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Tent Action

Next Public Oplatz Meeting: Tuesday, 22nd August, 18:00

Refugee strike in Berlin - Mon, 08/21/2017 - 00:09
Reclaim Oplatz!

Next Public Oplatz Meeting: Action instead of Bureaucracy!

Wednesday 16th of August, 18:00 on Oplatz

Let’s make more plans for action and visible resistance. bring a tent if you have one!
Looking forward to seeing you,

Napuli and other Oplatz activists — Oplatz wieder zurückholen!
Nächstes öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie! Mittwoch 16.8., 18:00 auf dem OplatzLasst uns noch mehr Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Widerstand. Bringt ein Zelt mit, wenn Ihr eins habt!
Wir freuen uns darauf Euch zu sehen Napuli und andere Oplatz-Aktivist*innen
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Kundgebung 21.8.: Solidarität mit afghanischen Geflüchteten in Schweden!

Refugee strike in Berlin - Fri, 08/18/2017 - 14:59

 

Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan solidarisiert sich mit allen afghanischen Geflüchteten die derzeit in Schweden gegen die grausame Abschiebepolitik Schwedens protestieren.
Seit Anfang August finden in Schweden massive und komplett selbstorganisierte Proteste von Jugendlichen aus Afghanistan statt. Hunderte von Jugendlichen demonstrieren Tag und Nacht auf einem der größten Plätze in Stockholm. Sie fordern die Schwedische Regierung und die schwedische Migrationsbehörde auf, sofort alle Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen. Die Proteste haben sich mittlerweile auch auf andere Städte in Schweden ausgeweitet. Auch in Göteborg hat ein Sitzstreik auf einem der größten Plätze begonnen. Immer mehr Städte kommen hinzu.

Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan solidarisiert sich mit den Protestierenden in Schweden.

Die Forderungen des Bündnisses lauten:
Keine Abschiebungen afghanischer Geflüchteter in andere EU-Staaten!
Keine Abschiebung von nirgendwo nach Afghanistan!

Kommt zur Kundgebung!

Montag 21. August 2017 | 16 – 18 Uhr
Schwedische Botschaft, Rauchstraße 1, 10781 Berlin
BUS 200 “Nordische Botschaften/ Adenauer-Stiftung”
nähe Tiergarten

Facebook-Event

Veranstalter:
Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Informationen zu den Protesten in Schweden von dem Netzwerk “Ung i Sverige” (Young in Schweden): https://www.facebook.com/ungisverige.nu/?fref=mentions

 

گردهمایی و تظاهرات برای ابراز همبستگی با پناهجویان افغانستانی در سویدن
توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی از تمامی کشورهای اروپایی به افغانستان

گروه برلین علیه اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی در ادامه فعالیت های اعتراضیاش علیه اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی، این بار با برگزاری یک گردهمایی، با پناهجویان افغانستانی مقیم سویدن که در حال حاضر علیه سیاست بیرحمانه مهاجرتی دولت سویدن دست به اعتراض و تحصن زده اند، همبستگی اش را اعلام می دارد.
از نخستین روزهای ماه اگست جوانان پناهجوی افغانستانی در شهرهای مختلف سویدن از جمله استکهلم و گوتنبرگ در اعتراض به سیاست مهاجرتی سویدن دست به اعتراض گسترده زده و صدها تن از این جوانان شب و روز را در یکی از میدانهای بزرگ شهر استکهلم به تحصن نشستهاند. این جوانان از دولت و نهادهای مدافع پناهجویان سویدن می خواهند تا اخراج اجباری پناهجویان را به افغانستان سریعاً متوقف کنند.

گروه برلین علیه اخراج اجباری به افغانستان با برگزاری یک گردهمایی اعتراضی در مقابل سفارت سویدن در برلین ضمن اعلام همبستگی با پناهجویان معترض در سویدن، خواهان :

· توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی به کشورهای دیگر اروپایی

· توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی از تمامی کشورهای اروپایی به افغانستان

می باشد.
برای همصدا شدن با هموطنان ما در سویدن و نه گفتن به اخراج اجباری به افغانستان به این گردهمایی اعتراضی بپیوندید:

زمان: دوشنبه 21 اگست 2017- ساعت 16 الی 18
مکان: مقابل سفارت سویدن در برلین
Rauchstraße 1, 10781 Berlin

اتوبوس شماره 200 ایستگاه
“Nordische Botschaften/ Adenauer-Stiftung”

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The show must go on: BTBs Elendsverwaltung mit neuem Vertrag belohnt.

Refugee strike in Berlin - Fri, 08/18/2017 - 13:15

 

Menschlich skandalös, jedoch wirtschalich günstig: Die Firma “BTB – Bildungszetrum Berlin“, dass in ihrer Zeit beim Betrieb der Turnhallen-Lager in Berlin-Wedding an der Osloerstr. 26 sowie Wiesenstr. so negativ auffiel –siehe unten die Links, die BTBs Machenschaften dokumentieren– darf wieder ein Lager betreiben; diesmal an der Hohenschönhauser Str. 76 in
10369 Berlin-Lichtenberg. Wir lassen das nicht auf uns sitzen und werden heute bei ihrer Tag-der-offenen-Tür vorbeischauen und die neue Nachbarschaft des Lager über die Geschichte dieses Unternehmens sowie das politische Versagen der zuständigen Sozial-Senatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE-Berlin) und katasptrophale Managment des LAFs zu informieren.

 

 

Humanly shocking but economically cheap: The company “BTB – Bildungszentrum Berlin” that was recognized negativly -look at the links belwo for BTB reports- during its time in Berlin-Wedding managing the Gym-Emergency-Camps (Lagers) at Osloerstr. 26 and Wiesenstr. got a new managment-deal for the Lager at Hohenschönhauser Str. 76 in 10369 Berlin-Lichtenberg; we did not forget the past and today will visit their “open-doors-day” and talk to neighbours of the Lager and inform them about BTB’s history and and the poltical failure of the responsible senator Elke Breitenbach (DIE LINKE / THE LEFT PARTY, Berlin) and catastrophic management of LAF.

 

 

Alte Berichte über BTB / Old reports about BTB:

Lager Osloerstr.: Ein Brief der gelagerten Menschen an die zuständigen Personen

http://lmnb.oplatz.net/wie-btb-bildungszentrum-die-menschen-im-lager-osloerstr-23-26-segregiert-closethecamp-lagerosloer23/

 

http://lmnb.oplatz.net/reactions-to-the-break-out-of-the-lager-at-osloerstr-23-closethecamp-lagerosloer23/

 

http://lmnb.oplatz.net/the-break-out-from-the-lager-at-osloerstr-23-closethecamp-lagerosloerstr23/

 

http://lmnb.oplatz.net/presse-mitteilung-ausbruch-aus-der-notunterkunft/

 

Video: Emergency shelter in Wiesenstraße throws out Syrian refugee woman at night

 

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test 2

Refugee strike in Berlin - Sun, 08/13/2017 - 13:29

test 2

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test post

Refugee strike in Berlin - Sun, 08/13/2017 - 13:12

test

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Das Lager in der Niedstraße ist kein sicherer Ort für Frauen! Von einer Überlebensexpertin aus Berlin, Name geändert.

Refugee strike in Berlin - Sat, 08/12/2017 - 20:59

English

Es ist Dienstagnachmittag und ich treffe Nira, um mit ihr über ihre Zeit im Lager in der Niedstraße zu sprechen. Im Rathaus Friedenau werden seit Februar 2016 Frauen und Kinder mit besonderem Schutzbedarf untergebracht. Viele geflüchtete Frauen haben Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht – im Herkunftsland, auf der Flucht oder in Aufnahmeeinrichtungen in Berlin. Die Unterbringung in der Niedstraße soll daher einen sicheren Raum für die Frauen schaffen. Rund 320 Frauen und 80 Kinder leben nun in dem früheren Dienstgebäude am Breslauer Platz. Betreiber ist die Soziale Initiatiave Niederlausitz (SIN) aus Cottbus. Viele Frauen sind gezwungen viel länger dort zu bleiben, als die gesetzlich vorgeschriebenen 6 Monate.

Ganze 10 Monate hat Nira in der Unterkunft gewohnt, „viel zu lange“ wie sie selbst sagt. Bei dem Gedanken an die Frauen und Kinder, ihre Freunde, die dort weiterhin ausharren müssen, verzerrt sich ihr Gesicht. An die „tägliche Folter“, wie sie es beschreibt, erinnert sie sich mit Schrecken. Aber Nira hatte Glück. Da sie sich aktiv für bessere Lebensbedingungen für die Frauen einsetzte, sich immer wieder gegen die Betreiber des Lagers, die Sozialarbeiter*innen und das Sicherheitspersonal auflehnte, schmiss der Betreiber sie raus. Nun wohnt sie an einem anderen Ort. Einem besseren, einem sichereren Ort. Doch auch dort kann sie nicht bleiben, weil es ihr der Aufenthaltstitel verwehrt.

Wir treffen uns an einer S-Bahn-Station im Südwesten Berlins und entscheiden uns, in einem kleinen Café um die Ecke Platz zu nehmen. Auf meine Frage, wie es ihr geht, antwortet sie, dass sie sich heute sehr gestresst fühlt, da ihre Sozialarbeiterin ihr mitteilte, dass sie höchstwahrscheinlich wieder in einem Lager wohnen muss. Nach allem was sie durchgemacht hat, ist das ihr schlimmster Albtraum.

Als Nira im September 2016 in Berlin ankam, wurde sie zuerst wie so viele Geflüchtete in einem Lager auf dem Tempelhofer Feld untergebracht. Es gibt zahlreiche Berichte über sexuelle Übergriffe und Gewalt und auch einige Studien belegen, dass geflüchtete Frauen dort überproportional von Gewalt betroffen sind. Viele Frauen die im Lager auf dem Tempelhofer Feld lebten, berichteten anschließend, in ständiger Angst gewesen zu sein. Sexuelle Belästigung wäre Alltag. Eine Situation, die natürlich besonders traumatisierend ist für Frauen, die schon Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt haben.

Als eine Sozialarbeiterin ihr dann vier Tage später mitteilte, dass sie nach Friedenau umziehen dürfe, war Nira erst froh. „Aber sie wussten nicht“, sagt sie, „dass dort 15 männliche Sicherheitsbeamte arbeiten. Stell dir vor du bist eine Frau, die Erfahrung mit sexualisierter Gewalt hat und du möchtest dir morgens nach dem Aufwachen das Gesicht waschen und da ist ein Mann im Bad. Stell dir vor, wenn du duschen möchtest, musst du dich immer beeilen und währenddessen ständig aufschauen, um sicher zu sein, dass niemand schaut.“

Stoppt die täglichen Belästigungen!

