et, L’Allemagne premier pays d’accueil en Europe, n’a cessé de multiplier des stratégies de durcissement d’accueil des migrants. 2016 à cet effet a été encore plus difficile car les chiffres démontrent que pendant cette période, Les capacités d’accueil des réfugiés ont été réduit de 5 fois que les précédentes années. Et, les conditions de ceux ci se  sont de plus en plus éloignés de l’humanisme.

C’est ce qui fait d’ailleurs remarqué le récent rapport en novembre 2016 de la Chambre allemande des psychothérapeutes (BPtK) quand elle cite : « plus de 40 à 50% des réfugiés vivant en Allemagne souffrent d’un traumatisme psychologique », L’atmosphère sociale se complique et les femmes sont les plus vulnérables de ces conséquences politiques !

Ce sont autant de mobile qui ont motivés les activistes femmes à venir exprimer leur déboires au niveau intérieur et de s’opposer à des politiques alternatives d’externalisation à travers des aides ou d’autres plans de ce genre, L’Afrique à besoin d’une totale indépendance politique économique et énergétique. Il reste claire que l’immigration à plusieurs facteurs parmi lesquelles le plus important reste la mauvaise politique internationale y compris les décisions prises pendant les sommets tel que le G20.

Ces Femmes réfugiés ont répondu à l’appel lancé par Afrique Europe Interact ce 9 Juin 2017 contre ce sommet du G20 à Hamburg . C’est le cas par exemple de Dora, une Camerounaise qui s’exprimait au micro ouvert  avec une forte énergie, déclarant que : «  L’Allemagne parmi les pays politisés, est le pays le plus sexiste N’ayant aucune considération pour les femmes réfugiées vivant sur son territoire. Nombreuses sont celles qui survivent au désespoir d’un système traumatisant ».

Une autre intervention de Natalie de NST ( NoStressTour ) qui déclarait que  ” La vie des femmes réfugiées dans un lager en Allemagne est un poison psychologique qui détruit stratégiquement les femmes et leurs enfants ”  .Depuis les deux dernières années, un record élevé des décès et de suicide de réfugiés se sont sans cesse produit en Allemagne cependant,  aux jours de aujourd’hui rien montre que la situation s’améliore ! La manifestation qui a Commencé à La Potsdam Platz a continué jusqu’à Oranienplazt, en passant Par le Check Point Charlie, Tous ces lieux étaient stratégiquement ciblés dans un premier temps afin passer le Message à un plus grand nombre de personnes que possible, y compris les touristes venus profiter de la Liberté.

Et aussi pour se rappeler de tous ces endroits qui ont hébergé les victoires sur le nazisme et capitalisme. La police a fait partie de la manifestation jusqu’à sa fin et des messages leur ont aussi été adressés de la part des femmes, car il est possible d’être policier et être bon…19h 40, a marqué la fin des manifestations Avec l’espoir que nos revendications ont le  plus éveillé les consciences, Celles des femmes à prendre de l’engagement face à des situations compliquées. Au politiciens de leur rappeler que leurs développement n’est pas notre liberté, ni encore celle des femmes.

 

 

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»Fighting For Our Rights Together« Nadiye Ünsal – A Portrait

Refugee strike in Berlin - Wed, 01/31/2018 - 16:06

I am Nadiye. I am the daughter of a Gastarbeiter (guest worker). My father came at the end of the 60ies to Germany as a minor. He is kind of an archetype of a worker – he has been working in the same factory since 40 years. He has been in the same enterprise and done the same work for decades. He is employed in the tractor industry. My parents are a typical couple from Central Anatolia, who lived in a village and moved to Mannheim in Baden-Württemberg to have a better future for themselves. Like a lot of other people today who come to have more possibilities for themselves and their families.

I am the first daughter of these two people. I was born in Mannheim and went to school there. I graduated from high school there – the first one in our family to do so. Then I studied, because my parents expected that from me, of course. They didn’t want me to grow up as poor and destitute as them. I studied cultural anthropology and migration research and learned a lot: about the history of »guest workers« and refugees, about the politics of the European Union and Germany; about the situation of workers in Germany and how they are treated, and about racism and discrimination.

I started to protest at a quite young age. The first protest I participated in was in 2001, against the war in Iraq. There were demonstrations and I just went there. The next protest I was part of was because of the studies. In Frankfurt am Main where I had been studying, they wanted to introduce tuition fees for everybody, and I knew: If these tuition fees come, again only white, German or European, rich people are able to study, and all of us – migrants or foreigners or people from the Global South – cannot study anymore because it would be too expensive. And that’s why I participated in many protests, but always as an individual. I wasn’t part of a group, because I didn’t really feel good in most of the student organizations. They were very »German«. I couldn’t identify with them.

Later I lived and studied in Turkey – quasi in the origin country of my parents. That was quite good. And then I moved to Berlin to finish my master’s degree. In 2011 a scandal became public: For ten years migrants had been killed by a group of organized Nazis. This is known as NSU scandal. When I saw that in the newspapers I was really shocked: Nazis got money from the German secret agency to have arms and kill people like my father. That made me very angry. I’ve started to organize myself in a group: with migrants and other people who experienced racism.
Ever since I’ve been active in the Bündnis gegen Rassismus (Alliance against racism) and doing actions against racism and the European border regime. Then the Oranienplatz protest camp started, of which I was also part and did many activities. I saw a lot of violence there – of the police, against refugees. All that politicized me a lot.

Now I’m still active in small groups and in the Bündnis gegen Rassismus. I am still politically engaged with the situation of refugees, but I also try to work with families who are affected by racist killings and who still fight for their rights. The fight for rights is very inspiring for me, because we as people who are not seen as Germans here always have to fight for our rights. And this is my connection to the struggles of refugees. I’ve never passed the asylum system, but I know what it means when you do not get everything for free and when you have to fight for your rights.

And this is why I’m always happy when I can collaborate with refugee and migrant women**, because we are facing many forms of discrimination at the same time and we don’t have access to many rights at the same time. For example the women* who were left behind through the NSU killings, they are all widows with Turkish origins who are now without family, without victims’ rights or compensations from the state. And many refugee women* also arrive here without family, or they are separated from their family but still have to take care of them. I think if we tell our stories together, we have more strength to fight for our rights together, and to open this society for our concerns. So that they finally understand that we have always been and will always be here.

Miriam Gutekunst

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Demo : Stop all deportations

Refugee strike in Berlin - Sat, 01/27/2018 - 00:17

(Below: Arabic, Tigrinia, French, Urdu, Farsi, German)

Sunday // 11.02.2018 // 14.00 // Leopoldplatz (Wedding)

In Berlin, deportations happen all the time. Every night, the danger of
police raids looms: people are taken out of their beds and forced on
deportation planes. This takes place all around Berlin; in refugee
accommodation centers in our neighbourhood; or in apartments around the
corner. While most of Berlin sleeps, the German border system enacts
its ruthless practice of expulsion with its horrible consequences such
as extreme poverty, confinement, persecution, torture and death in
those places that people obviously had a reason to leave.
Sometimes cops search private homes to find people listed for
deportation who hide themselves. Often they come in civil clothes and
arrests have taken place unexpectedly during appointments with the
Migration Office. There are reports of people being deported before
their asylum case has reached a conclusion. People who tried to defend
their dignity were met with handcuffs and violence. Sleeping becomes
hard when any sound from the hallway could spell danger. Under such
circumstances nobody feels safe.
When people are evicted from their homes because they are too poor,
stopped by police because they don’t look “German enough” and deported
because they are not of use for making profit; When the state unleashes
this kind of violence and the supposedly social-left Berlin government
just plays along, it is up to us to stand in their way. It is our
collective strength that can create underground networks of practical
solidarity. It is our involvement that can create environments where
people can feel safer. Let us not sleep through their deportation
raids, but instead organise ourselves to resist and fight for the right
to stay for everyone!
———————————————

(arabic)

إيقاف جميع عمليات الترحيل
في برلين، عمليات الترحيل تحدث طوال الوقت. في كل ليلة، خطر غارات الشرطة
يلوح في الأفق: يتم إخراج الناس من أسرتهم وإجبارهم على الترحيل
هذا يحدث في جميع أنحاء برلين. في مراكز إيواء اللاجئين في منطقتنا؛ أو
في الشقق وبينما ينام معظم السكان في برلين،
يطبق نظام الحدود الألماني ممارسته الطائشة المتمثلة في الطرد بنتائجه
الرهيبة مثل الفقر المدقع والحبس والاضطهاد والتعذيب والموت في تلك
الأماكن التي كان من الواضح أن لدى الناس سببا للمغادرة.
في بعض الأحيان يبحث رجال الشرطة في المنازل الخاصة للعثور على الناس
المدرجة للترحيل الذين يختبئون أنفسهم هناك .
وكثيرا ما يأتون في ثياب مدنية، وقد جرت الاعتقالات بشكل غير متوقع
أثناء التعيينات مع مكتب الهجرة. وهناك تقارير تفيد بترحيل الأشخاص قبل أن
تصل قضيتهم المتعلقة باللجوء إلى نتيجة.
وقد قوبل الأشخاص الذين حاولوا الدفاع عن كرامتهم بالأصفاد والعنف. يصبح
من الصعب النوم عندما تسمع أي صوت من الردهة يمكن أن يشكل ذلك تهديد
بالخطر.
في ظل هذه الظروف لا أحد يشعر بالأمان.عندما يتم طرد الناس من منازلهم
لأنهم فقراء جدا، وتوقفهم الشرطة لأنهم لا تبدو عليهم „الألمانية بما
فيه الكفاية“ وترحيلهم ؛
عندما تقوم الدولة بإطلاق العنان لهذا النوع من العنف وحكومة برلين التي
من المفترض أن تكون حكومة اجتماعية من اليسار لكنها تسير على نفس
الطريق،فإن الأمر متروك لنا للوقوف في طريقها.
إن قوتنا الجماعية هي التي يمكن أن تخلق شبكات تحت الأرض للتضامن العملي.
ومن مشاركتنا التي يمكن أن تخلق بيئات حيث يمكن للناس أن يشعرون بأمان
أكثر.
دعونا لا ننام من خلال غارات الترحيل، ولكن بدلا من ذلك تنظم أنفسنا
لمقاومة والكفاح من أجل الحق في البقاء للجميع!
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(Tigrinia)
ኩሉ ምስጓግ ይቋረጽ
ኣብ በርሊን ምስጓግ ኩል ግዜ ዘሎ እዩ። ለይቲ ለይቲ ሃንደበታዊ ግፋ ካብ ናይ ስደተኛታት ገዝኦም ናብ መዕርፎ
ነፈርቲ ብሓይሊ ንክስጎጉ ይውሰዱ። እዚ ናይ ምስጓግ ፍጻሜ ከኣ ኣብ ሙሉእ በርሊንን ከባቢኣን ዝርከባ ካምፕታትን
መንበሪ ገዛ ይፍጸም። ኩሎም ህዝቢ በርሊን ደቂሶም ከለው ናይ ጀርመን ናይ ዶብ ስርዓት ንቶም ካብ ሃገሮም
ብምኽንያት ብዘስካክሕ ግፍዒ፣ ድኽነት፣ መኣሰርቲ፣ ስቓይን መቅተልትን ካብ ሃገሮም ሃዲሞም ንዝተሰደዱ ስደተኛታት
ኣብ በርሊን ዑቋባ ንዝሓተቱ መሊሶም ይሶግዎም።
ሐደ ሐደ ግዜ ፖሊስ ኣብ ናይ ዉልቂ መንበሪ ገዛ እናከዱ ንዝተሓብኡ ስደተኛታት ንምርካብ ሃርጎምጎም ይብሉ።
ሓደ ሓደ ግዜ ከኣ ስቪል ክዳን ብምኽዳን ኣብ ናይ ስደተኛታት ቤት ጽሕፈት ቆጸራ መዓልቲ ተረኺቦም ይሶጉ።
ጸብጻባት ከም ዝሕብርዎ ብዙሓት ስደተኛታት ቅድሚ ናይ ዕቋባ ሕቶኦም መልስኦም ከይሰምዑ ይስጎጉ።ካብ ምስጉጋግ
ንዝትከላኸሉ መጥቀዓቲ ይወርዶም። ብሰንኪ እዚ ምኽንያት ኣብ ቀሲኖም ክድቅሱ ኣብዘይክእሉሉ ደረጃ ይበጽሑ።
መንግስቲ ጀርመን መሰል ስደተኛታ ስለ ዘይጣበቅ ንሕና ኩላትና ብሓባር ኣብ ጎኒ ስደተኛታት ደው ኢልና ክንቃለስ
ይግባእ። ስደተኛታት ድሌታቶም ንኽረኽቡ ናትና ተሳትፎ ኣገዳሲ እዩ።
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ARRÊT TOTAL DES EXPULSIONS
À Berlin, des expulsions ont lieu en permanence. Chaque nuit, des
personnes risquent d’être expulsées : elles sont tirées du lit pour
être conduites de force à des avions qui servent aux expulsions. Ça se
passe dans tout Berlin : dans les centres d’accueil pour personnes
réfugiées de nos quartiers ou dans des appartements au coin de la rue.
Pendant que Berlin dort, le système allemand des frontières met en
œuvre ses pratiques abusives d’expulsions avec d’horribles conséquences
pour les personnes : l’extrême pauvreté, l’emprisonnement, les
persécutions, la torture et la mort dans des lieux qu’elles avaient
évidemment des raisons de quitter.
Parfois les flics fouillent des logements privés pour trouver les
personnes listées pour être expulsées, et qui se cachent. Souvent ils
sont habillés en civil et les arrestations ont lieu par surprise lors
de rendez-vous avec le Service d’Immigration. Des rapports décrivent
les cas de personnes expulsées avant que leur demande d’asile ait été
définitivement traitée. Des personnes qui tentaient de défendre leur
dignité se sont vues menottées et violentées. Dormir devient difficile
lorsque tous les sons du couloir peuvent signaler un danger. Dans ces
circonstances, personne ne peut se sentir en sécurité.
Lorsque des personnes sont virées de leur logement parce qu’elles sont
trop pauvres ; arrêtées par la police parce qu’elles n’ont “pas assez
l’air Allemandes” et expulsées parce qu’elles ne sont pas bonnes à
faire du profit ; lorsque l’État développe ce type de violence et que
le mouvement berlinois de supposée gauche-sociale se range à ses côtés
; nous devons nous y opposer. C’est notre force collective qui peut
créer les réseaux souterrains d’une solidarité pratique. C’est notre
engagement qui peut créer des environnements où les personnes
persécutées puissent se sentir plus en sécurité. Ne dormons pas pendant
qu’ils expulsent, et au contraire organisons-nous pour résister et
combattre pour le droit pour chaque personne de rester ici !
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(Urdu)
ملک بدری بند کریں ۔