Alle Frauen der Niedstraße haben schon sexualisierte Gewalt, Bedrohungen und Übergriffe erlebt. Das ist der Grund, wieso sie in dieses Lager verlegt wurden, das ein sichere Raum für die Frauen sein soll. Aber anstatt geschützt zu sein, erleben sie (all-)täglich Belästigungen.

Es sind immer 15 Sicherheitsbeamte da, erzählt Nira, wobei es insgesamt etwa 70 sind, mit dem Auftrag, die Frauen und Kinder zu schützen. Obwohl das Lager eingerichtet wurde als Schutzraum für Frauen, die sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt erlitten haben, sind 90 Prozent der Sicherheitsbeamten Männer. In den meisten Lagern in Deutschland werden die Securities (private Firmen) per Sub-Kontrakt engagiert, wobei die tiefstbietende Firma gewinnt, selbst bei Lagern, die von NGOs geführt werden.

Die Sicherheitsbeamten sind überall, sagt sie. Sie sind an verschiedenen Orten stationiert, aber sie machen stündlich Rundgänge durchs Gebäude, so dass man sie überall antreffen kann. “Alle Frauen hier haben Angst, sind verängstigt…einmal ist etwas passiert mit einem männlichen Sicherheitsbeamten und einige Frauen wurden hysterisch, haben geschrien und geweint. Manche haben probiert sich umzubringen. Es ist unzumutbar. Man kann hier nicht leben.” Es ist klar, dass das kein Schutzraum ist für Frauen, vor allem für Frauen, die traumatische Erlebnisse erleiden mussten. Wieso brauchen wir Sicherheitspersonal, hat sie mich des Öfteren gefragt. Du hast doch auch keine Sicherheitsbeamten bei dir zu Hause, oder? “In normalen Häusern gibt es keine Security. Nur in Gefängnissen.”

“In der Nacht haben die Frauen am meisten Angst”, berichtet mir Nira. Sogar mitten in der Nacht geht das Sicherheitspersonal durchs Gebäude. “Man kann sie lachen und vorbeigehen hören, du kannst ihre Stimmen hören und du kriegst wirklich Angst. Deine Zimmertür ist immer offen; sie kann nicht mit einem Schlüssel abgeschlossen werden, deswegen ist es umso beängstigender in der Nacht. Am Tag kannst du wenigstens raus, auf die Straße, und Sozialarbeiter*innen sind da. Obwohl die nicht helfen. Aber in der Nacht ist es schlimmer.” Wie soll man da schlafen können? Eine Frau hat probiert, mit einem Holzstock die Tür von innen zu blockieren.

Und am Tag starren dich die männlichen Sicherheitsbeamten an von Kopf bis Fuss. “Es ist unmöglich. Vor allem für viele Monate. An diesem Ort für eine sehr lange Zeit zu leben, ist sehr traumatisierend, es ist sehr hart. Tagtägliche Qual.”

Sie erzählt mir, dass die Sicherheitsmitarbeitenden oft in einem sehr aggressiven Ton mit ihnen sprechen. “Sie schreien dich oft an. Sie wollen, dass du ihnen dauernd deinen Ausweis zeigst. Jedes Mal wenn sie dich anschauen fixieren sie dich regelrecht mit ihren Augen, so dass du weisst, sie beobachten dich die ganze Zeit. Sie probieren dir die ganze Zeit zu sagen “Tu dies, tu das” und zwar auf sehr aggressive Art und Weise”.

Aber die Belästigung umfasst nicht nur die Kontrolle und das aggressive Verhalten. Nira berichtet, dass männliche Sicherheitsbeamte, die sich in Machtpositionen gegenüber den Frauen befinden, ihnen sexuelle Angebote und Avancen machen: “Manchmal will einer der Typen von der Security eine Beziehung mit einer Frau haben und fängt an zu dir hinzukommen, mit dir zu sprechen und du fühlst dich unter Druck, eine Beziehung mit dem haben zu müssen, weil sie… du weisst schon… dich kontrollieren. Sie haben Macht über dich. Und manchmal wenn die Frau nein, ich will keine Beziehung mit dir, sagt, gehen sie zum Zimmer und öffnen die Türe und versuchen sie zu belästigen. Manchmal schläfst du, manchmal ziehst du dich um. Und du machst dir immer Sorgen, weil du dich nicht mal umziehen kannst, ohne zu denken, dass jemand die Türe öffnen könnte in dem Augenblick. Ich konnte nicht schlafen, weil jemand die Türe mitten in der Nacht öffnen könnte. Ich stellte mir immer meinen Schrank hinter die Türe damit ich schlafen konnte. Also es ist wirklich unmöglich, so zu leben. Es ist kein sicherer Ort.“

Wie gehen die Frauen damit um, frage ich Nira. Sie erzählt mir, dass die Frauen oft wütend sind, aber nicht wissen, wohin sie ihre Wut richten sollen. Eine syrische Frau, berichtet sie, ist zur Kantine gegangen und hat den Mitarbeiter angeschrien „Was für eine Scheiße gebt ihr uns?“. Daraufhin schmiss sie den vollen Teller auf den Boden und er zerbrach. Eine andere Frau aus Afghanistan brüllte einen Mann an, der sich weigerte,ihr ihr Mittagessen zu geben „Warum tust du das? Warum tust du das? Das Essen ist scheiße, wir essen es nur weil wir Hunger haben. Warum behandelst du uns so schlecht?“. Andere Frauen gehen zu den Sozialarbeiter*innen und schreien nur, sagt Nira. „Sie machen das, weil sie die deutsche Sprache nicht kennen. Andere Frauen sprechen Gebete, da sie nicht wissen, wie sie Veränderungen herbeibringen können. Viele können nicht mal in ihrer eigenen Sprache schreiben und lesen. Sie haben keine Lebenserfahrung, sagt Nira, weil patriarchalische Strukturen sie als Hausfrauen gefangen hielten, ihre eigenen Familien sie gefangen hielten. Es ist besonders schwierig für diese Frauen“.

Neben der alltäglichen Belästigung durch das Wachpersonal drohen die Sozialarbeiter*innen den Frauen damit, sie rauszuschmeißen. „Sie erzählen dir, dass sie dich in ein anderes Lager nach Spandau senden werden. Ein Lager das noch viel schlimmer ist. Es ist eine Sporthalle oder alte Fabrik und du musst auf Feldbetten schlafen, im Bett nebenan ein Mann. Das ist wie von einem Raum der Folter zum nächsten. Wenn wir auf den Straßen Berlins schlafen müssten, das wäre in Ordnung, kein Problem, aber sie drohen dir damit, dich in Lager zu schicken wo die Bedingungen noch schlechter sind.“

Alltäglicher Grenzschutz: Wessen Tätigkeitsbereich?

Nira erzählt mir im Weiteren, dass Sicherheitspersonal und Sozialarbeiter*innen auch oft als untrainierte asylrechtliche Strafverfolgungsbehörden fungieren. Das Outsourcing von Grenzschutz- und Einwanderungsgesetzgebung auf Privatunternehmen ist ein Phänomen, das sich in ganz Europa und weltweit ausbreitet. “Sie wissen, wo du bist. Da war eine Frau aus Moldawien und als die Polizei kam, um sie abzuschieben, hatte sich ihre Tochter in einem anderen Zimmer versteckt. Die Polizei konnte sie nicht finden. Und wenn das Sicherheitspersonal der Polizei nicht mitgeteilt hätte, wo sie sich aufhält, hätten sie sie nicht abschieben können”. Eine andere Frau wurde von einer Sozialarbeiterin gefragt “Warum schläfst du nicht im Lager?”, Die Frau antwortete, dass sie täglich zum Lager käme. Die Sozialarbeiterin teilte ihr dann mit, dass das Sicherheitspersonal eine genaue Liste führe und laut dieser Liste habe sie schon vier oder fünf Nächte nicht mehr im Lager geschlafen. „Die Arbeit des Sicherheitspersonals und der Sozialarbeiter*innen hat nichts mit unserer Sicherheit zu tun, es geht um Überwachung und Kontrolle. Die Frauen fühlen sich unwohl – wie Verbrecherinnen – und das traumatisiert sie nur noch weiter. Wir sind keine Verbrecherinnen; Wir sind keine Gefangenen, keine Insassen. Vor allem an diesem Ort – wo Frauen leben, die traumatisiert sind, große Probleme haben, die Hilfe brauchen – sollte es kein Sicherheitspersonal geben. Jede Frau sollte einen Zimmer- und Gebäudeschlüssel haben. Und einige weibliche Sozialarbeiterinnen sollten den Frauen zur Verfügung stehen. Mehr nicht.“

Diese Art von “sicheren Räumen” replizieren lediglich häusliche Gewalt – die männlichen Sicherheitsbeamten, die in diesem Lager Frauen kontrollieren, belästigen und missbrauchen, unterscheiden sich nicht von Tätern häuslicher Gewalt. Keine Frau sollte jemals solch invasiver Brutalität ausgesetzt sein.

Warum diese Diskriminierung, fragt Nira. “Warum sind wir nicht alle gleich? Und so kann es nicht bleiben … “. “Es gibt keine privaten Räume innerhalb von Lagern. Keine sicheren Orte, keine Privatsphäre. Deshalb sollten alle Lager geschlossen werden. Wir müssen in Wohnungen leben. Dann sind die Menschen auch sehr gut in die Gesellschaft integriert. Wenn deine Nachbarn Deutsche sind, kannst du von ihnen lernen und sie können von dir lernen. Wir können interagieren. Auch wenn du nur kurzzeitig in Deutschland bist, lernst du so wenigstens die Gesellschaft kennen. Wovor haben sie Angst? Wir sind auch Menschen. Wir sind keine Verbrecher*innen; Wir sind keine Terrorist*innen. Warum diese Diskriminierung?”

Als wir das Café verlassen, erzählt mir Nira, dass ihre Psychologin zu ihr gesagt hat, “wenn all dies vorbei ist, wirst du eine Überlebensexpertin sein”. Nira sagt: “Wenn ich es überleben werde, jede Minute habe ich das Gefühl, ich kann nicht atmen, ich werde ersticken. Ich kann das nicht mehr aushalten … Und dann geht der Moment vorbei und nach dem Moment denkst du, ok, es kann noch mehr kommen”.


 

The lager at Niedstraße is not a safe place! From an expert of survival, name changed.

It is Tuesday afternoon and I’m on my way to meet Nira to talk to her about her experience of living in the lager at Niedstraße, a lager for women and children in Friedenau. The municipal hall became a lager in Feburary 2016 to provide separate accommodation, a safe space, for women and children who came to Germany on their own and need special protection because of the many traumatising experiences they have had. The lager is run by the social initiative Niederlausitz (SIN – Soziale Inititative Niederlausitz). Around 320 women and 80 children live in the old municipal building, many of them are forced to stay longer than the statutory 6 months.

Nira lived at Niedstraße for about 10 months and is still in contact with many women who are still forced to live there. She feels for them as they being stuck in what she calls “everyday torture”. Nira was lucky to be thrown out and thus able to move to another place, a better place, a safer place. Safe for now as she can´t stay there permanently because of her status.

We meet at a S-Bahn-station somewhere in south-west Berlin and decide to sit down in a little café. I ask her how she feels and she says that she is feeling stressed today because her social worker was letting her know that she might has to live in a lager again. Her worst nightmare after everything she has been through.

When Nira came to Germany in September last year, she first lived at Tempfelhof lager. A lager that is very unsafe for women and children, as many other lagers in Germany. A lot of women living there reported experiences with sexual harassment, as well as constantly living in fear of being assaulted and not receiving support. A situation that is particularly traumatising for women who experienced sexualised violence before.

She was then moved to the lager in Friedenau, a women and children´s lager in south-west Berlin. So far so good, she thought. But they didn’t know, she says, “there are 15 security men… imagine you are a woman who has experiences with sexualised violence and then you go to wash your face in the morning and there is a man inside of the toilet. Imagine when you shower, you need to shower very quickly and always look up to make sure that no one is looking.”.

Stop the everyday harassment!

The tells me that all women at Niedstraße have experienced sexualised violence and assault before. That’s why they have been moved to this lager that’s supposed to function as a safe space. Instead of a “safe space”, what they experience is everyday harassment.

There are always 15 security guards around, Nira says, out of a crew of around 70 who are there to “protect” the women and children. Even though the lager is supposed to create a safe space for women, 90% of the security staff are men. Security at most lagers in Germany is sub-contracted to private security companies – the lowest bidder wins. Even at lagers run by NGOs.

The security staff is everywhere, she says. They are located in different places but they go around the building every hour so you can find them everywhere. “All the women in this place are afraid, they are lost… sometimes something happened with a guy from the security and some women got hysterical, creamed, cried. Some tried to kill themselves. It´s impossible. You can´t live in this place”. It´s clearly not a place of protection for women, especially for women who have had traumatic experiences. Why do we need security, she asked me repeatedly. You don’t have security at home? “In normal houses you don’t find security. Only in prisons”.

“Women are most afraid at night”, Nira tells me. Even in the middle of the night the security staff walks around the building. “You can hear them laughing and walking by, you can hear their voices and you get really scared. Your room door is always open. It cannot be closed with a key so it´s even more scary in the middle of the night. Because during the day you can at least go out on the streets, and there are social workers. Although they don’t help. But at night its more horrible”. How can you sleep? One women tried to put a wooden stick behind the door to lock the door from inside.

And during the day, the security guys check you out from head to toe, she reports. “It´s impossible. Especially for many months. To live in that place for a very long time is very traumatising, it´s very hard. Everyday torture”.

She tells me that the security staff often speaks in a very aggressive tone to them, “they often shout at you. They want you all the time to show your ID. Every time they look at you they fix their eyes on, so you know they are watching you all the time. They try to tell you all the time – You should to this, you should do that – in a very aggressive way”.

But the harassment doesn´t stop at controlling and aggressive behaviour. Nira shares that male guards in positions of power over the women propositioning them sexually: “Sometimes some of the security guys want to have a relationship with a woman and they start to come, start to talk to you and you feel under pressure that you have to have a relationship with them because they.. you know.. they are controlling you. They have power over you. And sometimes when the woman says no I don’t want to, they go and open the door in her room, trying to harass her. Sometimes you are sleeping, and sometimes you are changing your clothes. And you are afraid all the time because you can´t change your clothes because someone can open the door. I could not sleep because someone could open the door in the middle of the night. I always put my locker behind the door so I could sleep. So it´s impossible to live like that. It´s not a safe place.”

How do they cope, I ask Nira. She tells me that women get angry, but don’t know what to do. “One Syrian woman – she went to the canteen and said what shit you give to us and she went to the dish and broke it. And another Afghani women was shouting and telling a guy who refused to give her lunch: Why do you do this? Why do you do this? This food is shit; we take it only because we are hungry. Why are you treading us like that? Some women go to the social workers and scream”, Nira says, “because they can’t talk, they don’t know the language. Other people speak prayer because they don’t know how to think about a solution so they pray. Some women can’t even write and read in their own language. They have no life experience because they were kept inside the houses by the patriarchal structures, by their families in their countries. It´s especially hard for them.”

Next to the everyday harassment by security, the social workers threaten the women to move them to another place. “All the time”, Nira says, “they tell you they will send you to a lager ins Spandau, a lager that’s worse. A sport hall or factory where you only have a field bed, and a man is sleeping in the bed right next to you. It´s like from torture to torture. If you would have to sleep on the streets, its ok, no problem, but they threaten to take you to places where its worse”.

Everyday bordering: Not your job!

Nira tells me that security staff and social workers also often functions as untrained asylum law enforcement guards. The out-sourcing of border-guarding and immigration law enforcement to private companies is a phenomenon which is spreading all over Europe and globally. “They know where you are. There was this one woman from Moldovia and the police came to deport her and her daughter was hiding in another room. The police didn’t know. And if they don’t know they can´t deport her. But the security was telling them where she was hiding”. To another woman, a social worker was saying “why don’t you sleep in the lager?” the women replied saying that she would come to the lager every day. The social worker then let her know that the security staff has been tracking her and according to their report she hasn’t slept in the lager for 4 or 5 nights. Nira says, “their work is not for your safety, there work is for surveillance and control. Its making people feel uncomfortable – like a criminal – it will only traumatise you more. We are not criminals; we are not prisoners. Especially in that place – we are women that are traumatised, that have big problems in our life’s, who need help and there should not be any security. What we need is that every woman has her room key and a key to the building. And that’s it. And some social worker that are not men”.

These kind of “safe spaces” only replicate the torturous, coercive powers of domestic violence – male guards that control and abuse women trapped at this lager are no different to the perpetrators of domestic violence who abuse women trapped in their own homes. No woman should ever have to face such invasive brutality.
Why this discrimination, Nira asks. “Why is everyone not the same? And it cannot stay like this…”. “There are no private spaces inside lagers. So safe spaces, no privacy. That’s why all lagers should be closed. We have to live in flats. Then people are very good integrated in society. If your neighbours are German, you can learn from them – they can learn from you. You can interact. Even if you have to stay in Germany for a short time but at least you know the society. Why are they afraid? We are human also. We are no criminals; we are no terrorists. Why this discrimination?”

When we are about to leave the café, Nira tells me that her psychologist told her “when all of this ends you will be an expert of survival”. She says “If I´m going to survive this, because you know, every minute I feel I can´t breathe, I will suffocate. I cannot do this… And then that moment passes and after that moment you think it´s ok, there can be more”.

 

Categories: Tent Action

Next Public Oplatz Meeting: Wednesday, 16 August, 18:00

Refugee strike in Berlin - Thu, 08/10/2017 - 23:05
Reclaim Oplatz!

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Wednesday 16th of August, 18:00 on Oplatz

Let’s make more plans for action and visible resistance.
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Napuli and other Oplatz activists — Oplatz wieder zurückholen!
Nächstes öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie! Mittwoch 16.8., 18:00 auf dem OplatzLasst uns noch mehr Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Widerstand.
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Napuli und andere Oplatz-Aktivist*innen
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Räumung oder Nachbarschaft? Die Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule und die Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Strasse nehmen Stellung zur Situation im Kiez und Urteil des Berliner Landgerichts vom 12.07.2017 über eine mögliche Räumung der Gerhart...

Refugee strike in Berlin - Fri, 08/04/2017 - 16:08

 

some texts in english further below!

Der Bezirk gibt 100.000 Euro/ Monat für Wachdienst aus, die Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule haben Besuchsverbot, viele der Leute in der Schule bekommen kein Geld und dürfen nicht arbeiten. Trotzdem haben sie starke Verbindungen aufgebaut und leben seit Jahren zusammen mit den Menschen im Kiez.

Obwohl ‘Integration’ in Deutschland ein großes Wort ist, wird politisch und in der Presse weiter dagegen gearbeitet.

Die Pressekonferenz fand statt, am Dienstag den 01.08.2017, um 11:00 Uhr, im Theater DESI, Ohlauer Strasse 41, 10999 Berlin.
Es sprachen Kim Archipova für die Nachbarschaftsinitiave Ohlauer Straße (NIO) und Younous Abou Bakar für die Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule.

Das Urteil des Berliner Landgerichts vom 12.07.2017 über eine mögliche Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule ist die Konsequenz aus der politischen Haltung des Bezirksamts. Dieses versucht systematisch die gemeinsame Arbeit der Anwohner*innen (NIO) und verschiedener Vereine und Initiativen mit den Bewohnern der Schule kleinzureden. In den vergangenen Jahren wurden dem Bezirksamt bisher vergeblich gemeinsame Konzepte vorgeschlagen.

Dieser Bezirk lebt davon, dass unterschiedlichste Menschen alternative Freiräume durchgesetzt haben und weiter durchsetzen wollen.

Zum Hintergrund:

Nach dem Selbstmord eines Geflüchteten in einem Lager in Würzburg organisierten sich 2012 Menschen und marschierten geschlossen nach Berlin. Sie protestierten gegen zwangsweise Unterbringung in Lagern, Entmündigung und Abschiebung. Auf dem Oranienplatz in Kreuzberg haben sie ein Protestcamp errichtet. Ein anderer Ort, der damals von den Menschen als selbstorganisiertes Zentrum erkämpft wurde, war die leerstehende Gerhart-Hauptmann-Schule.

Während Politik und Verwaltung damit beschäftigt sind Geflüchtete für diverse Missstände verantwortlich zu machen und der Bezirk Prozesse führt, suchten die Bewohner der Schule den Kontakt zu den Menschen im Kiez: Sie organisierten Deutschkurse, unterstützten sich und andere bei Behördengängen, Arztbesuchen und leisteten Übersetzungsarbeit, halfen anderen Geflüchteten Beratungsstellen zu finden. Sie organisieren Essensstände auf Straßenfesten und mit der Initiative Willkommen konkret. Sie arbeiten an der Gründung eines Vereins zur Beschaffung von Mitteln für Geflüchtete, dokumentieren Fluchtgeschichten und leisteten ehrenamtliche Arbeit in der Technik beim Community Theater Expedition Metropolis e.V. oder in der Unterstützung kultureller Angebote für Kinder und Jugendliche bei Koduku e.V. und in einer Unterkunft in Reinickendorf. Sie absolvierten verschiedene Praktika bei z.B. Vattenfall, einer Landschaftsgärtnerei, bei Kotti e.V. und einer Dachdeckerfirma. Sie verhandelten mit der Ausländerbehörde um die Erlaubnis eine Ausbildung zu beginnen, sammelten Spenden für Fahrtkosten, Anwaltskosten, Medikamente und Essen und planten das International Refugee Center, um die Schule als öffentlichen Ort zu nutzen.