برلن سے ہر وقت ہر روز ملک بدری ہوتی ہیے۔ کیا رات ارو کیا دن ہر وقت
لوگوں پرشان ہیں۔ ملک بدری صرف برلن میں ہی نہیں برلن کے ساتھ والے شہروں
میں بھی اسی طرح ہیے۔ مہاجرین کو بہت مشکل کا سامنا ہیے۔ جرمنی میں ۔
رہایش کیلیے بہت زیادہ لوگوں کو آپنے گھروں سے باہر سونا پڑتا ہئے۔ ان
تمام مسائل کو کوئی بھی نہیں دیکھتا آپ کے گھر کے سامنے بھی کوئی پرشان ہو
سکتا ہیں۔ مہاجرین بڑی مشکل اٹھنے کے بد آپنا ملک چھوڑنے ہیں ۔ کچھ دفہ
تو پولیس دوستوں کے گھر میں بھی چلی جاتی ہیے ۔ مہاجرین کی ایک لیسٹ تیار
کی جاتی ہیے۔ پھر ان مہاجرین کو پکڑ جاتاہے ۔ دفتروں سے ان کے گھروں سے
پولیس کو پوری معلومات ہوتی ہیے ان کے بار میں ۔ کبھی کبھی تو کچھ مہاجرین
کی پناہ کی درخواست کا جواب بھی نہیں آیا ہوتا ۔ مہاجرین کے ہاتھ بنداور
ناپسندیدہ طریقہ استعمال کیاجاتا ہیں۔ اس خوف میں اگر کوئی بھی غیر ضروری
آواز سنائی دے۔ ہرایک کو یہ یہ خوف ہوتا ہیے اب میری ملک بدری ہوگی۔
ہماری خواہش ہیے کے پولیس والے بند کریں ملک بدری ۔ کیونکہ یہ جرمنی ان
کے لوگوں کیلئے بھی درست نہیں ۔ اس کا م سے ان کو کوئی خاص فرق نہیں پڑتا
۔ جرمنی رہائش بھی اس بات کی مخالفت کرتے ہیں ۔
اب ہم لوگوں پر ہیے کے ہم ان مشکلات کا سامنا کسی طرح کھڑے ہوتے ہیں ۔ ہم
یہاں پر اپنے دوستوں کے ساتھ بہتر رابطہ کرنا ہوگا ۔ایک دوسرے کی مدد
کیلئے ۔ ہماری کوشش ہیے اس ملک بدری کو بند کیا جاسکے ۔ ہمیں سوچنا
چاہیےکسی طرح ۔ احتجاج ہمارا حق ہیے ملک بدری کے خلاف ۔ اور ہم اسے
استعمال کرتے ہیں ۔ خود کو اور ہمارے بھائی کیلئے ۔
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(Farsi)
توقف اخراج پناهندگان!
در برلین اخراج اجباری پناهندگان همواره صورت میگیرد. هر شب خطر آنکه
پولیس پناهندگان را از بستر خواب دستگیر و جهت اخراج در طیارها انتقال
دهند افزایش میابد. این عمل تقریباً در همه نقاط برلین و محل اسکان
پناهندگان٬ اپارتمانهای اکناف و اطراف ما صورت میگیرد٬ درحالیکه اکثریت
باشندگان برلین در خواب هستند. منشور محافظت از سرحدات آلمان این عمل فجیع
تبعید و اخراج اجباری پناهندگان را باوجود عواقب اسفناک آن از قبیل: تحت
تحدید و تعقیب بودن افراد٬ فقرشدید٬ ناامنی٬ زجر و شکنجه و حتی مرگ٬ که
پناهندگان را وادار به فرار نموده است صراحت میبخشد.
بعضی اوقات پولیس حتی خانه شخصی افراد را جستجو میکنند تا پناهندگانیکه
درلست اخراج شوندگان هستند و خود را پنهان نموده اند دستگیر و اخراج
نمایند. اکثرأ آنها ملبس با لباسهای شخصی هستند و پناهندگان را بطور
غیرمترقبه در هنگام قرار با اداره مهاجرت یا‌BAMF دستگیر مینمایند. شواهد
حاکی از آن است که قبل از طی مراحل و اتمام درخواست پناهندگی٬‌ پناهندگان
بازداشت و اخراج گردیده اند. اشخاصیکه مدافع حقوق خویش هستند سرکوب و
دستگیر میشوند. زمانیکه ترس دستگیری و اخراج باشد با هر طنین و صدای اکناف
خواب رفتن پناهندگان سخت میشود٬ تحت این شرایط هیچکس مصونیت احساس نمیکند.
وقتیکه پناهندگان بخاطر ناامنی و تنگدستی مجبور به ترک محل و بود باش خویش
میگردند و پولیس آنها را چون ظاهراً شبه آلمانی ها نیستند توقف و بخاطریکه
از آنها نمیتوانند منفعت بجویند اخراج میکنند٬ هنگامیکه ایالت برلین زمینه
ساز اینگونه اعمال خشونت بار درقبال پناهندگان است و دیگر ارگانهای
اجتماعی چپگرا نیز با آن همنوا است٬‌ این مسئولیت ما است که در مقابل آنها
قدعلم نمایم. انسجام و نیروی گروهی ما میتواند بستر صف آرایی همبستگی
سیاسی را ببار آرد.
این اقدامات ما است که میتواند محیطی را ایجاد نماید که در آن همه افراد
خویش را مصون احساس نمایند. اجازه ندهیم دستگیری و اخراج اجباری پناهندگان
ادامه یابد‌ و در مقابل طرح خود را تعمیم بخشیده و اسرار و پافشاری برای
حق ماندن همه پناهندگان نماییم.
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Stoppt alle Abschiebungen!

In Berlin finden die ganze Zeit Abschiebungen statt. Allabendlich
droht die Gefahr von Polizeirazzien: Menschen werden aus ihren Betten
geholt und in Abschiebeflugzeuge gezwungen. Dies findet in ganz Berlin
statt; in Flüchtlingsunterkünften, in unserer Nachbarschaft, in
Wohnungen um die Ecke. Während die meisten Menschen in Berlin schlafen,
verübt das deutsche Grenzsystem seine rücksichtslose Praxis der
Ausweisung. Mit den schrecklichen Folgen von extremer Armut,
Gefangenschaft, Verfolgung, Folter und Tod, in jenen Orten, von denen
die Menschen offensichtlich einen Grund hatten zu gehen.

Manchmal durchsuchen PolizistInnen Privatwohnungen, um Personen zu
finden, die zur Abschiebung aufgelistet sind und sich verstecken. Oft
kommen sie in Zivilkleidung . Verhaftungen haben unerwartet bei
Terminen mit der Ausländerbehörde stattgefunden. Es gibt Berichte, dass
Menschen deportiert wurden, bevor ihr Asylverfahren abgeschlossen war.
Menschen, die versuchten, ihre Würde zu verteidigen, wurden mit
Handschellen und Gewalt konfrontiert. Schlafen wird schwer, wenn
Geräusche aus dem Flur eine Gefahr darstellen können. Unter solchen
Umständen kann sich niemand sicher fühlen.

Wenn Menschen aus ihren Häusern zwangsgeräumt werden, weil sie zu arm
sind, wenn sie von der Polizei angehalten werden, weil sie nicht
“deutsch genug” aussehen und abgeschoben werden, weil sich aus ihnen
kein Profit machen lässt, wenn der Staat diese Art von Gewalt
entfesselt und die vermeintlich sozial-linke Berliner Regierung nur
mitspielt, müssen wir uns ihnen in den Weg stellen. Unsere kollektive
Stärke kann Netzwerke praktischer Solidarität schaffen. Unser
Engagement kann eine Umgebung schaffen, in der Menschen sich sicherer
fühlen. Lasst uns nicht ihre Abschieberazzien durchschlafen, sondern
organisieren wir uns selbst, um Widerstand zu leisten und zu kämpfen,
für das Recht zu bleiben für alle!

Categories: Tent Action

Journalistin Hülya Emeç soll nach Brasilien abgeschoben werden

Refugee strike in Berlin - Thu, 01/25/2018 - 18:21

Die Journalistin Hülya Emeç wird nach Ablehnung ihres Asylantrags auf dem Flughafen Zürich festgehalten und soll nach Brasilien abgeschoben werden.

Hülya Emeç ist in der Türkei zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Daraufhin hat sie die Türkei verlassen und ist über Brasilien in die Schweiz gereist, wo sie einen Asylantrag stellte. Der Antrag wurde mit Verweis auf den Fluchtweg abgelehnt. Bei Brasilien handele es sich um ein sicheres Land, so die Begründung.

Die Journalistin wird seit dem 15. Januar 2018 auf dem Flughafen in Zürich festgehalten. Wie sie selbst erklärt, habe sie sich in Brasilien keineswegs sicher gefühlt.

Categories: Tent Action

Aftermath of the eviction of Gerhart-Hauptmann-Schule on 11 January, 2018

Refugee strike in Berlin - Thu, 01/25/2018 - 10:00

It has been a long and intense morning with hundreds demonstrating on the streets of Kreuzberg to protest against the eviction of the Gerhart-Hauptmann-Schule, against German racist and neocolonial asylum and migration policies, Fortress Europe, and deportations.
Many thanks to all those today in support and solidarity for the people of the school, thanks to the activists and initiatives, such as International Women Space, Bündnis Zwangsräumung verhindern, Initiative Oury Jallou, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, Corasol, Stop Deportation Group, Schlafplatzorga, Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße and KuB for their powerful speeches at the manifestations in front of the school, at Hermannplatz, and on Oranienplatz. What is more, it was very important to have a speech of a representative of the Roma community. They used to live in the school and they were evicted on June 24th, 2014 to be distributed to remote places at the city’s margins, far from their local environment. Their children lost their structures, they could not attend their schools anymore, which led to a far more complicated situation in terms of education and to maintain friendship ties. Almost all of the Roma people were driven into homelessness again, some of them are dead.

After the last long negotiations with the Berlin senate and the district authorities of Friedrichshain-Kreuzberg on January 10th, the remaining inhabitants of the school went out of the school building the evening before the set eviction date. After a first month in a camp Schöneweide, they will live in a container camp in Kreuzberg. For some, their asylum cases will undergo revision on the basis of §23 Residence Law – yet, as the so-called ‘Oranienplatz Agreement’ after the demolition of the Oplatz camp perfectly illustrated, there is no guarantee that this re-evaluation will lead to any granted legal status. It is important to support the people (e.g. accompany them to the authorities, etc.), to remain in touch with them and to stay organised and cautious about the senate’s and the district’s next steps. Supporters organised a crowdfunding campaign that that aims to cover most of the urgent needs, such as medicine, lawyer’s fees, and local transport, among others.