Die Bewohner der Schule sind Teil des Kiezes trotz Absperrungen, Aufenthaltsbeschränkungen, Arbeitsverboten und fehlender Existenzsicherung. Es geht darum diese Nachbarschaft zu verbessern, anstatt sie zu zerstören.

Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Strasse

Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule

 

Videos von der Pressekonferenz (leider ging unsere Kamera nicht und wir konnten nur Anfang und Ende aufnehmen – wenn Ihr Aufnahmen habt, schickt sie uns bitte …)

Videos from the press conference (unfortunately our camera didn’t work and we only recorded beginning and end of the conference – if you got any recordings please send them to us ….)

 

Pressemitteilungen der Bewohner der Gerhart-Hauptmann-Schule und der Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Strasse dt./engl.

 

 

 

 

Medienberichte:

Abendschau vom 01.08.2017 (ab Minute 11:00 Bericht über die Pressekonferenz)

»Ohlauer lebt!« : Artikel in der Jungen Welt vom 02.08.2017

Bezirksbürgermeisterin bleibt hart : Artikel in der taz vom 01.08.2017

Initiative gegen Räumung der besetzten Hauptmann-Schule : Artikel in der Berliner Morgenpost vom 02.08.2017

Flüchtlingsaktivisten werfen Bezirk “Zeitschinderei” vor : Artikel im ‘Tagesspiegel’ vom 02.08.2017

Besetzte Schule steht vor dem Ende : Artikel im neues deutschland vom 02.08.2017

Categories: Tent Action

03.08. Soli Crêpes against repressioncrap!

Refugee strike in Berlin - Wed, 08/02/2017 - 11:15

Vegan Crêpes against repressioncrap

Wann: Donnerstag, 03.08.2017 ab 19:30 Uhr

Wo: B-Lage, Mareschstraße 1, 12055 Berlin (S Sonnenallee)

 

Bei einer gemeinsamen Aktion werden manchmal nur einige verurteilt. Was nicht heissen muss, dass sie es alleine durchstehen müssen.

2014 während des March for Freedom in Luxemburg, gab es 13 brutale Festnahmen. Die Gefangenen wurden am gleichen Tag wieder freigelassen.

Nach mehr als zwei Jahren erhob die Luxemburger Behörde Klage gegen einige Gefangene. Ende Mai diesen Jahres wurden vier Aktivisten_Innen aufgrund der Anklage “bewaffneter und geplanter Rebellion” verurteilt. Keine der angeklagten Personen konnten konkrete Tatvorwürfe gemacht werden.

Sie kriegen den ganzen Stress ab. Denn sowas kostet Energie, Zeit aber auch oft viel Geld wie Anwalt-, Prozess- und Strafkosten. Darum bitten wir euch: Geniesst die Crêpes und unterstützt, wenn ihr könnt, finanziell die Leute, die es am meisten trifft. Danke.

Mehr infos über das Urteil:

Fazit der Pressekonferenz zum Gerichtsprozess gegen Teilnehmer des March for Freedom in Luxemburg


Über den March:
https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Categories: Tent Action

“Women Breaking Borders” Women* Conference organized by Women in Exile

Refugee strike in Berlin - Tue, 08/01/2017 - 21:15

This year refugee women are getting loud by organizing a national wide meeting on “Breaking Borders”. This was a decision reached during the evaluation meeting of the 2016 national wide summer bus tour of „women in Exile & Friends” and the network of refugee women and groups working with refugee women national wide.
As women* we are faced with sexism and racist borders which expose us to all types of prejudice. As refugee women we confront multiple inner and outer borders during and after the flight.

The aim of this conference is:

  • To reinforce / weave networks beyond borders
  • To empower women to break borders of sexism and racism
  • To find strategies together on how to dismantle all borders eg. deportations,lagers etc.
  • To bring the refugees political perspective to the causes of migration
  • To create space for refugee women to break borders and build community by expressing their talents

We need each other’s solidarity to break inner and outer borders/boundaries. Join us in declaring no borders are high, low, wide or solid enough when women unite.

To have a successful Conference for everybody we need some financial support, please support us on the betterplace campaign! Thanks!

Categories: Tent Action

Next Public Oplatz Meeting: Wednesday, 2 August, 18:00

Refugee strike in Berlin - Tue, 08/01/2017 - 18:47
Reclaim Oplatz!

Next Public Oplatz Meeting: Action instead of Bureaucracy!

Wednesday 2nd of August, 18:00 on Oplatz

Let’s make more plans for action and visible resistance.
Looking forward to seeing you,

Napuli and other Oplatz activists — Oplatz wieder zurückholen!
Nächstes öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie!Mittwoch 2.8., 18:00 auf dem Oplatz

Lasst uns noch mehr Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Widerstand.
Wir freuen uns darauf Euch zu sehen

Napuli und andere Oplatz-Aktivist*innen
Categories: Tent Action

Demo in Munich on Aug. 19th: Stop deportation – Abolish the Dublin System! Freedom of movement for all!

Refugee strike in Berlin - Mon, 07/31/2017 - 12:24

Saturday: 19.08.2017 at 1pm
at Munich Central Train Station, Germany

Sierra Leone United Association in Germany:
“We want to protest together against deportations and the Dublin-system.
They destroy human dignity. In the German asylum system and the Dublin-System there is no freedom of movement. People are prisoners without freedom. This life destroys the mental health of the people and leads them into prostitution and criminal act.”

Demonstration: „Stop deportations! Abolish the Dublin system! Freedom of movement for all!“

Start: 1 pm at Central Train Station in München

Workshops: 7 pm (place will be communicated later)

How to prepare my own interview? (Arrival Aid)
Informations about the Asylum system in Bavaria

Gettogether Party:

Start: 10 pm (Arabellapark, address will be communicated later)

Mixed-Music from Turn Tables: Bigger Rizer DJ&Musics-Performance / Music-Performance by Maligie Kappay / DJ Tims / DJ Salman / Sierra Leone cultural dance

Sprache des Events: English / German translation possible / more translations has to be requested before // Englisch / Deutsch ist möglich / andere Sprachen müssen vorher angefragt werden

http://thevoiceforum.org/node/4381

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Stoppt Abschiebungen! Schafft das Dublin-System ab! Bewegungsfreiheit für alle!

Wann?
Samstag – 19.08.2017, 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Wo?
München, Hauptbahnhof

Organisatoren: Sierra Leone United Association in Germany (Sierra Leone – Vereinigung in Deutschland)

Wir wollen zusammen gegen Abschiebung und das Dublin-System protestieren.

Sie zerstören unsere Menschenwürde. Im deutschen Asylsystem und im “Dublin-System” gibt es keine Bewegungsfreiheit. Die Menschen sind Gefangene ohne Freiheit. Dieses Leben zerstört die psychische Gesundheit der Menschen und führt sie zu Prostitution und Kriminalität.

Demonstration

Beginn: 13.00 Hauptbahnhof München

Anschließend: Workshops

Beginn: 19.00 Uhr (Ort wird noch bekanntgegeben)

Wie bereite ich mein Interview vor (Ankunftshilfe)
Informationen über das Asylsystem in Bayern

Anschließend: Party

Beginn: 22.00 Uhr (Arabellapark, Adresse wird noch bekanntgegeben)

Mixed-Music vom Drehteller: Bigger Rizer DJ&Musics-Performance / Music-Performance by Maligie Kappay / DJ Tims / DJ Salman / Sierra Leone cultural dance

Sprache des Events: Englisch / Deutsch ist möglich / Andere Sprachen müssen vorher angefragt werden

 

http:thevoiceforum.org
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox/
Solidarity#ReefugeeBlackBlock
#RefugeeBlackBox

Categories: Tent Action

Public Oplatz Meeting: Friday, 21st July, 18:00

Refugee strike in Berlin - Tue, 07/18/2017 - 01:38
Deutsch unten   ———————————————

Reclaim Oplatz again! 


Friday, 21st July, 18:00 on Oplatz

Public Oplatz Meeting: Action instead of Bureaucracy
Let’s make plans for action and visible resistance. 

Looking forward to seeing you, Napuli 

and other Oplatz Activists

———————————————

Oplatz wieder zurückholen! Freitag 21.7., 18:00 auf dem Oplatz   Öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie!

Lasst uns Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Wiederstand.

Wir freuen uns darauf Euch zu sehen,

Napuli und andere Oplatz-Aktivist*innen
Categories: Tent Action

Wuppertal: Abschiebung durch selbstorganisierten Protest von Geflüchteten verhindert. Demo am Samstag!

Refugee strike in Berlin - Thu, 07/06/2017 - 13:13
english below

Aktuell werden viele Geflüchtete der Erstaufnahmeeinrichtung Art Hotel in Wuppertal nach dem Dublin III-Verfahren abgeschoben und zwar nach Italien. Am 03.07.2017 wurden bereits 38 Menschen aus dem Art Hotel abgeschoben. Am Mittwoch (05.07.2017) sollten weitere 38 Menschen abgeschoben werden. Besonders skandalös ist dabei, dass versucht wurde, die Geflüchteten kurz vor einer selbst-organisierten Demonstration am Samstag abzuschieben. Diese wurde jedoch durch den laustarken Protest von Geflüchteten und weiteren solidarischen Menschen verhindert und der Bus fuhr leer wieder ab.

Den Aufruf für die Demo findet ihr unter dem Video.

Solidarität gegen Abschiebungen
Samstag, 8. Juli 2017
13:00 Uhr Kundgebung / 14:00 Uhr Demonstration
Bahnhof – Wuppertal Oberbarmen

Wir haben die Angriffe auf unser Leben satt. Nirgends auf der Welt sind wir sicher, weder in unseren Herkunftsländern, noch in Europa, noch in Deutschland. Ein Teil der Verantwortlichen sitzt diese Woche in Hamburg und feiert sich selbst, während wir Tag und Nacht um unser Leben kämpfen müssen.

Wir, Flüchtlinge aus Wuppertal und Umgebung wollen am kommenden Samstag auf der Straße zeigen, dass wir nicht erlauben werden, dass mit unserem Leben gespielt wird.

Wir werden es nicht zulassen, dass man uns nach Afghanistan, Irak oder Sudan zurückschickt, wo die NATO-Staaten zusammen mit Kriegsherren aller Länder für die Situation mit verantwortlich sind. Wir finden es beschämend, dass offensichtliche Lügen verbreitet werden und Afghanistan zu einem sicheren Land gemacht wird. Es ist eine Schande, dass man darüber nachdenkt, in einem Land wie Syrien sichere Zonen „Safe Zones“ aufzubauen. Wessen Bomben regnen jede Nacht auf die Köpfe der Menschen in Syrien? Ist überhaupt ein Frieden gewollt oder geht es rein um noch mehr Hass, damit der Krieg und das Geschäft weiterlaufen?

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Westafrika schickt, wo wir verfolgt und unser Leben nicht mehr sicher sind. Wir werden es nicht zulassen, dass unser Leben gekauft wird und Gelder an unsere korrupten Staatsherren bezahlt werden, damit sie Papiere ausstellen und uns zurücknehmen, um uns wieder zu verfolgen und auszubeuten. Unsere Länder werden bereits seit 500 Jahren ausgebeutet, die Rohstoffe sind bereits an die großen Konzerne dieser Welt ausverkauft und nun verkauft man auch uns öffentlich.

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Italien oder Griechenland abschiebt, wo wir auf den Straßen überleben müssen oder als die neuen Sklaven Europas für die billigen Agrarprodukte mehr als 16 Stunden am Tag schuften müssen, gleichzeitig aber kein Recht auf Gesundheitsversorgung haben und der Lohn nicht mal ausreicht, um eine Wohnung sich zu mieten.

Wir können es nicht zulassen, dass unsere Brüder und Schwester aus Balkan, kein Recht auf Asylverfahren haben und sofort in Abschiebezentren kommen. Es ist für uns beschämend, wie hier unsere Mitmenschen aus dem Balkan kriminalisiert worden, damit die Abschiebungen dorthin gesellschaftsfähig gemacht werden. Das Gleiche geschah mit unseren Geschwistern aus Nordafrika. Nun hat die Bundesregierung alles daran gesetzt und die Staaten „bearbeitet“, damit sie uns zurücknehmen. Wer von uns kommt als nächstes dran?

Zur selben Zeit wird hier in Europa Hass gesät, damit die Menschen hier, diejenigen also die von Niedriglohn und Armut betroffen sind, sich mit uns nicht solidarisieren. Doch wir teilen das gleiche Leid. Egal ob in unseren Ländern oder hier, es sind die gleichen Konzerne und ihre Diener in den Staatsapparaten, die uns ausplündern, ausbeuten, gegeneinanderhetzen, damit sie noch reicher werden. Wir jedoch müssen tagtäglich schauen, wie wir überleben, wie wir unseren Kindern eine Zukunft aufbauen können. Wir wollen eine Welt, in der wir solidarisch diese zum Wohle aller gestalten können. Wir wollen eine Welt in dem Wohlstand und Frieden unser Leben prägen und nicht eine Agenda der G7 oder G20, eine Agenda der Konkurrenz und des Wettbewerbs, dass Kriege schürt und Arm und Reich.

Wir sagen, Asylrecht ist Menschenrecht und kein Privileg.
Wir sind gezwungen, unser Leben zu schützen und daher entscheiden wir, dort zu leben, wo unser Leben sicher ist.

Wir laden jede/n ein, der die Lügen und die Erniedrigungen nicht mehr erträgt, mit uns auf die Straße zu kommen. Wir wollen zeigen, dass Solidarität und Zusammenhalt die Grundlagen unserer Gemeinschaften und des menschlichen Lebens sind.

Solidarität statt Spaltung und Hass

http://thecaravan.org/node/4586

+++ ENGLISH +++

Wuppertal: Deportation of 38 people stopped through self-orgaized protest by refugees. Demo on Saturday!

Currently, many refugees are subject to deportations from the reception camp Art Hotel in Wuppertal to Italy in accordance to the Dublin III regulation. 38 people have been deported from Art Hotel on June 3rd already. On Wednesday (June 5th) 38 more people should be deported. This is especially scandalous because they tried to deport the refugees shortly before a self-organized demonstration on Saturday. However, the deportation was stopped by the protest of refugees and other people in solidarity, and the bus returned empty.

Find the call for the demo on Saturday, June 8th, below the video.

 

Solidarity against deportations
July 8: 01:00pm (13:00) Manifestation
02:00pm (14:00) Demonstration
In front of the Wuppertal-Oberbarmen train station- Wuppertal Oberbarmen

Enough is enough. We are fed up with the attacks on our lives. Nowhere on the earth we are safe, not in our own countries, not in Europe nor in Germany. Part of the responsible persons gather this week in Hamburg and celebrate themselves. At the same time, we are obliged to struggle day and night to survive.

We, refugees from Wuppertal and surroundings want to show our presence on the streets and manifest, that we do not allow anyone to play with our lives.

We are here because you destroy our countries!

We do not allow that they deport us to Afghanistan, Iraq, or Sudan. The NATO-states together with other warlords are responsible for the situation in these countries. It is shaming that blatant lies are spread and Afghanistan is made to a safe country. It is perverse that people even think of building safe zones for refugees in Syria. Whose bombs are raining each night on the roofs of Syrian civilians? Is peace wanted at all or is more hatred desired, in order to keep the war running and the profits flowing?

United against colonial injustice

We do not allow that we are sent to West Africa, where we are persecuted and our lives are not safe. We do not allow that our lives are bought by giving money to our corrupt state lords, in order to issue papers and take us back, to start again with persecution and exploitation. Our countries are being exploited since more than 500 years. Our natural resources have been sold cheap to the big corporations of the world. Now, our lives are being sold publicly and cheap.

We do not allow that we are deported to Italy or Greece, where we have to live on the streets and to work more than 16 hours a day on the farms as the new slaves of Europe. At the same time we have no access to medical care and the money we earn is not even enough to rent a small flat.

We can not accept that our brothers and sisters from Balkan have no right to apply for asylum here and are immediately upon arrival put into deportation centers. It is shaming, how our people from Balkan have ben criminalized by German authorities to legitimate the deportations to those countries and prepare the society here for the deportation crimes. The same happened with our brothers and sisters from North Africa. Now the Federal Republic of Germany has done everything and continuously pushed the states to take us back. Who will be the next?

Hatred is grown here in Europe in order to avoid that the people in Europe who are affected by low wages and poverty do solidarize with us. But we share the same pain. No matter if here or in our countries, the same corporations and their servants in the states plunder and exploit us, divide us, to get richer. But we have to struggle to survive and to build a future for our children. We want a world that is based on solidarity for the wealth of humanity. We want a world where peace and wealth are shaping our lives and not an agenda of the G7 or G20, an agenda of competition and corruption, an agenda that perpetually generates war, generates poor and rich.

We say Asylum is a human right and not a privilege.

We are forced to protect our lives and therefore we pledge to live there, where our lives are safe.

We invite everyone that cannot bear anymore the lies and the humiliation to join us to the streets. We want to demonstrate that solidarity and the connection between people are the principles of our communities and those of human being.

Solidarity instead of division and hatred.

http://thecaravan.org/node/4586

 

Categories: Tent Action

Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt am 10. Juli

Refugee strike in Berlin - Tue, 07/04/2017 - 18:59

Hussam Fadl – von der Polizei von hinten erschossen

Kundgebung 10. Juli, 17:00 Uhr, Platz der Luftbrücke 6, Polizeipräsidium

“Wir sind vor dem Tod geflohen und fanden nichts als den Tod.” (Zaman Gate, Ehefrau)

Am 27.9. 2016 wurde Hussam Fadl, Flüchtling aus dem Irak, bei einem Polizeieinsatz auf dem Gelände
einer Flüchtlingsunterkunft von hinten erschossen. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen die verantwortlichen Polizisten wurde Ende Mai 2017 mit dem Verweis auf Notwehr eingestellt. Dies kommt einem Freispruch der Polizisten gleich, die gezielt und von hinten auf Hussam Fadl geschossen haben. Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), die Beratungsstelle ReachOut und der Flüchtlingsrat Berlin kritisieren die Einstellung der Ermittlungen und rufen gemeinsam mit Familie Fadl zur Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt auf.

 
Familie Fadl floh im Jahr 2014 mit drei kleinen Kindern von Bagdad nach Deutschland. Auf ihrer
Flucht übers Mittelmeer und entlang der Balkanroute erlebten sie, was vielen Geflüchteten zustößt:
Hunger, Angst, Ungewissheit, Demütigungen, Behördenwillkür.

 
Endlich in Berlin angekommen, hofften sie auf Sicherheit und die Möglichkeit, ein neues Leben
aufzubauen. Die Familie wurde in einer Notunterkunft für Flüchtlinge, der Traglufthalle im Stadtteil
Moabit– dem sogenannten ‚Ballon’ – untergebracht. Sie versuchten, in Deutschland Fuß zu fassen
und trotz der fürchterlichen Umstände im Lager die Strapazen und Demütigungen der Flucht zu
vergessen.

 
Doch am 27.09.2016 wurde die kleine Tochter der Familie Fadl von einem anderen Bewohner im
direkten Umfeld der Notunterkunft sexuell missbraucht. Der mittlerweile verurteilte Täter wurde
bei der Tat von Bekannten der Familie überführt und sofort dem Sicherheitspersonal der Unterkunft
übergeben.

 
Nach Recherchen von KOP und ReachOut berichten damals Anwesende, dass sich an dem sonnigen
Septembertag viele Bewohner*innen des Lagers draußen vor der Halle aufhielten und sich die Tat
zwar schnell rumgesprochen hatte, jedoch trotz allgemeiner Aufregung keiner an Selbstjustiz dachte
oder sich dem Täter näherte. Allen war klar, dass dieser nun von Sicherheitspersonal und Polizei
behandelt würde, dahin hatten die unmittelbaren Zeugen des Missbrauchs den Mann schließlich
eigenhändig übergeben.

 
Zeug*innen berichten auch, dass die vom Sicherheitspersonal alarmierte Polizei mit mehr als 30
Beamt*innen anrückte, das Gelände umstellte, und alle Menschen bleiben mussten, wo sie sind,
niemand durfte rein oder rausgehen. Vor Ort wurde der Missbrauchsfall aufgenommen, der Täter
und die beiden Zeugen befragt. Die Polizei führte den Täter ab, brachte ihn zu einem Polizeiauto,
schloss die Türen, hinter denen der Täter sicher saß. Dann fielen Schüsse.

 
Fakt ist: Drei Polizeibeamte schossen auf Hussam Fadl, den unbewaffneten Vater des
missbrauchten Mädchens, als dieser sich dem Täter zu nähern versucht haben soll. Eine Kugel traf
ihn tödlich von hinten. Hussam Fadl stirbt noch am selben Tag im Krankenhaus. Er wurde im Alter
von 29 Jahren von Berliner Polizeibeamten von hinten erschossen. Er hinterlässt eine Frau und drei
Kinder.