The political struggle, the local and international fights against repression, gentrification and every-day racism, against the backdrop of the capitalistic system continue. As was shown on the demo route of December 16th and January 11th, local fights in Kreuzberg against gentrification, daily evictions of individuals and projects, such as Friedel54, or against GoogleCampus in Ohlauer Straße need to be stronger addressed as linked to the fights of the lower classes, the poor, exploited and disenfranchised, the refugees, migrants and newcomers.

Articles summarizing the eviction and the follow-up events in Neues Deutschland & taz

A second article in taz tries to evaluate the eviction in light of the political fight that has lasted for many years. Taken into account, the journalist states, that the majority of German society aligned with the mainstream media shows an obvious tide to right and conservative attitudes, the very fact that the refugee movement has maintained through the committed fight of political activists, can be seen as a (small) success. However, their demands and political goals – abolishment of the lager system, an end to deportations, freedom of movement for everybody – have been ignored.

Before the eviction, there was a concise summary on Indymedia of the history and the background of the Gerhart-Hauptmann-Schule (in German)

One of the best long-reads in English on the history of the Ohlauer school can be read here: http://politicalcritique.org/world/eu/2016/refugees-berlin-ohlauer-school/

Photos: J.Garnet

 

You can evict a building, you can evict people, but you can’t evict a movement!

Categories: Tent Action

Berliner Stadtmission fördert Segregation von Menschen in Spandau!

Refugee strike in Berlin - Wed, 01/17/2018 - 12:25

English

Die Situation im Lager der Mertenstr. 63 (13587, Spandau – Berlin), betrieben von der Berliner Stadtmission, ist unerträglich. Verantwortlich für diese Situation sind Elke Breitenbach und die gesamte Regierung von Berlin.

Hunderte von Menschen leben noch immer dort (einige von ihnen seit mehr als 2 Jahren!) und warten darauf, dass dieses Lager geschlossen wird, nachdem ihre Anträge auf einen Transfer in ein dauerhaftes Wohnheim wiederholt vom LaGeSo abgelehnt wurden. Das Lager sollte bereits geschlossen worden sein, denn die Bedingungen für die Hunderte von Menschen, die in solchen Hangars unter schlechten Lebensbedingungen leben, sind unmenschlich – aber die Verwaltung des Lagers, in Zusammenarbeit mit dem LAF und dem Berliner Senat, hält das Geschäft am Laufen.

Die Lebensbedingungen sind sehr schlecht, genau wie in allen anderen Lagern. Gerade in diesem Fall leiden die Bewohner*innen unter einem enormen psychologischen Druck und es gab bereits mehrere Selbstmordversuche, die teilweise erfolgreich waren. Es ist auch durchaus üblich, dass im Inneren des Lagers Drogen aufzufinden sind.

Die Verwaltung des Lagers, also die Berliner Stadtmission, erlaubt den darin lebenden Menschen nicht, Besucher*innen zu empfangen. Dies provoziert eine Segregation und einen Ausschluss aus der Gesellschaft, der jeden Versuch der Integration oder Inklusion verhindert.

Es gibt nur einen gemeinsamen Bereich mit Zugang zum Internet, was es schwierig macht, etwas Privatsphäre zu haben. Die Zimmer werden mit Personen geteilt und die Wände sind sehr dünn.

Die Zimmer haben keine Türen, was es Dieben ermöglicht, jederzeit einzutreten und nach Belieben zu stehlen. Dies geschah wiederholt in den Nächten, in denen das Licht ausgeschaltet wurde. Dies führt auch zu Sicherheitsproblemen – vor allem, wenn man bedenkt, dass das Sicherheitsunternehmen SGB Schutz & Sicherheit GmbH mehr an der Kontrolle der dort lebenden Menschen als an der Schaffung eines sicheren Raumes interessiert ist. Wenn z.B. jemand einem Bewohner*einer Bewohnerin sein*ihr Telefon stiehlt, erklären sie der betroffenen Person, dass sie die Polizei anrufen sollte. Die Schlussfolgerung der im Lager lebenden Leute lautet, dass dieses Lager wie ein Gefängnis ist. Darüber hinaus ist das Sicherheitspersonal nicht professionell geschult, die Menschenwürde zu respektieren, wenn ein Vorfall eintritt. Sie nutzen ihre Macht und tun so, als ob die betroffenen Personen kriminell wären. Vor allem die Bewohner*innen des Lagers leiden unter einem solchen Verhalten, weil sie befürchten, dass es negative Auswirkungen auf ihre Asylanträge haben wird und niemand ihre Stimme hört, weil sie als Flüchtlinge gesehen werden.

Die hygienischen Bedingungen sind ebenfalls sehr schlecht, da es im Lager nicht genügend sanitäre Einrichtungen für 600 Menschen gibt, die auf demselben Raum leben. Das Lager ist voller Insekten und Krankheiten. Über hundert Menschen haben eine Petition zur Verbesserung der Lebensbedingungen eingereicht und sich über Insekten im Lager beschwert, aber das LAF kümmerte sich nicht um ihre Petition. Auch die Bedingungen für die Einhaltung der persönlichen Hygiene der Menschen sind nicht zufriedenstellend: So hat z.B. die Seife und das Shampoo, die das Lagermanagement liefert, eine so schlechte Qualität, dass man sie lieber direkt in den Müll wirft.

Das Essen ist auch in diesem Lager ein großes Problem. Es gab einige Proteste gegen die schlechte Qualität: Bei diesen Protesten weigerten sich die Beteiligten, die Lebensmittel zu essen und viele Menschen aus verschiedenen Ländern schlossen sich dem Protest gegen diese Bedingungen an. Wie bei anderen Protesten wurde auch hier mit der Entsendung von Menschen ins Lager nach Tempelhof gedroht und die Drohung wurde für einen afrikanischen Asylsuchenden, der sich organisiert hatte, zur Realität.

Man sagt, dass dieses Lager eine Notunterkunft ist, aber einige Leute leben dort seit 2015. Die Lagerleitung (unter der Verantwortung der Berliner Stadtmission) sollte die Qualitätsstandards erfüllen, die vom
LAF  aufgestellt wurden, aber das ist nicht der Fall. Einige der Punkte, in denen diese Standards nicht erfüllt werden, sind die folgenden:

  • Es gibt nicht nur keine sichtbare Erste-Hilfe-Ausrüstung im Lager, sondern auch nur eine sehr rudimentäre und begrenzte Erste-Hilfe Ausrüstung, die in den Räumlichkeiten der Leitung des Lagers zur Verfügung steht. z.B. gibt es Verbandsmaterial für nicht einmal 3 Personen, obwohl Hunderte von Menschen in diesem Lager leben.
  • Die Lagerleitung sorgt nicht dafür, dass Sport- und Spielanlagen von Experten inspiziert werden.
  • Einige Leute haben bei ihrer Ankunft die “Hausregeln” ihres Lagers nicht in ihrer Muttersprache erhalten.
  • Personen werden nicht darüber informiert, dass ihre persönlichen Daten für finanzielle Berechnungen des Landes Berlin erhoben werden.
  • Die Menschen wissen nicht, dass ihre nicht-personenbezogenen Daten gesammelt werden, um der Presse oder bei anderen schriftlichen offiziellen Anfragen kommuniziert zu werden.
  • Personen werden nicht darüber informiert, dass ihre Daten für die legale Registrierung (bei der Meldebehörde) verwendet werden.
  • Sie wurden nicht informiert, dass es im Lager ein Kamerasystem (CCTV) gibt.
  • Es wird kein richtiges Erste-Hilfe-Material zur Verfügung gestellt.
  • Es gibt keine Notrufnummern, die offen und sichtbar angezeigt werden.
  • Im Lager gibt es keinen Aufzug.
  • Menschen erhalten keine Informationen über den Brandschutz in ihrer Sprache.
  • Die Lagerleitung führt keine Brandschutzübungen durch.
  • Die Lagerleitung stellt weder eine Krippe (für Babys), noch individuelle Leselampen zur Verfügung.

 

Berliner Stadtmission is segregating in Spandau!

The situation in the Lager of Mertenstr. 63 (13587, Spandau – Berlin), ran by the Berliner Stadtmission, is no longer sustainable. Elke Breitenbach and the whole government of Berlin are responsible of this situation.


Hundreds of people are still living there (some of them for more than 2 years!), waiting for this Lager to close, after their applications for transferring to permanent Wohnheim repeatedly rejected by LaGESO . The Lager should be already closed, because the conditions of hundreds of people living in this kind of hangars with poor living circumstances are inhuman, but the administration of the Lager, with the cooperation of LAF and the Berliner Senat, keeps the business running.

The living conditions are very bad, just as it happens in all the other Lagers. In this one in particular, the residents have been suffering from a huge psychological pressure, and there have already been several suicide attempts which succeeded in some cases. It is also quite common that there are drugs inside the Lager.

The administration of the Lager, from Berliner Stadtmission, doesn’t allow visitors of the people living inside. This provokes a segregation and a exclusion of the society that goes against every integration or
inclusion initiative.

There is just one common area with access to the internet, making it difficult to have some privacy. Rooms are shared with  persons, and the walls are very very thin.


The rooms do not have doors which encourage thief to enter at any time and pick what he/she wants. This has repeatedly happened during the nights when the lights turn off. This leads also to security problem, specially if we have in mind that the security company, SGB Schutz & Sicherheit GmbH, is more interested in controlling the people living there than in creating a secure space. For example, when someone steals your phone, they tell you that you should call the police The conclusion of the people living inside is that this Lager is like a jail. In addition, the security personal is not professionally trained to respect human dignity when an incident happens, they use their power and pretend the person as criminal and most importantly the residents of the camp suffer such behave due to the fear that it will have a negative impact on my asylum case and nobody hears their voice because they are refugee.

The hygiene conditions are also very bad, as there are not enough sanitary installations for 600 hundreds of people living in the same space. The Lager is full of insects and diseases. Over hundred people made a petition for betterment of the living condition and complained over insects in the camp but the LAF did not care about their petition. The personal hygiene of the people is also not satisfactory: for example, the soap and the shampoo delivered by the Lager has such a horrible poor quality, that people just throw it directly to the trash.

 

The food is has been also a big problem in this Lager. There has been some protests against the low quality of it: in these protests, they refused to eat the food and a lot of people from different countries joined against these conditions. As in other protests, people were threaten to be sent to Tempelhof, and the threat became a reality for an African asylum seeker who organized was part of the protests.