 
Die Version der Polizei: Hussam Fadl sei mit einem Messer auf den Täter losgegangen. Diese
Geschichte ermöglicht den Schützen zu behaupten, sie hätten aus Notwehr geschossen und bedient
gleichzeitig das rassistische Stereotyp des ‚aggressiven, stets mit einem Messer bewaffneten Arabers, der nach Rache und Selbstjustiz sinnt’. Später tauchte ein Küchenmesser als ‚Beweismittel’ auf, das die Geschichte der Schützen untermauern soll.

 
Recherchen von Unterstützer*innen zeichnen ein anderes Bild und werfen viele noch offene Fragen
auf – diese müssen öffentlich und vor einem Gericht geklärt werden: Keine*r der Menschen an der
Traglufthalle hat das Messer vor Ort gesehen, Zeug*innen bestätigen übereinstimmend, HussamFadl sei definitiv unbewaffnet gewesen.

 
Wir fragen: warum haben die Polizisten geschossen? Wen wollten sie schützen? Ihre Kollegen – in
deren Richtung sie feuerten? Den Täter – der bereits gesichert im Auto saß? Welche Gefahr stellte
Hussam Fadl für wen da?

 
Wir fordern:
Lückenlose Aufklärung der Erschießung von Hussam Fadl!
Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft und ein Strafverfahren gegen die Polizeibeamten, die auf
Hussam Fadl geschossen haben!
Die sofortige Suspendierung der beschuldigten Polizisten!

Facebook

Categories: Tent Action

X women talked about the conditions of lager X

Refugee strike in Berlin - Fri, 06/30/2017 - 02:10

It’s quite sad to have the current title for this story, but for women who are not citizens, who are not welcome, who are alone, isolated, vulnerable, freedom is not part of their lives, so we cannot say openly where this conversation took place because measures against them can be taken because those who hold the power like playing illegally with women

Today was raining as if it was the end of the world. They call it summer but mostly seems Autumn.

All wet, I arrived to the meeting place. We were about to cancel the visit but who said that rain would stop us from meeting women from a lager where they are living in shit conditions.

We met in a Café outside the lager, it sounds nice, like providing some excuse to go out of the lager and meet with friends like people do, but the truth is different, we met outside because women are threaten by “The Office”. They give “friendly advices” to women who want to speak about their situation inside the lagers, those who want to share how is their daily life in a lager have to deal also with menaces, and we’ve seen this not only in one lager, so what will be written today applies for many other places.

Once we ordered some coffee to try to,  at least recover from the dampness, we introduced ourselves, some of us were new, some not. Names from different countries, introductions said in different languages (also I won’t mention them since could point out who was talking to us), some of us were more chatty, it was the first time someone could speak with someone in her own language. Words came out non-stop, like a volcano, too many things to be said, too many months silent, too many experiences to be shared, desperation in the eyes, a big smile for being able to express it.

Translation makes things slow, but gives time to watch, to feel, when finally the words come, they describe how a woman in the lager found herself signing a paper she didn’t understand. The social worker had asked her to sign it but refused to explain what was it about, placed a book in the middle of the paper, but said it was something for some Bundesamt. The woman signed but asked for a copy.

She showed the copy to other women, the other women said she should not have signed that, something was wrong, finally someone else translated it, possibly from the security people, she had signed a paper giving the social worker full powers, that means she could have access to all her private information, letters, she took it without consent, without explaining, what for? Since she found out soon enough what she had signed, the refugee woman went to the office to ask for this paper, had it back and revoke the full powers, but did anyone react to this violation of rights? Not that we know.

Outside continued raining, everything was gray, umbrellas were mostly dark, people were running while jumping over the pods of water formed in the streets. Some people entered in the Café, looking for the same, a bit of shelter and probably a coffee.

I was absent for a moment, thinking what can be done, how can more people know about this daily situation in the more than 100 lagers, is it true that people can just ignore this situation and continue with their lives? I came back when I heard “social worker”, that very strange figure, with a strange role in the whole procedure of asylum. Every refugee has assigned one social worker, whose role is to basically be an interface to the lager system, they have to read/write/deliver letters, fix appointments, take care of accommodation or needs, in their hands they have the power to ruin a woman’s life. No, it’s not an exaggeration, I would like to have the margin to invent some drama situation but reality just provides it, we are told that a woman got the rejection for asylum just because the social worker didn’t deliver the letter with the date for the Interview, the “big” day for refugees where they explain why they are asking for asylum and based on this Interview it will be decided if a person gets asylum or not. This woman just didn’t receive the letter due to negligence.

In lager X there are 7 social workers, but they work 1h per day and three days a week(if so). There are not translators to all the languages spoken by the women, making women totally isolated from their environment, totally dependent on what is said inside the lager. Totally vulnerable. Most of the times social workers intrude into women’s lives, judging them instead of giving them help.

Since translators are not always there, women have to ask security people who speak their language for help, which as side effect has that the information that they shared instead of being private becomes shared among many other people.

Today we are outside, but we have been inside the lager before, so we know how those empty corridors are, but what stroke me more about the lager was the smell, it penetrated inside you, a mixture of smell of dirt and cleaning products, rubbish and air freshener, as if a deep rotten smell wanted to be hidden. A permanent feeling of disgust came while we were walking around the lager.

To walk around that was not allowed, the only place where we could be is in a room, a 9 m2 room, with a small bed, a locker, a small table, the feeling of a cell. Of course, when we left the lager, the woman who invited us was “friendly advised” that this should be the last time she showed around, it was forbidden to walk around, an empty building because everybody was inside, because there are no common spaces, a building where there is no dining room and women have to go outside, to the street, and through another entrance enter the place where they provide them with “food”.

“Food” is a whole issue in most lagers, the lager system steals 200€ from women for their catering, a catering that cannot be eaten, all products are in bad conditions, almost expired, cooked with too many spices, or does not cover diets recommended by doctors. Of course, no freedom for women to decide if they want to eat this “food” or eat outside, to cook for themselves is anyways not possible. Where are invested the 200€ per woman?

The situation is so critical that we visited a woman in Hospital, her kid got intoxicated by the food of the lager, provoking continuous vomiting, to the extreme he had to be hospitalized for at least 4 days, and every time he had to shit he burst into tears. The mother received half the amount the money that corresponded to her and her child, so with 400€ she had to manage one month and buy everything for him, from nappies, clothes to food since the child would normally not eat anything except rice and yogurt.

Now the Café was about to close, all the chairs were on top of the tables, the bar was clean, noone else was left, we started moving, putting on our wet jackets, checking that the rain continued as before, the water was entering the sidewalk. We said good bye, emphasized on checking the addresses we had given them and confirming that we will come back, anyways we will stay in touch.

From our previous visit to the lager we were able to take the following pictures

 

 

Categories: Tent Action

Wir fordern eine menschliche Behandlung für Frauen und andere Geflüchtete

Refugee strike in Berlin - Mon, 06/26/2017 - 12:35

English || Srpski || Farsi || Arabic

Liebes LAF, liebe Frau Breitenbach und andere Verantwortliche für Flüchtlingsangelegenheiten in Berlin!

Am 20. Mai fand ein heiteres Fest mit dem Namen “Yalla! Lass feiern!” im ZK/U statt. Das Fest wurde von verschiedenen selbst-organisierten Initiativen, die mit Asylbewerber*innen und Geflüchteten zusammenarbeiten, ins Leben gerufen.
Wir, die weiblichen Bewohnerinnen einer Flüchtlingsunterkunft veranstalteten auf dem Fest ein öffentliches Panel, auf dem wir unsere alltäglichen Erfahrungen und die daraus resultierenden Forderungen zum Ausdruck brachten.

Dieser Brief fasst die Ergebnisse des Panels zusammen, die nach Handlungen verlangen.

2015 war ein Jahr, das von den Medien, den Behörden und der Öffentlichkeit als Jahr der “Flüchtlingskrise” bezeichnet wurde. Zwei Jahre sind seitdem vergangen und die Asylrechtsverschärfungen verschlechtern die Möglichkeiten der Unterbringung und Integration, letzteres war und bleibt trotz Ihrer hohen Erwartungen schwierig für viele von uns. Es ist nicht so, dass wir uns nicht integrieren, dh. die Sprache lernen, arbeiten, studieren und zusammen mit dem Rest der Gesellschaft leben wollen, aber diese Dinge werden uns kontinuierlich erschwert seid wir in Deutschland angekommen sind. Im Gegenteil: Wir versuchen uns zu integrieren aber die Bedingungen, die uns auferlegt werden machen es uns unmöglich.
Als Frauen im Lager zusammen mit vielen anderen Menschen zu leben birgt zudem zusätzliche Schwierigkeiten, insbesondere wenn wir Kinder haben um die wir uns kümmern müssen und uns entsprechend wenig freie Zeit zur Verfügung steht. Darüber hinaus gibt keine Möglichkeiten für Privatssphäre etwa in Frauenräumen im Lager, in denen wir unsere Kopftücher ablegen können. Können Sie sich vorstellen welche Auswirkungen es auf Ihre Haare hat, wenn sie Ihr Kopftuch nicht oft genug absetzen können? Ein weiteres Problem ist die Bürokratie, mit der wir uns immerzu selbst auseinandersetzen müssen obwohl dies eigentlich die Aufgabe der Sozialarbeiter*innen wäre. Einige der Sozialarbeiter*innen halten sich an ihre Aufgaben aber es gibt nicht genug Sozialarbeiter*innen im Lager. Aus diesem Grund müssen wir oft ohne Hilfe zu unterschiedlichen Institutionen gehen wodurch weitere Probleme entstehen wie beispielsweise Verständnisschwierigkeiten durch mangelnde bzw schlechte Übersetzung. Regelmäßig werden wir bestraft zum Beispiel werden uns Gelder ohne Erklärung gekürzt.
Das Problem ist nicht das Geld sondern die Art in der diese Dinge nicht kommuniziert werden bzw wir sehr unhöfliche Reaktionen erhalten. Zudem werden wir wenn wir denn versuchen Deutsch zu reden für unsere mangelnden Deutschkenntnisse diskriminiert. Und wenn wir Wohnungen oder Häuser gefunden haben dauert der Vorgang bei der WBS so lange, dass wir oftmals unsere Chance an einem besseren Ort zu leben, verlieren.

Denken Sie dass wir uns unter diesen Umständen wirklich integrieren können sogar wenn wir es versuchen? Der Mangel an Informationen und Erklärungen stellen eine menschenunwürdigen Umgang dar; unter diesen Umständen können Sie nicht von uns verlangen dass wir uns integrieren.