They say that this Lager is a Notunterkunft, but some people live there since 2015. Therefore, the camp management (under the responsability of Berliner Stadtmission) should fulfil the quality standards set up by
LAF (link), but this is not the case. Some of the points where these standards are not fulfilled are the following:

  • There is not only visible First-Aid-Equipment in the camp but also very initial and limited First-Aid-Equipment available in the management of the camp. For example they do not have bandage for more than 3 people while hundreds of people are living this camp.
  • The camp management doesn’t ensure inspection of sports and playing facilities by experts
  • Some people didn’t receive the “House rules” of their camp in their native language when they arrived
  • People are not informed that their personal data is collected for financial calculations of the state of Berlin
  • People don’t know that their non-personal data is being collected to be communicated with the press or other written official requests
  • People are not informed that their data is used for their legal registration (at the local “Meldebehörde”)
  • They were not informed that there is a camera-system (CCTV) in thei camp
  • There is no proper First-Aid-Material provided
  • There are no emergency numbers displayed openly and visibly
  • There is no lift in the Lager
  • People don’t receive information about fire safety in their language
  • The camp management doesn’t conduct fire prevention exercises
  • The camp management doesn’t provide a crib (for babies), nor individual reading lights
  • The camp management doesn’t provide a room with a table and seats
  • The camp management doesn’t provide a room with a lockable cup-board (minimum size per person: 50 x 180 x 55 cm)
  • People don’t have a countertop for the preparation of food and drink
  • People don’t have access to cooling equipment, including a freezer with a volume of 20 to 30 liters per person
  •  There is not a sink for each 7 people
  • There is no toilet place for people with disabilities
  • There is no toilet place for all genders
  • The camp management doesn’t provide enough hygiene accessories (toilet brush, lockable hygiene trash cans, wall hooks, soap dispensers)
  • There is no storing room for products for personal hygiene, hand and bath towels and clothes
  • The floors and walls of the sanitary facilities are not easily washable
  • There are no properly ventilated washing and drying rooms with washing machines, tumble driers/clothes line in the Lager (at least 4 washing machines and  tumble driers every 100 persons)
  • There is no possibility to separate clean and dirty laundry in a separate room
  • The camp management doesn’t provide airtight and lockable containers/laundry bags
  • There are no outside spaces for playing
  • There is no common room with adequate size and equipment
  • The camp management doesn’t inform about the types of uses and activities taking place inside the rooms
  • There is no free Wifi-Access in common areas
  • The camp management doesn’t provide lendable mobile devices (at least one laptop or table every 100 persons)
  • The room with medical assistance doesn’t have a sink, a soap and a disinfectant dispenser, garbage containers, fridge for medicines, examination table/bed, lockable cupboards for medical equipment, private changing area nor a bright ceiling lighting
  • The waiting area is not weather proof and doesn’t have enough seats
  • Near the examination room, there are no sanitary facilities
  • There is no playground for children
  • There is a sport area but it is not standard
  • There is no relaxation area
  • If the temperature drops below 15ºC outside at least for three consecutive days, the camp management doesn’t provide enough heating after 9PM
  • Hallways and circulation areas are not cleaned everyday
  • Towels don’t get washed at least every week
  • There is no public health authority (independent from the camp management) inspecting the hygiene conditions on a regular basis
  • There are not pest controls
  • In case of pest infection, the entrance and influx opportunities are not prevented, the building doesn’t get cleaned, and hiding places for pests are not avoided
  • When people arrive to the Lager, there is no counselling or guidance
  • There is no special support for people with disabilities, old people, pregnant and alone travelling women, single parents with minor children, victims of human trafficking, people diagnosed with mental illnesses or LGTBI people
  • People don’t get any support for integration (organization and coordination of employment, leisure activities, integration into the city society, entry into standard care)
  • How are people supposed to live in these conditions for years? We have no answer or comment in this sense from Elke Breitenbach, or Berlin’s Senat, or LAF, or Edith Tomaske, or the Berliner Stadtmission.

We hope that this and other Lagers close once and for all, and that companies stop making profit out of the health and well being of the people living in the Lagers. Stop the Lager industry! Decent houses for all!

Categories: Tent Action

Call for distribution of Daily Resistance #4 and Frauen Stimme Magazine #1

Refugee strike in Berlin - Mon, 01/15/2018 - 23:51

Dear people of the world,

We are proud to present a new publication of Daily Resistance and also new publication of our sister magazine: Frauen Stimme Magazine. You are warmly invited to distribute these in your sorounding and in the camps. Please get in contact with us for distribution. Daily Resistance@oplatz.net or stimmemagazine@gmail.com.

Below is more information about these publications.

 

1- Daily Resistance

This issue comes in 7 languages

The articles are written in English, Farsi, Arabic, German, Turkish, Urdu and Turkish. Unlike the last time, we have just one newspaper with all of the articles in it.

We have a new Farsi/Dari editorial board

A group of people living in different cities in Germany (Mainly Berlin, Munchen & Hamburg) has created an independent editorial board. So all of the Farsi/Dari text is comming from our new editorial board. We welcome more people to establish independent editorial groups and collaborate together on making the articles. As the outcome we have a special Farsi edition on deportation to Afghanistan.

 

Special edition: Deportation to Afghanistan

We have a special edition on deportation to Afghanistan. We have tried to make a complete picture of the situation by gathering information from different affected people. it is not a deep analythical text, but rather different perspectives from directly affected people. We reflect the voice of people who are in danger of deportation, as well as the people who have been deported and are talking about their life back in afghanistan.

This special edition is printed separately in Farsi (6 pages). So if you want it, please let us know separately.

A summary of this edition is printed in the newspaper in German language.

How can I distribute the newspaper?

Please send us an email on dailyresistance@oplatz.net .

In the email please write:

  1. Your postal address
  2. Your telephone number
  3. How many copies of the newspaper you would like to receive
  4. How many copies of the Farsi edition: “Deportation to Afghanistan” you would like to receive.

Later on in February we will post you the newspapers.

In Berlin, You can always pick the newspaper in: Mandolin Cafe, Mahlower Straße 7 (U8 Boddinstr.)

Daily Resistance is for free.

It is important to us that you understand, that you can get the newspaper if you don’t have money – especially if you live in a lager yourself and like to distribute there.

Money, Money, Money

We are still in need of money for printing. Alongling indymedia ban, we have also got into trouble concerning finances and that’s why we think more than ever, that our independent newspaper has to be supported directly by the people and not the institustions.

One copy of the newspaper costs 30 cents for us. It is a good hint, if you can pay double of the money that your order costs. Like this we have the possibility to support the people who can not afford to pay.

Our Account:

Verein ‘Mediengruppe’

IBAN: DE89830654080004950682

BIC (SWIFT-Code): GENO DEF1 SLR

Daily Resistance is the newspaper of “Refugee Movement”
We are a mixed group of people and activists in Berlin who fight against isolation and lagers in oranienplatz and other places.

Daily Resistance is a periodical newspaper on actual paper written by refugee activists aimed to reach people in lagers. We want to inform them on the state of resistance in Germany and to empower them for their everyday resistance against the system.

We like to thank everybody who moved the newspaper forward and invite all to join in the fight of breaking the isolation in lagers.

This is a communal newspaper, from people for people.

 

2- The Anouncement from our Farsi/Dari Editorial group

چهارمین شماره‌ی مقاومت روزانه منتشر شد

چهارمین شماره‌ی نشریه‌ی «مقاومت روزانه»، ویژه‌ی دیپورت، منتشر شد. نشریه‌ی «مقاومت روزانه» نشریه‌یی است متعلق به پناهجویان که تلاش می‌کند در مورد وضعیت زندگی پناهجویان، قوانین پناهجویی و مبارزات پناهجویان اطلاع‌رسانی کند.

فهرست مطالب شماره‌ی چهارم به شرح زیر است:

آنها را دیپورت کردند تا کشته شوند (گزارشی از سرنوشت چند پناهجوی افغانستانی که به این کشور دیپورت شدند)/ هوشیار باشیم! توقف دیپورت موقتی است (هیات تحریریه‌ی بخش فارسی مقاومت روزانه)/ می‌خواستیم بدون ترس زندگی کنیم (روایت علی، پناهجویی از افغانستان)/ کاش طالبان گردنمان را زده بود (روایت اسد، پناهجویی از افغانستان)/ پاهای شوهرم جا ماند تا بتوانیم بمانیم (روایت طاهره، پناهجویی از افغانستان)/ ما از مرگ فرار کرده‌ایم (روایت اسعد، پناهجوی افغانستانی؛ یادگار)/ کابوس دیپورت (گفت‌وگو با علیرضا، پناهجویی از افغانستان؛ دانا شاکری)/ اداره‌ی مهاجرت آلمان دروغ می‌گوید (روایت محمد، پناهجوی دیپورت‌شده به افغانستان؛ علی واعظی)/ شبح اخراج بر فراز کمپ (مسعود حسن‌زاده)/ در مورد حق ماندن (جنبش پناهندگیِ پناهندگان)/ مقاومت در برابر دیپورت در پاریس (تشکل لاشاپل دوبو)/ گزارشی از اعتراض علیه اخراج پناهجویان افغانستانی در فرودگاه فرانکفورت (پناهجویان و مهاجرین برای جهانی بدون مرز)/ گزارشی از اقامتگاه‌های پناهجویی در نورنبرگ (مهدی حسینی)/ خشونت علیه زنان در کمپ‌ها را متوقف کنید (نامه‌ی سرگشاده از طرف زنان در تبعید و یارانشان)/ تاریخ سفید استعمار و پناهنده‌های آفریقایی (بینو، پناهجویی از آفریقا)/ پناهندگان هیچ حق و صدایی ندارند (مصطفی، پناهجویی از جنبش اعتراضی زندلینگرتور)

این نشریه از دل متصل شدن افرادی از کشورهای مختلف که در جنبش پناهجویی سال‌های ۲۰۱۲ تا ۲۰۱۴ در آلمان شرکت کرده بودند شکل گرفت و به عنوان یک پروژه‌ی مشترک اولین شماره‌ی آن در مارس ۲۰۱۶ منتشر شد. مجموعه‌ی منجنیق، از همان ابتدا و در یک روند گسترش‌یابنده با بخش فارسی این نشریه همکاری می‌کند.

از نظر ما و دیگر رفقایی که در این پروژه با هم همکاری می‌کنیم، «مقاومت روزانه» باید بیش از گذشته به یک نشریه‌ی پناهجویی تبدیل شود، به این معنا که پناهجویان نقش جدی و گسترده‌یی در اداره، سیاست‌گذاری، تولید محتوا، انتشار و پخش گسترده‌ی نشریه بر عهده بگیرند. ما و دیگر رفقایمان قدم‌های مهمی در این راستا برداشته‌ییم و می‌دانیم باید قدم‌های بیشتری در این جهت برداشت.

نشریه‌ی «مقاومت روزانه» می‌تواند به سنگری موثر در مقابل روند تهاجم به حقوق پناهجویان و پناهنده‌گان برای سازمان‌یابی گسترده‌ی مقاومت و مبارزه تبدیل شود. تنها با مقاومت و مبارزه‌ی جمعی است که می‌توانیم از به‌حاشیه‌رانده شدن و تضییع بیش از پیش حقوقمان جلوگیری کنیم و حقوق بیشتری به دست آوریم.

ما از تمامی پناهجویان، پناهنده‌گان، مهاجران و حامیان حقوق پناهنده‌گان در همه جای جهان دعوت می‌کنیم برای همکاری با پروژه‌ی مقاومت روزانه، به ویژه برای پخش گسترده‌ی این نشریه و همکاری در تولید محتوا با ما در مجموعه‌ی منجنیق، یه به طور مستقیم با آدرس تماس مقاومت روزانه تماس بگیرند. تاکید ما در پروژه‌ی مقاومت روزانه بر این است که نشریه را چاپ شده و کاغذی به دست پناهجویان و پناهنده‌گان برسانیم و برای همین به یاری هر کسی که بتواند در این زمینه ما را یاری دهد، نیاز داریم.

شماره‌ی چهارم مقاومت روزانه را می‌توانید از این آدرس دریافت کنید و برای دریافت نسخه‌های کاغذی آن برای پخش باید با ایمیل منجنیق، صفحه‌ی منجنیق در فیس‌بوک یا ایمیل مقاومت روزانه تماس بگیرید.

ایمیل مجموعه‌ی منجنیق:

manjanigh.review@gmail.com

ایمیل مقاومت روزانه:

dailyresistance@oplatz.net

شماره‌های قبلی را می‌توانید از لینک‌های زیر دریافت کنید:

شماره‌ی اول. مارس ۲۰۱۶

شماره‌ی دوم. می ۲۰۱۶

شماره‌ی سوم. نوامبر ۲۰۱۶

راه‌هایی برای جلوگیری از اخراج شدن، ضمیمه‌ی کمیک‌استریپ

 

3- Frauen Stimme Magazine

Stimme Magazine is a non-profit, self organized magazine for and about refugee and migrant women, created by a group of amateur journalists in Berlin. With our magazine, we want to provide a platform to make refugee and migrant women*’s experiences, problems and struggles visible and provide useful information for their living situation. Some of us have gone through the Asylum system or are still going through it, some experience racist discrimination. Most of us are women*. We are united in the wish to connect all well intended people interested in learning about and fighting against the various forms of discrimination and exclusion refugee and migrant women* experience daily.

In our first edition, we have talked for example about access to abortion in Germany, the stages of the Asylum Process, violence against women and portrayed a migrant women fighting against discrimination. Our next edition, coming out in February, will include articles about access to psychological help for migrant and refugee women, degrading living conditions in Lager in Berlin, contraception, information about modern slavery in North Africa, and much more.

If you are interested in receiving one or more magazines, contact us via stimmemagazine@gmail.com.

Donations can be made through:

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IBAN: DE45 430609671179019100

BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: “Frauen Stimme Magazine”

Categories: Tent Action

Flüchtlingslager in Nordsyrien – Teil 1

Refugee strike in Berlin - Mon, 01/15/2018 - 12:58
ANF

Täglich kommen immer noch viele Schutzsuchende auf der Flucht vor dem syrischen Regime oder dem IS in die trotz Embargo und Angriffen einzige stabile Region im Kriegsland Syrien, nach Rojava und Nordsyrien.

Obwohl Rojava nur über begrenzte Möglichkeiten verfügt und schon sehr viele Schutzsuchende aufgenommen hat, weist es diese nicht zurück und versucht ihre Bedürfnisse zu decken. Die Vereinten Nationen und internationalen Organisationen geben den Schutzsuchenden nicht die notwendige Unterstützung. Dennoch bietet die Demokratische Autonome Selbstverwaltung Nordsyriens in zwölf Flüchtlingslagern Gesundheitsversorgung, Bildungsarbeit und auch kulturelle Aktivitäten an und steht 24 Stunden täglich zur Verfügung.

Auf der Flucht vor dem IS ist etwa die Hälfte der Bevölkerung von Raqqa in den Kanton Kobanê geflüchtet. Die Zahl der aus Gebieten wie Damaskus und Dera Geflüchteten im Kanton Cizîre liegt bei 70.000. Die meisten Schutzsuchenden kamen im Jahr 2012, dem Jahr mit der massivsten Binnenmigration, nach Rojava. Aus diesem Grund hat die Demokratische Selbstverwaltung von Rojava zu dieser Zeit etliche Camps errichtet.

Das Camp Hol

Das zum Rat für gesellschaftliche Arbeiten der Demokratisch-Autonomen Selbstverwaltung gehörige Büro zur Unterstützung Vertriebener hatte das Camp Hol am 9. März 2016 eingerichtet. Es befindet sich an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak. Das Camp ist etwa 20 Kilometer von Hesekê und etwa einen Kilometer von Hol entfernt. Nachdem Südkurdistan die Grenzen für Schutzsuchende aus Mossul geschlossen hatte, wurde das Hol-Camp eröffnet. Die Flucht aus Mossul nahm nochmals zu, als die Operationen der irakischen Armee und der Peschmerga zur Befreiung von Mossul begannen. Zur gleichen Zeit war die Zahl der Schutzsuchenden vor den Angriffen des Baath-Regimes in Syrien wie auch vor den Massakern des IS und Jabhat al Nusra angestiegen.

Das Hol-Camp besteht aus 1.000 Zelten und 220 Häusern. Dort befinden sich 3.500 Flüchtlinge aus dem Irak und 1.500 aus Syrien. Die Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV-DEM) hat an der Arbeit im Camp und der Verteilung der Hilfe beim Aufbau von Räten und Kommunen mitgewirkt. Heyva Sor a Kurdistanê, der kurdische rote Halbmond, hat zur Versorgung medizinischer Probleme der Menschen im Camp ein Gesundheitszentrum eröffnet. In dem Zentrum befinden sich mehrere Ambulanzen und Krankenhelfer bieten den Schutzsuchenden ihre Dienste an.

Die Lebensmittelversorgung wird von der Hilfsorganisation Rojava bestritten. Da die zu den Vereinten Nationen gehörigen Organisationen NRD, IRC und IRD nicht ausreichend Hilfe leisten, trägt die Hilfsorganisation Rojava die ganze Last der Lebensmittelversorgung des Camps.

Das Camp El-Sed

Bei den schweren Kämpfen zwischen dem Regime und dem IS war die Bevölkerung von Dêra Zor lange Zeit zwischen den Fronten eingeschlossen. Als ein Weg frei wurde, wandten sich die Zivilist*innen vor allem in Richtung Cizîre, da der IS Zivilpersonen als lebende Schutzschilde benutzte. Um den steigenden Zahlen Schutzsuchender gerecht zu werden, richtete die Demokratisch-Autonome Selbstverwaltung in der Gemeinde Erişa bei Şedade das Camp El-Sed ein. Es liegt etwa 30 Kilometer von Hesekê entfernt und wurde ebenfalls von der Kommission zur Unterstützung Vertriebener im Juni 2017 eingerichtet. Das Camp war mit 200 Zelten eröffnet worden, zu Hochzeiten der Operationen in Raqqa und Dêra Zor lebten dort 50.000 Menschen. Mit der Befreiung der Regionen durch die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) sind viele allerdings wieder nach Hause zurückgekehrt.

Nach Angaben der Lagerleitung leben dort im Moment noch 15.000 Menschen, die Mehrheit aus Dêra Zor. Auch hier kümmert sich Heyva Sor a Kurdistanê um die gesundheitlichen Belange, während die Hilfsorganisation Rojava die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln stellt.

Die Demokratisch-Autonome Selbstverwaltung und die zu ihr gehörigen Organisationen haben einen Aufruf zur Versorgung der großen Zahl von Schutzsuchenden gemacht, allerdings kam weder eine Antwort der Vereinten Nationen oder Hilfsorganisationen noch wird ausreichend Hilfe geleistet.

Das Camp Ebû Xeşeb

Der Zivilrat von Dêra Zor gründete am 17. Oktober etwa 70 Kilometer nördlich der Großstadt das Camp Ebû Xeşeb. Die Anzahl der Zelte, die dort zur Verfügung stehen, ist aufgrund eines Sandsturms von 450 auf nur noch 305 gesunken. In dem Camp befinden sich 320 Familien, die überwiegend aus Frauen und Kindern bestehen und aus Bûkemal, Meyadîn, Raqqa und Aleppo kommen. Nach Angaben der Lagerleitung sind es insgesamt etwa 1500 Menschen. Auch hier wird beklagt, dass internationale Organisationen keine Unterstützung leisten und es an Lebensmitteln und Zelten fehle. Um die Gesundheit kümmert sich auch hier Heyva Sor a Kurdistanê.

Das Camp El Keramê

Mit der am 5. Oktober begonnenen Offensive „Zorn des Euphrat“ der QSD begann der IS, immer häufiger Zivilist*innen als Schutzschilde zu verwenden. Die QSD öffneten Sicherheitskorridore, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Die geretteten Zivilist*innen wurden im Camp El Keramê im Südwesten von Hesekê versorgt. Es befinden sich im Camp immer noch 10.000 Schutzsuchende, die von der Hilfsorganisation Rojava mit Nahrungsmitteln, Unterkunft und Bildung versorgt werden.

Das Camp Roj

Wie auch in anderen Regionen Syriens sind in Nordsyrien Städte zum Angriffsziel von Gruppierungen wie dem IS, Ahrar al Şam und Jabhat al Nusra geworden. Insbesondere aus Til Hemis und Til Berak wurden Tausende Menschen vertrieben. Am 25. Februar 2015 wurde daher in der Region Dêrik das Camp Roj gegründet. Nachdem die Menschen nach der Befreiung von Til Hemis und Til Berak durch die YPG und YPJ wieder zurückkehren konnten, wurde das eigentlich provisorische Camp für Tausende Flüchtlinge aus Mossul und verschiedenen syrischen Städten erweitert.

Das Camp Roj befindet sich auf dem Weg zum Dorf Zehiriye etwa drei Kilometer außerhalb von Dêrik. Das Camp wird vom Rat für gesellschaftliche Arbeiten geleitet und besteht aus 500 Zelten. Im Moment leben dort 500 Familien aus Mossul, 221 Familien sind nach der Befreiung Mossuls wieder zurückgekehrt.

In dem sehr beengten Camp Roj wird die Stromversorgung von der Demokratisch-Autonomen Selbstverwaltung betrieben. Im Camp gibt es zwei Gesundheitszentren, eines von Heyva Sor a Kurdistanê und eines vom IRC. Weiterhin sind im Camp der UNHCR, das NRC, das IRD und UNICEF vertreten.

Die Stiftung der Freien Frau Rojava (WJAR) bietet Frauen Fortbildungen zu den Themen Handarbeiten und Gesundheit an. Außerdem wurde eine mit Heyva Sor a Kurdistanê koordinierte Ausbildung zur Krankenpflege eingerichtet. Im Camp befindet sich auch eine Schule, in der die irakischen Geflüchteten mit irakischem Schulmaterial versorgt werden.

Das Camp Newroz

Das Camp Newroz ist im Mai 2014 in der Umgebung von Dêrik in Hekimiye von der Autonomen Selbstverwaltung und Heyva Sor a Kurdistanê errichtet worden. Es befinden sich dort vor allem Schutzsuchende aus Dêra Zor, Homs und Aleppo. In dem Camp wurden von der Eröffnung bis 2017 etwa 125.000 Schutzsuchende versorgt. Allein im letzten Jahr waren dort 50.000 Menschen aus Homs und Dêra Zor untergebracht. Nach dem Massaker von Şengal am 3. August 2014 war das Camp zum Friedhof „Şehit Xebat Dêrik“ bei Dêrik umgezogen. In dem Camp befinden sich zurzeit 200 Zelte mit etwa 100 Flüchtlingen, vor allem aus Şengal und 15 Familien aus Aleppo und Homs.

Verglichen mit den anderen Camps ist die Situation hier besser und es gibt ein vom Êzîdischen Gründungsrat aufgebautes Gesundheitszentrum, das zusammen mit Heyva Sor a Kurdistanê Gesundheitsdienste anbietet. Im Camp gibt es eine Kultur- und Kunsteinrichtung, eine Schneiderei, eine Schule, ein Zentrum des Gründungsrats, ein Volkshaus, ein Bildungszentrum der Frauenstiftung, einen Êzîdischen Frauenrat und einen Êzîdischen Jugendrat. Nachdem der Êzîdische Gründungsrat aufgebaut worden war, haben die Flüchtlinge 32 Kommunen gebildet und organisieren so ihr tägliches Leben. In der Schule des Camps arbeiten zwanzig Lehrer*innen, die über 300 Schüler*innen unterrichten.

Categories: Tent Action

Kundgebung & Demo zur Räumung der Ohlauer/GHS, 11.01.2018, 7:45

Refugee strike in Berlin - Mon, 01/08/2018 - 11:35

Räumung der GHS am 11.01.2018 – Solidarität mit den Bewohner_innen. Eviction of GHS, 11.01.2018 – Call for solidarity

DEUTSCH (english, italiano, espagnol below)

11.01.2018 – Ohlauer Str. 22 /Gerhart-Hauptmann-Schule, Berlin/Kreuzberg

7:45 Kundgebung
8:30 Demo

You might be able to evict a square, you might be able to evict a school, but you can’t evict a movement!

Am 11.01. um 8 Uhr morgens soll die GHS geräumt werden. Den Bewohnern wurde lediglich ein
fragwürdiges Angebot gemacht, das in der Tradition des Oplatz-“Agreements” steht. Dies ist ein weiterer Versuch des Berliner Senats und des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, das Refugee Movement zu spalten. Dem jahrelangen Kampf um Selbstbestimmung, Bewegungsfreiheit, gegen Rassismus und gegen das europäische Migrationsregime wurde mit Drohungen, repressiver Polizeigewalt, Isolierung und Überwachung durch Security-Personal, wochenlanger Belagerung des Kiezes durch die Polizei und Kriminalisierung der Aktivist_innen begegnet.

Die Pläne für das, nach dem Räumungsversuch 2014 vereinbarte, selbstverwaltete internationale Refugee-Center wurden torpediert und nie ernst genommen. Und das obwohl es ein Konzept gab, das mit einem freien Träger, mehreren Vereinen und der Nachbarschaft erarbeitet worden war und Pläne für Beratungsangebote, ein Café und einen politischen und kulturellen Treffpunkt beinhaltete.

Das Refugee Movement zeigte, dass Geflüchtete sich selbst den Status politischer Subjekte erkämpfen. Ihre Forderungen nach Sichtbarkeit und gleichen Rechten, die ihnen von der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft verweigert werden, haben Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen ermutigt und politisiert. Mut, Solidarität und gemeinsamer politischer Kampf sind nötiger denn je angesichts ständiger Asylrechtsverschärfungen, anhaltender Ausweitung der Grenzregime bis hin nach Afrika, alltäglicher rassistischer und kapitalistischer Ausbeutung, und des europäischen Rechtsrucks. Alle Menschen müssen das Recht haben, zu entscheiden, wo und wie sie leben wollen, unabhängig von Status und Herkunft!

“Es geht nicht um das Gebäude, es geht um die Bedeutung. Wenn ihr diesen Ort räumt, verlieren wir alle. Wir verlieren, was dieser Ort hätte werden können.” (Aktivisten aus der GHS)

You can’t evict a movement!

—————————ENGLISH—————————

11.01.2018 – Ohlauer Str. 22/Gerhart-Hauptmann-Schule, Berlin/Kreuzberg

7:45 rally
8:30 demo

Eviction of GHS, 11.01.2018 – Call for solidarity

You might be able to evict a square, you might be able to evict a school, but you can’t evict a movement!
The GHS is supposed to be evicted on the 11th of january, 8 o’clock in the morning. The only offer made to the inhabitants was somewhat questionable and stands in the tradition of the so-called‚’Oplatz agreement’. This is another attempt by the Berlin senate and the district government to divide and conquer the refugee movement.