Wir wollen keine Einzelhilfe sondern solidarische Lösungen für alle von uns.

Freundliche Grüße,
die Frauen von al Moabit82

English

Demand for a humane treatment of women and other refugees

Dear LAF, Mrs. Breitenbach and other responsible for refugee affairs in Berlin, Germany!

On May 20th a joyful event entitled “Yalla lass feiern!” took place at ZK/U. It was organized by different self-organized initiatives that are working with asylum seekers and refugees. We, the women residents of from a refugee camp, managed to lead a public panel at which we expressed our everyday experiences and demands.

This letter summarizes our words and calls for action.

2015 was a year that was labelled by media, authorities and general public as the ‘Refugee crisis’. Two years have passed and the asylum laws are tightening accommodation and integration possibilities, the latter which were since beginning difficult for many, despite your high expectations. It is not that we do not want to integrate – that is to learn the language, work, study and coexist with the rest of society, but these things are continuously hindered since we arrived. On the contrary, we try to integrate, but the conditions you put us in are impossible to make this happen.

Being a woman living in a camp with many people is additionally difficult, especially if you have children to take care of, giving you little free time. Furthermore, in our camps there is no private sphere or women space, where we could take down our hijab. Do you know how bad is for your hair, if you can’t take it off enough often? Another problem is the bureaucracy we have to continuously take care of for ourselves, despite this is the task at which social workers should help us. Some do, but there are not sufficient social workers in the camp. Because of this it happens that when we go alone to different responsible institutions (like LAF, Job Center etc.) we are faced with another issue, lack of translation or good translation. Frequently we are punished, for example they take away some of our money we suppose to receive, without receiving any explanation.

The problem is not in the money, but in the way we are communicated these things, which are often not explained or we get really rude answers. Another thing is when we try to speak German in the institutions and society and we are often discriminated for our lack of language knowledge. Even when we already find the flats or houses for ourselves the procedure of WBS takes such a long time that we mostly loose our chances for a better place to stay.

Do you think under these conditions we can really integrate and furthermore, when we even try? Lack of information and explanations for our cases take away our dignity and under these conditions you cannot expect us to integrate.

We don’t want individual solutions, but collective ones that are based on solidarity for all!

Yours,

Women from al Moabit82

Srpski

Zahtev za humanim odnosom prema ženama i svim izbeglicama

Poštovani nadležni LAF-a, gospođo Breitenbach i ostali odgovorni za pitanja izbeglica u Berlinu, Nemačka!

20. maja održan je veseo skup pod nazivom “Yalla, nek se slavi!” u ZK/U u čijoj je organizaciji učestvovalo nekoliko različitih samoorganizovanih inicijativa koje rade sa potraži_ocima_teljkama azila i izbeglicama. Mi, žene, stanovnice izbegličkog kampa, organizovale smo javnu panel diskusiju u kojoj smo govorile o našim svakodnevnim iskustvima i zahtevima.

Ovo pismo je rezime svega što smo na skupu rekli i poziv na akciju

U medijima, javnosti i od predstavnika vlasti 2015. je naznačena kao godina “izbegličke krize”. Nakon 2 godine prema pooštrenom Zakonu o azilu dolazi do restriktivnih mera u obezbeđivanju smeštaja i mogućnosti za integraciju koje su od samog početka predstavljale poteškoće za mnoge ljude uprkos velikim očekivanjima. Nije da mi ne želimo da se integrišemo – da učimo nemački jezik, radimo, studiramo i živimo skladno u nemačkom društvu, što nam se od našeg dolaska neprestano uskraćuje. Naprotiv, mi pokušavamo da se integrišemo ali je to u uslovima koji su nam nametnuti nemoguće ostvariti.

Biti žena koja živi u izbegličkom kampu sa puno ljudi je dodatno teško pogotovo ako ona ima decu za koju se brine, što joj ostavlja vrlo malo slobodnog vremena. Šta više, u našim kampovima nema privatne sfere ili prostora za žene gde one mogu da skinu svoj veo. Da li znate koliko je to loše za kosu kad ne možete dovoljno često da je otkrijete? Dodatni problem je birokratija s kojom sami moramo da se nosimo iako je to zadatak kojim bi socijalni radnici trebali da nam pomognu. Neki od njih to čine ali je broj socijalnih radnika nedovoljan u izbegličkom kampu. Zbog toga se dešava da se, kad idemo sami na nadležne institucije LAF, Jobcenter itd., suočavamo sa dodatnim problemom da nemamo tumača ili da nemamo dobrog tumača. Često nas kažnjavaju, na primer oduzimaju nam deo novca koji treba da dobijemo, bez ikakvog pojašnjenja.

Nije problem u novcu već o načinu na koji se komunicira o takvim stvarima, koje se često ne pojašnjavaju ili nam se pojašnjenja nude u vidu vrlo grubih odgovora. I kada pokušavamo da govorimo na nemačkom u institucijama i u društvu često smo diskriminisani zbog nedovoljnog znanja jezika. Čak i kada nađemo stanove ili kuće da iznajmimo sebi postupak za dobijanje WBS (potvrda za pravo iznajmljivanja socijalnih stanova) traje predugo tako da uglavnom izgubimo šanse da iznajmimo sebi stan i živimo u boljim stambenim uslovima.

Da li mislite da mi možemo pod ovim uslovima da se stvarno integrišemo, šta više da bismo uopšte mogle da pokušamo? Nedostatak informacija i dodatnih pojašnjenja za naše predmete čine da gubimo dostojanstvo i zbog takvih uslova ne možete od nas očekivati da se integrišemo.

Ne želimo pojedinačna rešenja već ona koja bi važila za sve, zasnovana na solidarnosti prema svima!

Vaše,

žene iz al Moabit82

Farsi

خطاب به لگزو و آقای برایتن باخ و همه کسانی که مسئول کار پناهجویان در برلین هستند!

در روز ۰۲ مای یک جشن به اسم >یال بیاید جشن بگیریم< در برلین برگزار شد. این جشن توسط گروه های مختلف خودگردان که با پناهجوها همکاری میکنند برگزار شد. ما، زنان ساکن در یکی از کمپهای، در یک سخنرانی
تجربه های زندگیمان در اینجا و خواسته هایمان را گفتیم.

این نامه خلصه ای از گفته های ما و دعوت به حرکت برای رسیدن به آنها است.

۵۱۰۲ سالی بود که توسط رسانهها،دولت ها و عموم مردم به اسم >بحران پناهجوها< شناخته شد.الن دو سال گذشته و قوانین پناهجویی اقامت و ادغام را سخت تر کرده اند.مسایلی که از قبل هم برای خیلیها سخت بوده اند. اینطور نیست که ما دوست نداریم در جامعه آلمان ادغام شویم و زندگی کنیم – یعنی زبان یاد بگیریم، کار کنیم، درس بخوانیم و در کنار بقیه جامعه باشیم. اما تمام اینها روز به روز توسط قانونهای جدید
سخت تر میشوند.

عنوان یک زن زندگی کردن در کمپ ها با خیلی آدمهای دیگر بسیار سخت است. مخصوصا ا اگر بچه داشته که برای شما هیچ وقت آزاد باقی نمیگذارد. علوه بر آن در کمپهای ما هیچ فضای خصوصی یا فضای به زنان وجود ندارد، که در آن بتوانیم حجابمان را برداریم. شما میدانید که اگر نتوانید حجابتان را گاهی باشید مخصوص
از سر بردارید چقدر برای موهاتان بد است؟ مشکل دیگر کاغذ بازی و بوروکراسی که ما باید دائما ا با آن
درگیر باشیم در حالی که این افراد سوشیال در کمپ هستند که باید به ما کمک کنند. بعضی از آنها این کار را میکنند ولی هیچ وقت افراد سوشیال به اندازه کافی در کمپ نیست. به این علت خیلی وقتها مجبور
میشویم که تنها به اداره های مختلف مثل سوشیال، جاب سنترو … برویم و آنجا با مسایل بیشتری روبرو شویم.
به خاطر کمبود مترجم یا مترجم بد خیلی وقتها ما را تنبیه میکنند، مثلن مقداری از پول ما را میگیرند
بدون هیچ توضیحی.

مشکل پول نیست، مشکل شیوه ی ارتباط و بیان این مسایل به ما است. بیشتر وقتها به سوالهای ما درست جواب داده نمیشود و یا جوابهای خیلی خشن و بی رحم به ما میدهند. موضوع دیگر اینکه وقتی سعی میکنیم در این اداره ها آلمانی صحبت کنیم بیشتر وقتها به خاطر بد آلمانی حرف زدن به ما ستم میشود. حتی وقتی که ما خودمان خانههایی پیدا میکنیم گرفتن وباس خیلی طول میکشد و ما شانس خودمان را برای
خانه دار شدن از دست میدهیم.

فکر میکنید که با این شرایط ما واقعاا میتوانیم در این جامعه ادغام شویم، زبان یاد بگیریم و کار کنیم؟ هرچقدر هم که تلش کنیم؟ کمبود اطلعات و توضیحات برای پرونده ی ما باعث کسر شان ما میشود و شما نمیتوانید از
ما انتظار ادغام ، انتگره، شدن داشته باشید.

ما به دنبال راه حل برای شخص خودمان نیستیم، بلکه خواهان راه حلی برای همه هستیم.

تشکر،

al Moabit82 ساکن زنان

Arabic

رسالة مطالبة بالمعاملة الانسانية باسم اللاجئات واللاجئين في كامب طوارئ في برلين:

 أعزائي في لاف، السيد برايتينباخ، وجميع المسؤولين عن أمور اللاجئين في برلين، ألمانيا!
البارحة تم تنظيم احتفال لطيف تحت عنوان “يلا دعونا نحتفل!”، من قبل عدة منظمات متطوعة تعمل مع اللاجئين وطالبي اللجوء منذ 2015، ذلك العام الذي تم عنونته من قبل الاعلام، السلطات والعوام بعام “أزمة اللاجئين”. نحن النساء القاطنات في مخيمات الطوارئ تمكنا من فتح حلقة نقاش، عبرنا من خلالها عن مطالبنا وشاركنا الآخرين تجاربنا. هذه الرسالة تلخص كلماتنا ودعوتنا للحراك.

لقد مضى عامان وقوانين اللجوء مازالت تشدد بما يخص أماكن السكن وفرص الاندماج، حيث أن الاندماج أصبح تحدياً كبيراً لكثير من الأشخاص، بالرغم من توقعاتنا الكبيرة والآملة مازلنا نواجه صعوبات كبيرة لتحقيق هذا الاندماج. ان الأمر ليس أننا لا نود أن “نندمج”- أو أن نتعلم اللغة الألمانية، نعمل، ندرس وأن نتعايش مع بقية أفراد المجتمع. ولكن هذه الأمور تتعرقل باستمرار منذ وصولنا لأسباب مختلفة. إضافة الى ذلك، اننا عند وصولنا الى ألمانيا حاولنا بشتى الوسائل أن نحقق هذا “الاندماج”، ولكن الظروف تجعل من المستحيل علينا تحقيق هذا.