After the attempted eviction of 2014, an agreement concerning a self-organized international refugee center was made. This agreement was sabotaged and never taken seriously. This despite the fact that independent organizations, several associations and the neighbourhood initiative had come up with a concept, which included counseling services, a café, and a cultural and political venue.

The refugee movement has shown that refugees fight for the status of political subjects. Their demands for visibility and equal rights – denied to them by the white-German majority society – have encouraged and politicized groups, initiatives and individuals. Courage, solidarity, and shared political struggle are more necessary than ever in the face of constant tightening of asylum laws, the deterritorialization of Europe’s borders, racist and capitalist exploitation, and the European shift to the right. All people must have the right to decide where and how they want to live, irrespective of their status and origin.

“It’s not about the building, but its meaning. If you evict this place, it’s going to be a loss for all of us. We’re going to lose what this place could have become.“ (activists from the GHS)

You can’t evict a movement!

—————————ESPAGNOL—————————

11.01.2018 – Ohlauer Str. 22 /Gerhart-Hauptmann-Schule, Berlin/Kreuzberg

Desalojo de la GHS el 11.01.2018 – Solidaridad con los inhabitantes

7:45 discurso

8:30 manifestacion

You might be able to evict a square, you might be able to evict a school, but you can’t evict a movement!

El 11 de enero 2018 a las 8 de la manana el colegio Gerhart Hauptmann en Kreuzberg debe ser desalojado. A los inhabitantes solo les fue hecha una oferta dudosa que recuerda al „O-Platz Agreement“. Eso es otro intento del senado de Berlin y del distrito Friedrichshain-Kreuzberg a escindir el movimiento de refugiados. La lucha de muchos anos para autodeterminación, libertad de movimientos, contra el racismo y contra el regimen de migracion europeano fue tratado con amenazas, violencia represiva de parte de la policia, isolacion, vigilancia por el personal de la seguridad,  con un sitio del barrio por semanas de parte de la policia y criminalizacion de los activistas.

Los planes para el centro internacional autogestionado de refugiados, que habian establecido en 2014 depues del intento del despeje, han sido torpedeado y nunca han sido tomado en serio. Y eso aunque habia un concepto que habia hecho con una institucion responsable libre, varias asociaciones y la vecindad y que tenia planes para servicios de asesoramiento, un café y para un lugar de encunetro político y cultural.

El movimiento de refugiados ha demonstrado que refugiados luchan para el statu de sujetos politicos de si mismos. Sus demandas a visibilidad y mismos derechos, que les son negidos de la sociedad mayoritaria alemana y blanca, han alentado y politizado a grupos, iniciativas y personas solas. Valor, solidaridad y lucha politica juntos son mas necesarios que nunca ante agravamientos continuos del derecho de asilo, ensanchamiento continuo de los regimes de las fronteras hasta Africa, explotacion diaria racista y capitalista y al giro hacia la derecha europeano. Todos los seres humanos deben tener el derecho a decidir donde y como quieren vivir, independiente del statu o origen.

„No se trata del edificio, se trata del significado. Si despejen ese lugar, todos nosotros perdimos. Perdimos lo que ese lugar podría haber sido.“ (Activistas de la GHS)

———————ITALIANO—————————

Ohlauer Str. 22 /Gerhart-Hauptmann-Schule, Berlin/Kreuzberg

Sfratto della GHS 11.01.2018 – solidarietà con gli abitanti

7:45 manifestazione
8:30 inizio del corteo

You might be able to evict a square, you might be able to evict a school, but you can’t evict a movement!

L’undici gennaio alle 8 del mattino é previsto lo sfratto della scuola occupata “Gehrard-Hauptmann-Schule” nella Ohlauer Str. 22.
Gli abitanti hanno ricevuto una sola problematica offerta, nella tradizione dell'”accordo” dell’Oranienplatz. Si tratta di un ulteriore tentativo di divisione del Refugee Movement da parte del senato di Berlino e del quartiere di Friedrichshain-Kreuzberg. La lotta di diversi anni per l’autodeterminazione, libertà di movimento, contro il razzismo e contro il regime di migrazione europeo é stata confrontata con minaccie, violenza repressiva da parte della polizia, isolazione, sorveglianza da parte del personale di sicurezza, assedio per diverse settimane del quartiere da parte della polizia e criminalizzazione de* attivist*.

I piani per il Refugee-Center internazionale auto-gestito, accordati dopo il tentativo di sfratto del 2014, sono stati impediti e mai presi sul serio. Ciò nonostante ci fosse un progetto elaborato assieme a uno sponsor, associazioni e al vicinato che prevedeva offerte di consultazione, un bar e un luogo di incontro politico-culturale.

Il Refugee Movement ha mostrato che persone rifugiate si conquistano da sol* lo stato di soggetti politici. La loro volontà di visibilità e uguali diritti, negati dalla società maggioritaria bianca-tedesca, ha animato e politizzato gruppi, iniziative e individui. Coraggio, solidarietà e lotta politica comune sono più necessari che mai considerate le continue restrizioni del diritto all’asilo, l’espansione del regime delle forntiere fino all’Africa, lo sfruttamento capitalista e razzista e lo slittamento a destra della politica europea. Tutte le persone devono avere il diritto di decidere dove e come vivere, indipendentemente dal loro status e origine!

“Non si tratta dell’edificio, si tratta del significato. Se sfrattate questo luogo perdiamo tutt*. Perdiamo quelo che questo luogo avrebbe potuto essere.” (attivisti della scuola)

Not potete sfrattare un movimento!

Categories: Tent Action

New issue of >Daily Resistance< is out!

Refugee strike in Berlin - Fri, 01/05/2018 - 02:07
The latest issue of Daily Resistance is out, coming with articles in different languages, namely Arabic, Farsi, English, Turkish, French, Wolof, and German. Have a look on the PDF (part 1 / part 2) This paper is published and written by a diverse group of so-called refugees who choose not to accept their disfranchisement by the German state. Together with local supporters we look to inform and invite as many people as possible to break the isolation and to get in contact with us. You can join and contribute to the newspaper as an author or join as translater, lecturer, editor, photographer, distributer, … The newspaper is now ready for distribution! We are trying to distribute the newspaper european-wide. You are more than welcome to help distributing the newspaper in your city. Just get in contact with us and we organize it together. This newspaper is an instrument of organization. Local initiatives play an important role in that practice. Every local initiative can form a Daily Resistance committee undertaking tasks such as distributing the newspaper, writing for the newspaper, produce news and visual material for it. But handing copies to the people is not the only goal. One should communicate with the people. Information on the problems of the refugee camps and ideas for possible solutions should be circulated. On can organisze events – film screenings, debates, reading activities – depending on their individual conditions. We are acting with the perspective of alternative media. Therefore, we encourage the distributors and the readers of this newspaper to present their critique, proposals and contributions to the process. We aim to relay the information based on our experience of refugee resistance to the newly coming refugees and to anticapitalist and antifascist movement. Taken from the editorial by Turgay Ulu
Categories: Tent Action

Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

Refugee strike in Berlin - Mon, 01/01/2018 - 20:04

 

Englisch/Französisch below

Bewegungsfreiheit statt Staatsgewalt! Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

Am 11. Januar soll die Gerhart-Hauptmann-Schule geräumt werden. Es ist zwar in den letzten drei Jahren etwas ruhiger um die Ohlauerstraße geworden, aber die Relevanz der Kämpfe dieser Gruppe ist nach wie vor groß. Lange vor der ‘Willkommenskultur’ zeigte der March of Freedom, in dem Hunderte Geflüchtete aus Würzburg demonstrierend in die Hauptstadt zogen, nicht nur die dringende Notwendigkeit einer Änderung im gesellschaftlichen Umgang mit Geflüchteten. Auch zeigte diese Bewegung, dass Geflüchtete sich selbst den Status politischer Subjekte erkämpfen und ihre Forderungen in der Öffentlichkeit vertreten. Sichtbarkeit und Stimme, die ihnen von der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft traditionell verweigert wird; die polizeiliche Räumung ist ein Teil dieses herrschaftlichen Umgangs. Damit haben die Besetzer*innen vom O-Platz und aus der Schule einen bedeutenden und nachhaltigen Einfluß auf eine ganze Generation von Aktivist*innen hinterlassen. Der aktivistische Kampf war stark, mutig und lebendig. Mit der Besetzung des Oranienplatzes verwandelten sie Kreuzberg für mehrere Monate in einen experimentellen Raum. Mit den Hungerstreiks am Brandenburger Tor, am Alexanderplatz und an der Gedächtniskirche erreichten sie große Kreise und Einfluß.

In den mehr als fünf Jahren seit dem Camp auf dem Oranienplatz haben die Aktivist*innen sich gegen Erpressungen, Spaltungen und Lügen behaupten müssen. Nach der angedrohten Räumung im Sommer 2014 war das letzte Mittel, das ihnen gelassen wurde, die Drohung mit dem eigenen Tod. In der tagelangen Dachbesetzung erkämpften sie sich gegen ein Großaufgebot der Polizei und extremen Druck von Seiten der rot-schwarzen Landes- und der grünen Bezirkspolitik das Recht in der Schule zu bleiben. Und trotz des Drucks blieben sie standhaft und haben uns gezeigt wie Selbstorganisation weitergehen kann. Ihr Kampf war eine der größten politischen Bewegungen in der Geschichte der BRD. Sie wurde inzwischen von den folgenden Asylrechtsverschärfungen der Großen Koalition und der völkischen Bewegungen um Pegida in den Hintergrund gedrängt. Die Relevanz der damaligen Bewegung ist dadurch aber nicht gesunken, im Gegenteil: Die Orte des Kampfes verschoben sich von der Gerhart-Hauptmann-Schule an die Balkan-Route, nach Idomeni, Calais oder in die Willkommens-Initiativen und Behörden in jeder deutschen Kleinstadt. Die Bewegung vom O-Platz hin zur Schule hat nie aufgehört, sie hat nur den Ort gewechselt. Jetzt kehrt sie zur Schule zurück und damit zu einem der Kristallisationspunkte unseres Kampfes um Bewegungsfreiheit.

Wenn am 11. Januar die Polizei anrückt, um die ehemaligen Besetzer*innen gewaltsam aus ihren Wohnungen zu zerren, dann kulminiert darin der langjährige Kampf der Bewohner*innen und Unterstützer*innen gegen die staatstragende Politik der Kreuzberger Grünen. Denn entgegen der damaligen Vereinbarung eines Wohnrechts der Besetzer*innen schikanierte der Bezirk die Bewohner*innen und versuchte die staatliche Kontrolle zurück zu bekommen: Security-Personal schränkte die erkämpfte Bewegungsfreiheit sofort ein und gerichtlich wurde nach einer Zwangsräumung gesucht. Nach mehr als drei Jahren haben die Grünen nun den Räumungstitel, den sie schon immer wollten. Wir wollen das nicht lautlos hinnehmen. Die Geflüchteten-Bewegung hat uns gezeigt, in welch produktivem Verhältnis der Kampf der direkt Betroffenen und Unterstützer*innen sein kann. Die Formen, die dieses Verhältnis annimmt, hängen auch von der konkreten Situation ab. Mit der letzten Demonstration am 16. Dezember stellten die ehemaligen Besetzer*innen ihren Kampf selbst in den größeren Kontext von rassistischen Politiken und kapitalistischer Stadtpolitik.

Nehmen wir ihren Aufruf zur Solidarität aufs Neue auf!
Achtet auf Ankündigungen

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Freedom of Movement instead of State Violence. Call for Solidarity with the Inhabitants of the Gerhart-Hauptmann-Schule

On January 11, the Gerhart-Hauptmann School is to be evacuated. Although it has become a little quieter around the Ohlauerstraße in the last three years, the relevance of the group’s struggles is still there. Long before the ‘welcome culture,’ the March of Freedom showed (in the demonstration of hundreds of refugees from Würzburg to the capital) not just the urgent need for change in the social interaction with refugees. The movement also showed that refugees can achieve the status of political subjects and represent their demands in public. Visibility and voice are traditionally denied by the white-German majority society; the police eviction is a part of this attitude. The squatters of the O-place and the school have thus had a significant and lasting influence on a whole generation of activists. The struggle was strong, courageous and lively. With the occupation of the Oranienplatz, they turned Kreuzberg for several months in an experimental space. With the hunger strikes at the Brandenburg Gate, Alexanderplatz and at the Gedächtniskirche they reached large circles and influence.

In the more than five years since the camp on the Oranienplatz, the activists had to face blackmail, divisions and lies. After the threatened eviction in the summer of 2014, the last option left to them was the threat of their own death. In the day-long occupation of the roof, they fought against a large contingent of the police and extreme pressure from the red-black coalition and the green district policy to obtain the right to stay at school. And despite the pressure, they remained firm and showed us how self-organization can continue. This struggle was one of the biggestpolitical movements in the history of the BRD. She was pushed into the background by the tightening of asylum policies by Grand Coalition and the nationalist movements around Pegida. However, the relevance of the movement did not decrease. On the contrary, the places of struggle shifted from the Gerhart Hauptmann School to the Balkan Route, to Idomeni, Calais or in the welcome initiatives and authorities in every German town. The movement from O-space to the school never stopped, it just changed place. Now it returns to school and thus becomes once again one of the crystallization points of our struggle for freedom of movement.

When on January 11 the police come to forcibly drag the former squatters out of their home, it is the culmination of the long-standing struggle of the inhabitants and supporters against the state sponsored policy of the Green Kreuzberg politicians. Contrary to the once agreed upon right of residence of the squatters, they were harassed as the state tried to regain control: security personnel restricted freedom of movement and judicially a forced eviction was sought. After more than three years, the Greens now have the eviction title they always wanted. We won’t accept this without making noise. The refugee movement has shown us what a productive relationship between the struggles of those directly affected and supporters can look like – also dependent on the concrete situation. During the last demonstration on the 16th of December, the former squatters themselves put their fight into the larger context of racist policies and capitalist urban policy.

Let us renew our call for solidarity!
check for latest news in the next days.

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Liberté de circulation au lieu de la violence étatique. Appel de solidarité avec les habitantEs de l’école dans la Ohlauerstraße

Ce 11 janvier, l’école Gerhart-Hauptmann-Schule occupée dans la Ohlauerstraße, est menacée d’expulsion. Certes, la situation était plutôt calme ces trois dernières années autour de la Ohlauerstraße. Cependant, la lutte de ce groupe est toujours aussi importante. Bien avant la soi-disant Willkommenskultur (culture de bienvenue), la march of freedom, une manif de plus de 600 kilomètres entre Würzburg et la capitale rassemblant des centaines des réfugiéEs, n’a pas seulement montrer le besoin urgent de changer la manière d’envisager la question migratoire dans la société. Ce mouvement a aussi démontré que les réfugiéEs se battent elles/eux-mêmes pour obtenir un véritable statut de sujet politique et qu’elles/ils défendent personnellement leurs revendications en public. Une visibilité et une voix que la majorité allemande blanche de cette société leur refuse. L’expulsion policière est l’une des expressions de cette politique migratoire qui ne cesse d’opprimer les minorités. Les occupantEs de la Oranienplatz ont influencé durablement toute une génération d’activistes. La lutte était forte, courageuse et vivante. En occupant l’Oranienplatz, le mouvement avait transformé pendant plusieurs mois Kreuzberg en un espace expérimentale. Avec les grèves de la faim près de la Brandenburger Tor (porte de brandebourg), à Alexanderplatz et à l’église Gedächtniskirche, ils/elles ont pu gagné une grande influence et touché de nombreux groupes.

Durant les cinq années qui ont suivi l’occupation de la Oranienplatz, les migrantEs activistes ont du se défendre contre chantages, divisions et mensonges. Après que le district les ait menacé d’une expulsion en été 2014, le seul moyen qu’il leur restait était de mettre leurs vies en jeu. Pour avoir le droit de rester dans l’école, il se sont battuEs, en montant sur le toit, contre un énorme dispositif policier et contre la pression des gouvernements du district et de la ville. Malgré les pressions, elles/ils nous ont montré comment maintenir l’auto-determination. Leurs luttes furent l’un des plus grands mouvements de l’histoire de la RFA. Entre temps, ce mouvement s’est heurté aux durcissements du droit d’asile du gouvernement de la CDU et du SPD et au mouvement nationaliste et raciste de Pegida. Mais ceci n’a pas fait sombrer l’importance de cet ancien mouvement, au contraire: les champs de luttes se sont étendues de l’école occupée vers la route des Balkans, Idomeni, Calais, ou vers les groupes de soutiens et les conseils administratifs de n’importe quelle petite ville allemande. Le mouvement d’Oranienplatz n’a jamais cessé, il a simplement changé de lieux. Maintenant il fait son retour à l’école et c’est ici que se cristallise un point important dans nos luttes pour la liberté de circulation.

Quand la police viendra le 11 janvier pour arracher les ancien.ne.s occupantEs de leur domicile, le conflit entre les habitantEs et les Verts, soutien indiscutable du gouvernement, atteindra son point culminant. Car contrairement à l’ancien accord, le district a commencé à brimer les habitantEs et essayé de reprendre le contrôle du lieu : des vigiles restreignirent les allées et venues et la liberté de circulation conquise par les luttes alors que le district porta plainte pour forcer l’expulsion. Après plus de trois ans, les Verts détiennent désormais l’assignation d’expulsion qu’ils ont toujours souhaité. On ne va pas accepter cette expulsion sans faire des bruits. Lemouvement des réfugiéEs nous a montré le potentiel d’une lutte commune où se tisse une relation entre les personnes directement concernéEs et celles qui les soutiennent. Les formes de cette relation se définissent selon les situations. En manifestant le 16 décembre, les habitantEs ont établi et lié leurs lutte au contexte politique marqué par le racisme et la gentrification.

Suivons de nouveau leurs appels à solidarité et combattons pour que l’école reste dans les mains des habitantEs!
Checkez des annonces dans les jours prochains.

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Solidarity with the ‘strike of closed doors’ of 209 people from Sierra Leone in the transit camp Deggendorf

Refugee strike in Berlin - Sun, 12/17/2017 - 14:43

209 people from Sierra Leone on ‘strike of closed doors’ in the transit center Deggendorf

On Friday, 15th of December 2017, 209 people from Sierra Leone in the transit camp in Deggendorf started a ‘strike of closed doors’. In protest, the children and young people refused to attend the German class as access to other educational institutions is denied. The adults haven’t left the accommodation and denied to work in the 80 cents jobs. On Saturday, 16th of December 2017 they started a hunger strike. The protest involves 44 children and young people, as well as 40 women (among them 12 pregnant women) and 125 men. The starting point of the protest was the violent deportation of a man from Sierra Leone on Friday morning, which was stopped in the last minute at the airport.

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Statement of striking refugees in Deggendorf

We are Sierra Leoneans seeking for protection here in Germany but have been frustrated instead of protected. And we have resolved to strike action based on the following reasons:

Every Asylum seeker from Sierra Leone in Deggendorf gets always negative results in the form of :

1. Dublin deportation
2. Rejection of asylum application
3. Asylum application is ‘invalid’

– The next point is that we now stay in a camp for 2 years instead of the initial 6 months, with no schooling, no work permit.

– Very poor accommodation facilities with 8 occupants in a room, with poor hygiene and toilet facilities.

– Very poor quality of food.

– Deportation to Italy with serious torture and no proper arrangements for reinstatement of the immigrants in Italy thereby leaving the immigrants on the street suffering.

– Forceful deportation of pregnant women, children, sick people and sucking mothers.

– No medication for immigrants for certain sickness.
And now established to us that this is a private camp and cannot allow any journalists.

On this basis we have started on 15th December 2017 a close door strike with no schooling and on Saturday 16th December and Sunday 17th December hunger strike and on Monday, we will be going to city council to get clearances to have a peaceful protest accross Deggendorf with continuation of no schooling and hunger strike.
This is to let the whole world know how Germany is treating the immigrants.

More: https://refugeestruggle.org/en/article/solidarity-strike-closed-doors-209-people-sierra-leone-transit-camp-deggendorf

 

 

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Die Abschiebung von Adil Yigit muss sofort gestoppt werden!

Refugee strike in Berlin - Sat, 12/16/2017 - 23:19

Dem Mitbegründer vom Rat der ExilantInnen in Europa e.V. und Chefredakteur des Online-Mediums Avrupa Postasi, Adil Yigit, wurde durch die Ausländerbehörde Hamburg mitgeteilt, dass seine Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr verlängert wird und er das Land verlassen muss.

Dem Mitbegründer vom Rat der ExilantInnen in Europa e.V. und Chefredakteur des Online-Mediums Avrupa Postasi, Adil Yigit, wurde durch die Ausländerbehörde Hamburg mitgeteilt, dass seine Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr verlängert wird und er das Land verlassen muss.

Vor wenigen Tagen erzählte Yigit in einem Interview in der Tageszeitung, er glaube nicht, dass dies die individuelle Entscheidung eines einzelnen Beamten sei. „Viel mehr ist es ein Ergebnis einer geheimen Absprache mit Erdogan und seinem Geheimdienst“, behauptet der seit 35 Jahren in Deutschland lebende Journalist. Er gehört zu den 32 Journalisten, denen die Akkreditierung im Rahmen des G-20 Gipfels in Hamburg entzogen wurde.

Adil Yigit ist ein bekannter Kritiker des Erdogan-Regimes. Die ganze Welt weiß, in der Türkei sitzen über 100 Journalisten aus genau diesem Grund in den Gefängnissen. Außerdem weckt die unverständliche Aktion der Behörden die Vermutung, ob es sich um einen möglichen Austausch mit denen in der Türkei in Haft sitzenden Journalisten Deniz Yücel und Mesale Tolu handelt?

Bei so klaren und dramatischen Fakten kann das Begehren der Abschiebung durch die Ausländerbehörde Hamburg nicht mit einfachen behördlichen Mechanismen erklärt werden.

Falls die Hamburgische Bürgerschaft dem Erdogan-Regimes nicht gefällig erscheinen will, darf sie die Ermittlungen gegen die DITIB-Imame, deren Spionagetätigkeiten für MIT (türkischer Geheimdienst) als verlängerte Arme von Erdogan immer wieder öffentlich wurden, nicht einstellen. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass für einen Auslieferungs-Skandal unmissverständlich und direkt der Rot-Grüne Hamburger Senat verantwortlich gemacht werden wird.

Diese ethisch und sozial verwerfliche Entscheidung der Ausländerbehörde Hamburg muss sofort gestoppt werden!

Rat der ExilantInnen in Europa e.V.

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Seasonal Agricultural Labor in Turkey: The Case of Torbalı

Refugee strike in Berlin - Fri, 12/15/2017 - 15:07
13. December 2017 Refugees are working in the cabbage field. Photo: Metehan Ud

by Dilan Taşdemir, Association of Bridging People

** Türkçe aşağıda – Turkish version below **

İzmir, a city where 120,000 registered refugees live, has a lot of meaning for refugees. For some, it is a stop on their way to Europe when passing over by boats, for others, it is a city they come to in order to find seasonal work on the fields.

Seasonal agricultural labor in Turkey is not an issue that started with Syrian refugees. For years, Kurdish workers, mostly coming from the east and southeast of Turkey, have been working in agricultural areas in the Aegean, Çukurova, at the Black Sea and in Central Anatolia. There have been dozens of academic studies, news and documentaries on this issue, and it is still being studied today. In every respect, seasonal agricultural labor is a great burden to workers and must be considered as injustice.

Seasonal agricultural workers are trying to survive in the face of many problems, including matters of accommodation and nutrition. Children, for example, have to work at a very young age and therefore cannot go to school, and women face many problems due to patriarchy, such as the exploitation of their labor. Before the arrival of Syrian refugee to Turkey, the largest group in the agricultural low-wage sector were the Kurds, earning 40-50 lira a day. The sector is still predominantly Kurdish, but now the Syrians have appeared as the even cheaper labor force. Farm owners prefer to employ the latter, because they are willing to work for 20-30 liras in order to survive. Hence, this creates tension between Kurdish and Syrian workers.

At least once a month, we –  as The Association of Bridging People – visit tent camps located near the farm lands in Torbalı where Syrians work.  The “intermediaries” play an important role in finding jobs for refugees who fled Syria and that live in various parts of Turkey. When farm owners are in need of labor forces, the intermediaries call different families and bring them to the harvest area. Workers are allowed to set tents on the edge of the field because this cuts down expenses, but they are obliged to pay rent for the place on which the tent is set up. As far as we know, the rent is 300 liras at the minimum.