أن تكونين امرأة وأن تعيشي في مخيم مع الكثيرين من الأشخاص، هو أمر صعب للغاية، وخاصة اذا كان لدى المرأة أطفال يجب عليها رعايتهم، انها لن تحظى بأي وقت فراغ أبداً. إضافة الى ذلك، في مخيمنا ليس هنالك مساحة خاصة أو مساحة خاصة بالنساء، حث يمكننا أن نخلع حجابنا. هل تعلمين كم هو مضر لشعرك ألا تستطيعي خلع الحجاب عنه وتعريضه للهواء؟
مشكلة أخرى نواجهها هي البيروقراطية، يجب علينا بشكل دائم أن نهتم بأوراقنا وأن نفهمها، ونفهم ما يريد مكتب اللجوء منا، على الرغم من أن ها هو عمل العامل/ة الاجتماعي الذي من المفروض عليها/ه مساعدتنا. البعض منهم يفعل ذلك ولكن ليس هنالك عدد كافي من العمال الاجتماعيين في المخيم. لذلك فإننا نذهب لوحدنا الى العديد من المؤسسات الحكومية (مثل: لاف، الجوب سنتر “مركز العمل”.) وهنالك تواجهنا مشاكل أخرى مثل عدم وجود ترجمات، وفي حال وجودها فأنها تكون ترجمات سيئة.

 غالباً تتم معاقبتنا بخصم جزء من راتبنا، من دون شرح ومن دون أن نعرف السبب. المشكلة هنا هي ليست المال، ولكن الطريقة التي يتم فيها التعامل معنا وشرح هذه الأمور، والتي غالباً لا يتم شرحها وعند استفسارنا يتم الرد علينا بطريقة قاسية. أمر آخر هو عندما نحاول الحديث باللغة الألمانية في المؤسسات الحكومية وفي المجتمع، فأننا غالباً ما نتواجه بعنصرية بسبب قلة معرفتنا باللغة.

حتى عندما نجد بيوتاً وشقق، فأننا يجب علينا تأمين ورقة الفي بي اس، والتي تحتاج لوقت طويل جداً حتى يتم الحصول عليها، وعندها تكون الشقة قد سكنت، وهكذا نشعر أننا ندور في حلقة مفرغة.

هل تظنون أننا في هذه الظروف سنتمكن من الاندماج؟ حتى ولو حاولنا؟ ان قلة المعلومات المعطاة لنا عن طلبات لجوئنا، وقضايانا تجعلنا نشعر بنقص في كرامتنا وبإهانة شخصية لنا، وفي هذه الظروف لا تتوقعوا منا تحقيق هذا “الاندماج” رغم ارادتنا ورغبتنا بفعل ذلك.

نحن لا نريد حلولاً فردية، ولكن حلولاً جماعية تحقق الراحة للجميع!

شكراً جزيلاً

Categories: Tent Action

Manifestation against Deportations, 29.06.2017, Flughafen Berlin-Tegel

Refugee strike in Berlin - Mon, 06/26/2017 - 10:03

Wir sind Geflüchtete aus Pakistan und wir leben in Deutschland. Wir haben Probleme in unserem Herkunftsland und wir sind von dort weg gegangen. Jetzt will uns die deutsche
Regierung wieder abschieben. Was wird dann mit uns passieren? Am Flughafen in Pakistan werden wir am Flughafen von der Polizei festgenommen und wenn unsere Familien oder Freunde nichts davon wissen müssen wir im Gefängnisbleiben. Es ist möglich dass wir nach ein paar Tagen frei kommen, oder erst nach Jahren. Das wissen wir nicht. In
Deutschland haben wir um Asyl gebeten, aber wir bekommen unsere Rechte nicht. Manche von uns wurden zurück in ihre Länder geschickt, noch bevor ihr Asylverfahren beendet war. Jedes Mal wenn eine(r) von uns abgeschoben wird, leben hunderte in Angst.


„Wir fordern ein Ende der Angst, ein Ende der Abschiebungen nach Pakistan, von Dublin-Abschiebungen und allen Abschiebungen aus der EU.“, erklärt ein Betroffener aus dem Vorbereitungskreis der Kundgebung.

Beginn ist am 29.06.2017 am Flughafen Berlin Tegel (nahe der TXL-Bushaltestelle), um 17:00.


Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen unter 015218022242 sowie stopdeportation.group@riseup.net gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stop Deportation Group

Categories: Tent Action

Black Lives Matter Protest Berlin | 24.06.17, 16.30 Uhr, Mohrenstr.

Refugee strike in Berlin - Sat, 06/24/2017 - 15:16

from blacklivesmatterberlin.de

#BlackLivesMatterBerlin
#BLMmonth2017

Rassismus ist für Schwarze Menschen in Deutschland anhaltender schmerzhafter Alltag. Rassistische Diskriminierung wirkt nicht nur in Racial Profiling, Straßenbenennungen, “Ausländer”-gesetzgebung und schulischer Bildung, sondern auch über Medien, die Auseinandersetzung mit Flucht und dem Zugang zum Arbeits- und Wohnungsmarkt fort. Wir sind nicht bereit Rassismus – die Verletzung unserer Menschenwürde und Rechte – hinzunehmen.

Am Samstag, den 24. Juni, ab 16.30 Uhr, findet wie auch im letzten Jahr die Black Lives Matter Demonstration statt. Der Protestmarsch stellt den Höhepunkt eines einmonatigen Veranstaltungsprogramms dar. Im Vordergrund steht die Vernetzung bestehender Initiativen: Wir verbinden existierende Räume, Ressourcen und Kontakte, um uns gemeinsam im Widerstand zu organisieren. Die Demo und die Veranstaltungen sind als Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit und das Schaffen gemeinsamer Strukturen gedacht. Der BLM-Monat setzt sich aus Workshops, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Poetry-Events, Stadtrundgängen, Konzerten und Parties zusammen.

Start der Demonstration ist der U-Bahnhof M*straße. Seine rassistische Namesgebung steht mit dem brandenburgisch-preußischen Versklavungshandel in Verbindung und ist symbolhaft für den mangelnden Willen zur Auseinandersetzung mit Rassismus in Deutschland. Die eingeladenen Redner*innen des Protestmarschs beleuchten nicht nur die vielfältige Wirkweise von Rassismus in der Vergangenheit. Sie verweisen in ihren Beiträgen auch auf die gegenwärtigen ungleichen Machtverhältnisse, die Rassismus beständig erzeugt. Dabei ist es uns ein Anliegen stets anzuerkennen, dass unterschiedliche Formen von Diskriminierung, wie Rassismus und Sexismus, miteinander verwoben sind und spezifische Ausschlüsse produzieren.

Die Demo führt von der M*straße weiter über die Charlottenstraße, die Rudi-Dutschke-Straße, die Oranienstraße und dem Kottbussertor über die Skalitzer- und die Wienerstraße zum Spreewaldplatz. Ab ca. 19.00 Uhr wird es dort neben Live-Musik auch weitere Redebeiträge geben.

Die Black Lives Matter-Bewegung, die 2012 nach dem gewaltsamen Tod des 17-jährigen Trayvon Martin in den USA gegründet wurde, hat international Bedeutung: Trotz jeweils spezifischer Problemlagen in den verschiedenen Ländern, macht der Grundsatz “Black Lives Matter” rassistische gesellschaftliche Strukturen weltweit sichtbar.

Der Black Lives Matter-Monat in Berlin steht mit seinem Veranstaltungsprogramm und dem Protestmarsch für eine nachhaltige Veränderung unserer Gesellschaft und gegen das Verschweigen von Rassismus.

ENGLISH:

#BlackLivesMatterBerlin
#BLMmonth2017

Racist discrimination is an ongoing, painful part of daily life for Black people in Germany. It persists, in racial profiling, the naming of streets, immigration law, education, media, the debate on and engagement with refugees, as well as access to jobs and housing. Racism – the violation of our human dignity and rights – will not be tolerated.

On Saturday the 24th of June at 4.30pm, a Black Lives Matter protest will take place, as it did last year. The march will be the highlight of a whole month of events. A vital aspect of BLM Month is networking between already existing initiatives: how we connect existing spaces, resources and contacts to organize joint resistance. The rally and other events mark the beginning of a longterm collaboration and the development of collective structures. The month-long program is composed of various workshops, film screenings, panels, poetry-events, city tours, concerts and parties.

The protest will start at U-Bahnhof M*straße. Its racist name is connected to the Brandenburg-Prussian slave trade and is symbolic of the insufficient willin Germany to deal with racism. The speakers invited to the protest will not only examine the various mechanisms of racism in the past, but highlight the current complex disparities entrenched by racism. It is important to us to acknowledge that various forms of discrimination, like sexism and racism, are intertwined and produce specific compounded oppressions.

The march will proceed from M*straße via Charlottenstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Oranienstraße and Kottbussertor down Skalitzer- and Wienerstraße to Spreewaldplatz. From 8 pm on there will be live music, as well as more speeches.

The Black Lives Matter movement, which was established in 2012 in the US after the murder of 17 year old Trayvon Martin is internationally significant: Although there are various specific problems in different countries, “Black Lives Matter” is an assertion that makes racist social structures visible worldwide

The Black Lives Matter Month in Berlin, its events, and the rally stand for a lasting change in our society and against the obfuscation of racism.

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We are here! Demonstration 24th of June 2017, 14 o’clock, Hamburg

Refugee strike in Berlin - Fri, 06/23/2017 - 18:45

Hier der Aufruf für die Demo am 24.06., 2017 um 14 Uhr am Hachmanplatz/Hauptbahnof HH zum Downloaden und vervielfältigen – die Rückseite enthält wichtige Informationen zum G20 und zum Umgang mit der Polizei.

Deutsch / Englisch / Französisch / Arabisch / Dari / Kurdisch / Serbo-Kroatisch / Italienisch / Tigrinya (Nur Vorderseite – Rückseite folgt)

————————————————————————————————————————————-

Here you will find the call for the demonstration on the 24th of June for download and copies – on the backside you will find important information regarding the G20 and for interaction with the police

German / English / French / Arabic / Dari / Kurdish / Serbo-croatic / Italian / Tigrinya (just frontpage – backside will follow)

Deutsch:

English:

Französisch:

Arabisch:

 

Dari:

Kurdisch:

Italienisch:

Serbo-Kroatisch:

Tigrinya (only front page, backside soon to come, sorry!)

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
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IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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