View on the tents. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

The tent areas are not in good hygienic conditions. There is not even clean drinking water in the area. With waters pulled from artesian wells, they meet the need for dishwashing, bathing, eating and drinking. They cook with simple gas cartridges either inside or outside of the tents. Toilets are one of the biggest problems. There are one or two rambling toilets for all tents, and everyone are using them. The risk of getting sick from the toilets is very high. People in the field cannot go to the hospital in case of illness, because they are not registered in İzmir or anywhere else – some of them do not have official “identities”. According to the temporary protection system in Turkey, a Syrian can only benefit from rights and services in the place he or she is registered in. In other words, if a refugee registered in Kilis has come to İzmir, the registration is useless in practice. Because of this, they often hear this sentence at the hospitals: “Go and get examined at the place you are registered”.

A young woman is making bread. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

Women and children in the camps are exposed to the biggest problems. The women we meet work in the fields from morning until evening, if they aren’t sick or too old. When they come back from work, they take care of the children, the elderly and the sick, they do the general cleaning, cook food to eat or care of other burdens that remain.

Last year in November, when a three-month-old Syrian baby named Noaf died in the neighborhood of Eğerci Street in Torbalı, we, as the Association of Briging People, went to the region immediately. On the way, we fetched clothes, food, blankets and cleaning supplies that we thought might be needed there. When we went to the home where the baby died, we faced the worst living conditions we have ever seen. There was a ruin without a single solid wall situated inside a fairly large garden, and about 25 people with children were living in these two rooms of the ruined house. There was no toilet, bathroom, kitchen or water. They put a blanket around a corner of the garden and used it as a toilet. They stayed in this place because it was close to the field they worked on. According to the news, Noaf became ill under these bad conditions and had not been treated because he did not have any officially issued identity. When we went to see his mother, she looked almost dead. She had not slept since she lost her baby. She attempted to commit suicide twice before. Some of her female relatives living in the same place told us that they also had attempted to commit suicide. It was most painful to see that she continued to go to the field to work and to earn 35 lira despite her losing her baby.

While talking to the women, we witnessed their deep desperation. They told me that the place they stay in is hell and that it cannot be fixed. Half of the household are children; those older than seven or eight years old work in the field. One of the girls aged between ten and twelve stayed at home to look after the small children. In other words, none of the children of school age has access to education. When we went to visit them, four women who had just given birth were going to the field with their babies. They fed their babies during the break and got back to work. Because it is not easy to find seasonal agricultural work, they have to go to work if they do not want to lose their job. They do not receive a compensation for their labor, although their salaries are usually paid months later. Sometimes they have to comply with taking half of the money for their labor.

The locals started to argue with us when we were leaving the camp. They asked why we help the Syrians. They said that Syrians are actually very rich, because they send their money to Syria and buy fields and houses there. Their arguments were, that their place is very dirty, that running away from war is a treachery and that their ancestors had not escaped in the battle of Canakkale. While they were telling all this, a three-month-old baby living in the next house had already died because of hunger, lack of care and bureaucratic obstacles. They did not even know about this. A couple of months after our visit, the locals in Torbalı attacked the tents of the refugees and burned them. After this incident, which allegedly was the outcome of a fight amongst children, hundreds of refugees had to leave their work and property and run away. A story so similar to their escape from Syria!

This is a very clear example of how to understand seasonal agricultural labor of refugees. Think about what a person needs to live under humane conditions and then imagine you have to live without any of them. I am talking about a home, water, food, clothing, hygiene, education, social life, the right to health, and dozens of other basic needs.

Yet, for some refugees, seasonal agricultural labor is perhaps the only way to purchase some bread. Many refugees are working in this sector because they also worked as agricultural workers in their country. The farm owners are pleased to have access to cheap labor. But to rectify these conditions of misery, everyone – especially Europe – must act as soon as possible. To meet the explicit needs of these people, an urgent solution must be found, such as the establishing mobile registration centers and health care opportunities in villages or providing children with access to education rather than leaving them no choice but work in the fields.

Inside one of the tents. Photo: Metehan Ud

 

Makeshift Toilet. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

 

A ruined building near the field. Photo: Metehan Ud

 

A woman is doing the washing. Photo: Metehan Ud

 

Women are combing out the tomatoes. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

 

Kids are loading the tomatoes into boxes. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

 

A child in the camp. Photo: Halkların Köprüsü Derneği

 

Dilan Taşdemir, Halkların Köprüsü Derneğinden

Lahana tarlasındaki calışan mülteciler. Fotoğraf: Metehan Ud

Kayıtlı 120 bin mültecinin yaşadığı İzmir, mülteciler için oldukça fazla anlamlar ifade eden bir şehir. Kimisi için Avrupa’ya botla geçerken uğranan bir durak, kimisi için ise mevsimlik olarak tarlada çalışmaya geldikleri bir şehir.

Türkiye’de mevsimlik tarım işçiliği mültecilerle başlayan bir konu değil. Yıllardır Ege, Çukurova, Karadeniz ve Orta Anadolu’daki tarım arazilerinde, genelde Doğu ve Güneydoğu’dan gelen Kürt işçiler çalışıyor. Bu konu hakkında onlarca akademik çalışma, haber, belgesel yapıldı ve hala yapılmaya devam ediyor. Mevsimlik tarım işçiliğini neresinden tutarsak tutalım elimizde haksızlığın büyük yükü kalıyor. Barınma ve beslenme koşulları, çocukların çok küçük yaşta çalışmak zorunda olup okula gidememeleri, kadınların patriarkadan dolayı yaşadıkları, emeğin karşılığını alamama gibi onlarca problem arasında hayatta kalmaya çalışıyorlar işçiler. Suriyeli mültecilerin gelişine kadar ucuz iş gücü piyasasının en rağbet görenleri olarak Kürtler günde 40-50 lira arası değişen bir ücret alırdı. Hala Kürtlerin yoğun olarak çalıştığı sektörde daha da ucuz işgücü olan Suriyeliler, arazi sahipleri tarafından daha fazla tercih ediliyor, çünkü hayatta kalmak için 20-30 liraya çalışmayı kabul ediyorlar. Bu da Kürt işçiler ve Suriyeli işçiler arasında bir gerginlik yaratıyor.

Halkların Köprüsü Derneği olarak ayda en az bir kere, Torbalı’da mevsimlik tarım işçisi Suriyelilerin çalıştığı tarlaların kenarlarındaki çadır yerleşkelerini ziyaret ediyoruz. Suriye’den bir şekilde kaçıp, Türkiye’nin çeşitli illerinde yaşayan mülteciler için iş bulma sürecinde aracılar (dayıbaşı) önemli bir role sahip. Tarla sahiplerinin ihtiyacı olduğunda, dayıbaşı aileleri arayıp hasat alanına getiriyor. Masrafları kısmak için gelen işçilerin tarla kenarında çadır kurmalarına izin veriliyor, ama işçilerin çadır kurulan yer için bile kira ödemeleri gerekiyor. Bizim karşılaştığımız kiralar en az 300 liraydı.

Cadırlar. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği Ekmek yapan genç bir kadın. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği

Kamplarda en büyük problemleri yaşayanlar ise yine kadınlar ve çocuklar. Tanıştığımız kadınlar, eğer yeni doğum yapmamış, hasta veya yaşlı değilse sabahtan akşama kadar tarlada çalışıyor. Döndüklerinde ise çocuk, yaşlı ve hastaların bakımını, genel temizliği, yemeği ve geri kalan her şeyin yükünü üstleniyorlar.

Geçen sene Kasım ayında Torbalı’nın Eğerci Mahallesinde 3 aylık Suriyeli Noaf bebeğin ölüm haberi gazetelerde çıkınca, Halkların Köprüsü Derneği olarak hemen bölgeye gittik. Giderken, ihtiyaç olabileceğini düşündüğümüz kıyafet, gıda, battaniye, temizlik malzemeleri gibi malzemeler aldık yanımıza. Noaf bebeğin öldüğü eve gittiğimizde, hayatımız boyunca görmediğimiz kadar kötü koşullarla karşılaştık. Oldukça büyük bir bahçenin içinde neredeyse sağlam bir duvarı bile kalmamış iki göz odalı bir harabede çocuklarla beraber yaklaşık 25 kişi yaşıyordu. Mekanda tuvalet, banyo, mutfak ve su yoktu. Bahçenin bir köşesine battaniye germişlerdi ve tuvalet ihtiyaçları için orayı kullanıyorlardı. Tarlaya yakın olduğu için burada kalmak zorundalardı. Haberlerde yazdığına göre, Noaf bebek evin bu kötü koşullarında hastalanmış ve hastaneye götürüldüğünde kimliği olmadığı için tedavi edilmemişti. Annenin yanına gittiğimizde neredeyse bir ölü kadar cansızdı. Bebeğini kaybettiğinden beri hiç uyumamıştı. Öncesinde de iki kere intihar girişiminde bulunmuştu. Beraber yaşadığı akrabası kadınlar arasında da intihar girişiminde bulunanlar vardı. En acısı ise bebeğini kaybetmesine rağmen iki gündür tarlaya gidip çalışıyor olmasıydı. Günde 35 lira kazanmak için.

Kadınlarla konuştuktan sonra içlerindeki derin umutsuzluğa şahit olduk. Kaldıkları yerin cehennem olduğunu ve herhangi bir şekilde düzelemeyeceğini söylediler. Ev nüfusunun yarısı çocuktu; 7- 8 yaştan büyük olanlar tarlada çalışıyorlardı. 10-12 yaşındaki kız çocuklarından birisi ise küçüklere bakmak için evde kalıyordu. Yani okul çağındaki çocukların hiç biri eğitime erişemiyordu. Biz gittiğimizde yeni doğum yapmış dört kadın bebekleriyle tarlaya gitmişti. Molalarda gelip bebekleri emzirip işlerine geri dönüyorlardı. Çünkü tarlada iş bulmak öyle kolay değildi ve haftada en fazla 2-3 kere çıkan işi kaçırmamak için gitmek zorundalardı. Emeklerinin karşılığının onda birini bile almamalarına rağmen, bir de maaşları genelde aylar sonra veriliyordu. Bazen paralarını alabilmek için emeklerinin yarısına razı olmak zorunda kalıyorlardı.

Kamp alanından çıkıp arabalara dönerken, yerli halk bizimle tartışmaya başladı. Neden Suriyeliler’e yardım ettiğimizi; onların aslında çok zengin olduğunu; burada kazandıkları parayı Suriye’ye gönderip tarla, ev aldıklarını; evlerinin, kaldıkları yerlerin çok pis olduğunu söyleyip; savaştan kaçmanın hainlik olduğunu; kendi atalarının Çanakkale Savaşı’nda kaçmadığını savundular. Bunları söylerlerken hemen yan evlerinde 3 aylık bir bebek açlık, bakımsızlık ve bürokratik engellerden dolayı ölmüştü ama bunu bilmiyorlardı bile. Bu ziyaretimizden bir kaç ay sonra Torbalı’da yerli halk çadır kamplara saldırıda bulundu ve mültecilerin çadırlarını yaktılar. Çocuklar arasında bir kavga sonucu çıktığı iddia edilen olayda yüzlerce mülteci işlerini, eşyalarını bırakıp kaçmak zorunda kaldı. Suriye’den kaçışlarıyla ne kadar da benzer bir hikaye!

Bu olay mültecilerin mevsimlik tarım işçiliğini anlamak için çok net bir örnek. Bir insanın insani koşullarda yaşaması için neyin gerekli olduğunu ve bunların hiç biri olmadan yaşamak zorunda olduğunuzu düşünün. Ev, su, gıda, kıyafet, hijyen, eğitim, sosyal hayat, sağlık hakkı ve onlarca başka temel ihtiyaçtan bahsediyorum.

Sonuç olarak; mevsimlik tarım işçiliği bazı mülteciler için belki de tek ekmek kapısı. Birçok mülteci ülkesinde de tarım işçiliği yaptığı için bu sektörde çalışıyor. Tarla sahipleri de ucuz işgücüne eriştiği için memnun. Fakat bu sefalet koşullarının düzeltilmesi için, başta Avrupa olmak üzere herkes bir an önce harekete geçmelidir. Mobil kayıt merkezlerinin kurulması, kamplarda sağlık taramaları yapılması, çocukların tarlalarda çalışmak zorunda bırakılmayıp eğitime erişmeleri gibi apaçık ortada olan ihtiyaçlara yönelik acil çözüm bulunması gerekiyor.

Cadırın içi. Fotoğraf: Metehan Ud

 

Geçici tuvalet. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği

 

Tarlanın yanındaki yıkık binar. Fotoğraf: Metehan Ud

 

Kadın bulaşık yapıyor. Fotoğraf: Metehan Ud

 

Kadınlar domatesleri ayrıyorlar. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği

 

Çocuklar domatesleri kutulara koyuyor. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği

 

Kampta bir çocuk. Fotoğraf: Halkların Köprüsü Derneği
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